20:24 gegen HSG Volkach

Winkelhaid bleibt auf Titel-Kurs

Für die Winkelhaiderinnen um Katja Deml (am Ball) war Kellerkind Volkach ein hartes Stück Arbeit. | Foto: Horn2019/02/tsvwinkelhaid_hsgvolkach.jpg

WINKELHAID – Von der Zwangspause am letzten Wochenende haben sich die Winkelhaider Landesliga-Handballerinnen offensichtlich nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Am Samstag konnten sie nach solider Leistung gegen die sich im Abstiegskampf befindende HSG Volkach mit 30:24 (16:12) gewinnen und damit ihre Spitzenposition verteidigen.

Für Verfolger Günzburg wird die Absage des Spitzenspiel gegen Winkelhaid eine Woche zuvor definitiv noch ein Nachspiel haben. Der Tabellenzweite hatte die für Samstag angesetzte Partie sehr kurzfristig am Donnerstagabend wegen Spielermangels abgeblasen, allerdings die TSV-Verantwortlichen darüber nicht informiert. Die hatten vom Spielausfall erst über den Bayerischen Handballverband (BHV) erfahren. Der BHV hat die Günzburger nun dazu verdonnert, ihre Spielunfähigkeit mittels ärztlicher Atteste nachzuweisen, sollte dies nicht möglich sein, wird es auch kein Nachholspiel geben, sondern die zwei Punkte werden direkt den Winkelhaidern gutgeschrieben.

Für die TSV-Handballerinas eigentlich eine sehr komfortable Situation, denn sie können nun locker abwarten, was passiert.

Schnelle zweite Welle

Dementsprechend entspannt gingen sie dann an diesem Wochenende im heimischen Sportpark die Hausaufgabe gegen Volkach an. Die ersten zehn Minuten gestalteten sich sehr zu Gunsten der Heim-Sieben. Schöne Rückraumwürfe nach schneller zweiter Welle durch Jana Wanzek und Verena Götz brachten die Winkelhaiderinnen mit 5:3 in Führung. Zwei Tore durch Christina Räbel zwangen den Gäste-Trainer zu einem frühen Time-Out.

Nach einer kurzen Vier-Tore-Führung sollte dieses auch wirken: Fortan suchten die Gäste sehr häufig das Anspiel an den Kreis oder an den eingelaufenen Außen. Abstimmungsprobleme in der Abwehr führten dazu, dass diese Pässe ankamen, und die jeweilige Spielerin entweder das Tor traf oder aber nur noch durch ein 7m-würdiges Foul gebremst werden konnte. Diese verwandelte Volkachs Sandra Hämmerlein sicher. Um dieses Manko ansprechen zu können, nahm Trainer Sebastian Wilfling beim Stand von 11:10 folgerichtig die Auszeit. Anschließend konnte sich Winkelhaid erneut durch schnelle Angriffe und punktgenau gespielte Auslösehandlungen auf vier Tore zum Halbzeitstand von 16:12 absetzen.

Latten-und Pfostentreffer

In der Halbzeitansprache sprach Sebastian Wilfling noch einmal die Probleme in der Abwehr und mögliche Lösungen an. Außerdem betonte er die Wichtigkeit des schnellen Spiels nach vorne: „Immer, wenn wir schnell nach vorne spielen, erzielen wir leichte Tore und können uns so absetzen“.

Aus der Kabine kamen aber dann die Gäste deutlich wacher. Innerhalb von fünf Minuten konnten sie den Vier-Tore-Rückstand egalisieren (16:14; 17:15; 17:17).

Gute Abwehrarbeit, das nötige Quäntchen Glück – die HSG Volkach musste sich über einige Latten- und Pfostentreffer ärgern – und richtige Entscheidungen im Angriffsspiel ermöglichten der Heimmannschaft, sich wieder mit vier Toren abzusetzen (23:19; 24:20). Die einzige Zeitstrafe des Spiels für den TSV Winkelhaid konnte sehr gut überstanden werden und in der Folge die Führung weiter ausgebaut werden (26:21; 30:22). Die letzten beiden Tore der Partie können unter Ergebniskosmetik der nie aufsteckenden, fair kämpfenden Gästemannschaft verbucht werden.

So stand es am Ende nach einer schnellen Partie 30:24. Die Damen des TSV Winkelhaid können sich im Aufstiegskampf also weitere wichtige Punkte erspielen und konzentrieren sich in der kommenden Woche auf das nächste Auswärtsspiel in Schweinfurt.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer, Schewetschek (beide im Tor). Räbel (9/5); Radtke; Götz, V. (6); Meyer (1); Götz, K. (2); Friedrich (1); Weiler (2); Spychala (1); Büttner; Bachmeier (1); Wanzek (7).

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