ATP Tennisturnier Eckental:

Wie der Vater, so der Sohn

Dem prominenten Vater sehr ähnlich: Miloslav Mecir junior steht nach dem Zwei-Satz-Erfolg gegen Luca Vanni im Achtelfinale von Eckental. Foto: B. Wagner2014/10/91131_ATPMiloslavMecirJuniorbea_New_1414573264.jpg

ECKENTAL (bw) – Sergei Bubka und Miloslav Mecir – für Sportfans zwei In-Begriffe für Erfolge und Olympia-Goldmedaillen. Nein, die beiden „Alt“-Stars waren nicht beim ATP-Tennisturnier im House of Sports, sie schickten ihre Söhne, die in der ersten Runde des Bauer Watertechnology Cup die Blicke auf sich zogen. Die Namens-Gleichheit Senior/Junior impliziert natürlich auch sportliche Gene für den Nachwuchs; und siehe da: Die beiden Osteuropäer gaben keinen Satz ab und stehen beide im Achtelfinale bei der 35000- Euro-Veranstaltung.

Miloslav Mecir, der seinem Vater (Olympiasieger 1988) auch in all seinen Bewegungen sehr ähnelt, hatte den vermeintlichen Grundstein für den ersten Satzgewinn gegen Luca Vanni mit einem Break zum 5:3 gelegt, musste jedoch das „Contra“ des Italieners hinnehmen und so entwickelte sich ein spannungsgeladenes Satzende mit Happy End (7:5) für den „Promi“. Der 26-Jährige, der zuletzt für den TC Weinheim in der 2. Bundesliga aufschlug, musste auch beim folgenden 6:4 gehörig auf der Hut sein, um das erste Erfolgserlebnis in Eckental unter Dach und Fach zu bringen. Die aktuelle Nr. 193 trifft im Achtelfinale auf den Sieger Marterer/Kravchuck; auch eine machbare Aufgabe für den Slowaken, der zuletzt in Wien und bei den French Open im Hauptfeld war.

Wesentlich impulsiver präsentierte sich Sergei Bubka: In einem ukrainisch-ukrainischen Duell lag er gegen Denys Molchanov 2:3 zurück, donnerte die gelbe Filzkugel beim Seitenwechsel mit brachialer Gewalt gegen die Wand, der Sohn des sechsfachen Stabhochsprung-Weltmeisters und Olympiasiegers schien zu wackeln. Doch weit gefehlt: „Bubka Junior“ wirkte in der Folgezeit wie befreit und gab nur noch ganze zwei Spiele ab (6:3, 6:2).

Der in Monte Carlo lebende Osteuropäer, der vor drei Jahren ein Karriere-Hoch auf ATP 145 hatte, agierte überhaupt nicht wie seine aktuelle Weltranglistenposition vermuten könnte. Als Nr. 1492 (eine Verletzung warf ihn weit zurück) wird der 27-Jährige derzeit geführt, unabhängig davon ist ihm im Achtelfinale Mitte der Woche noch einiges zuzutrauen. Dass er in Eckental ohne „Quali“ ins Hauptfeld kam, ist seinem Status „Protected Ranking“ zu verdanken, was heißt, dass sein Platzierungs-Stand vor der Verletzung „eingefroren“ wird.

Der Abschluss des ersten Tages verlief alles andere als nach dem Geschmack der Fans: Der Einzel-Auftritt von Philipp Petzschner war nach 80 Minuten Geschichte; 2:6, 3:6 gegen die Nr. 4 des Turniers, Evgeny Donskoy aus Russland.

Die erste Runde wird am heutigen Mittwoch Abend mit dem „Spiel des Tages“ zwischen Daniel Brands (zuletzt Sieger 2012) und Andreas Beck, der Nr. 2 des Turniers, abgeschlossen. Zuvor gibt es bereits die ersten Achtelfinals, also wieder einmal volles Programm im House of Sports.

Hauptfeld 1. Runde: Marsel Ilhan (Türkei) – Jozef Kovalik (Slowakei) 6:4, 7:5; Sergei Bubka (Ukraine) – Denys Molchanov (Ukraine) 6:3, 6:2; Miloslav Mecir (Slowakei) – Luca Vanni (Italien) 7:5, 6:4; Evgeny Donskoy (Russland) – Philipp Petzschner 6:2, 6:3.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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