Kreisklasse Ost, 6. Spieltag

Winkelhaid bricht den Bürgerfest-Fluch

Hier kommt Unterferriedens Christian Göring gegen Altdorfs Spielertrainer Philip Knogl den berühmten Schritt zu spät. | Foto: Vogt2019/09/1.-FC-Altdorf-SV-Unterferrieden.jpg

TSV Winkelhaid – TSV Pyrbaum 2:1 (0:0)

Im vorgezogenen Bürgerfestspiel konnte die Heimelf, bis auf eine schwächere Phase kurz vor der Halbzeitpause, überzeugen und gewann verdient dieses Match. Es begann auf Seiten der Gastgeber ein flotter Start. Neubert hatte bereits in der 5. Minute die große Chance zur Führung; er vergab aber zu überhastet. Die Gäste versteckten sich aber auch nicht und schossen das Leder in der 7. Minute an den Pfosten. W´haid ließ aber nicht nach und agierte zielstrebig nach vorne, doch ab dem 16er wurden dann zu viele Bälle verloren. Man rannte weiterhin auf das gegnerische Tor, war aber zur Mitte der Halbzeit oft zu nachlässig in der Defensive. Das nutzten die Gäste aus und hatten dann in der 25. und 34. Minute auch Chancen, die aber zu leichtfertig vergeben wurden. Kurz vor der Pause hätten die Hausherren dann in Führung gehen müssen. Nacheinander vergaben Bachmeier und Winter sogenannte. 100-Prozentige, wobei Winter sogar das kunststück fertig brachte, aus fünf Meter am Torwart der Gäste zu scheitern. Der Pyrbaumer Keeper entschärfte während der gesamten Spielzeit durch kluges Stellungsspiel und tolle Paraden, viele Chancen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte hätte Bachmeier der Führungstreffer gelingen müssen, er schoss aber den Schlussmann an. Drei Minuten später hatte Bachmeier wieder Pech, als er an den Pfosten schoss. Einen zweiten Pfostenschuss hatte Bachmeier gleich darauf. TSV-Keeper Heuschild parierte dann einen Konter der Gäste souverän. Neubert und wiederum Bachmeier vergaben dann der 61. Minute weitere hervorragende Tormöglichkeiten. Wie es oft so ist, nutzten die Gäste dann in der 65. einen groben Abwehrfehler der W´haider zum 0:1. Nur drei Zeigerumdrehungen später nutzte W´haid dann endlich seine Überlegenheit und Diaco auf klasse Zuspiel von Neubert erzielte den verdienten Ausgleich zum 1:1. Die Heimelf blieb weiter am Drücker, tat sich aber schwer den Gäste-Torwart ein weiteres Mal zu überwinden. Dies machte dann in der 79. Min. ein Gästespieler selbst. Nach einer scharf getretenen Ecke von Wießler lenkte ein Pyrbaumer das Leder zum 2:1 ins eigene Netz. Alles in allen ein verdienter Sieg der W´haider, der zudem auch noch den Fluch des Verlierens beim Bürgerfest gebrochen hat.

FC Altdorf – SV Unterferrieden 1:2 (0:1)

Bei spätsommerlichen Temperaturen kamen die Gäste aus Unterferrieden besser in die Partie. Nach zehn Minuten dann auch die erste Torannäherung der Gäste, FCA-Torhüter Michael Wiesner konnte jedoch parieren. Dann doch die verdiente Führung für Unterferrieden in der 22. Minute. Einen Schuss Richtung langes Eck konnte Michael Wiesner noch abwehren, beim Nachschuss von Florian Koch war er aber machtlos. In der Folge plätscherte das Spiel allmählich dahin. Unterferrieden verzeichnete in der 38. Minute noch einen gefährlichen Torschuss, der wiederum vom Altdorfer Torhüter entschärft wurde.

Nach der Pause konnte Altdorf trotz optischer Überlegenheit keinen Druck auf das Tor der Gäste aufbauen. Durch Unkonzentriertheiten ermöglichte man den Unterferriedern auch die ein oder andere Konterchance, die allerdings alle ungenutzt blieben. Nach einem Freistoß in der 76. Minute aus halblinker Position konnte Maximilian Hirschmann unbedrängt zum vorentscheidenden 2:0 aus sieben Metern einköpfen. Wenigsten danach zeigten die Altdorfer nun eine Reaktion und man merkte, dass sie das Spiel noch irgendwie retten wollten. Ein direkt verwandelter Freistoß von Spielertrainer Philipp Knogl brachte den Wallensteinstädtern den 1:2 Anschluss (88.). In der 91. Minute dann nochmal eine Riesenchance für den FCA – doch Florian Auer konnte die Kugel freistehend aus zehn Metern nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen. Alles in allem ist der Auswärtssieg der Gäste verdient, da die Altdorfer Spieler über die komplette Spieldauer Wille, Laufbereitschaft und Kampfgeist vermissen haben lassen. Diese Tugenden gilt es im nächsten Spiel in Deining wiederzufinden, sonst droht die nächste Niederlage und der Aufstieg bleibt eine weitere Saison nur ein Traum.

N-Land Der Bote
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