Platz zwei der Hersbrucker Segelflieger

Weiter im Aufwind

Ein Problem der derzeitigen heißen Wetterlage ist der starke Mückenflug, der die Tragflügel stark verschmutzt und damit die Gleitleistungen beeinträchtigt. Foto: privat2014/06/5_2_2_2_20140601_FLIEGER.jpg

HERSBRUCK (lsg) – Obwohl die Wetterprognose für das vergangene Wochenende eher den Wunsch an ein kühles Bad als an ein enges Cockpit aufkommen ließ, nutzten die Segelflieger die sich bietende Chance erfolgreich und konnten in der Bundesligawertung weiter aufholen: Sie wurden Zweite des Flugtages.

Die trockene Warmluft dämpfte zwar im Vorfeld die Erwartungen, aber wie immer bei dieser Wetterlage blieb die Hoffnung auf die Bildung von Thermikbewölkung über den Kämmen der Mittelgebirge. Und tatsächlich zeigten sich die üblichen Rennstrecken wie Bayerischer Wald und Erzgebirge von ihrer guten Seite und spendierten den Segelfliegern gute Steigwerte und Aufwindhöhen von fast 3000 Metern.

Im Bayerischen Wald waren die Aufwindwolken über den Kämmen sogar linienförmig angeordnet, eine Wetterlage, die ein kreisloses und schnelles Streckenfliegen ermöglicht. Diese Chance nutzte Reiner Rose erfolgreich, er konnte im Gebiet zwischen Arber und Böhmerwald mit lediglich vier Aufwinden und einem Kreisfluganteil von sechs Prozent im 2,5 Stunden Zeitfenster der Bundesliga eine Strecke von 280 Kilometern erfliegen.

Gunther Münzenberg, ebenfalls im Bayerwald unterwegs, erreichte zwischen Arber und Linz eine Ligageschwindigkeit von 108 km/h und damit auch die längste Gesamtstrecke von 600 Kilometern. Zusammen mit Peter Bohne (107 km/h), der zwischen Fichtelgebirge und Chemnitz ebenfalls gute Bedingungen vorfand, verpasste das Trio nur knapp den Rundensieg und konnte sich den zweiten Platz und 19 Punkte in der achten Runde der 2. Bundesliga sichern. Stefan Harries (400 km), Berthold Bär (190 km) und Lukas Grams (130 km) nutzten das gute Wetter ebenfalls für Streckenflüge. Der Hersbrucker Doppelsitzer, geflogen vom Team Klaus und Nico Ziegler, flog weit ins Vogtland hinein und schaffte nach fast 230 Kilometern problemlos wieder die Rückkehr zum Startplatz.

Mit dieser Leistung belegen die Segelflieger der LSG Hersbruck jetzt den fünften Tabellenplatz. Sie konnten sich mit 83 Gesamtpunkten wieder etwas nach oben verbessern. Eine gute Ausgangsbasis für die verbleibenden elf Runden in der 2. Segelflug-Bundesliga ist damit geschaffen.

2. Segelflug-Bundesliga: Runde 8:

 1. Schwäbisch Gmünd 101 2.035,45

 2. FCC-Berlin 100 2.017,87

 3. LSV Gifhorn 83 1.919,43

 4. SFC Ulm 83 1.908,53

 5. LSG Hersbruck 83 1.617,62

 6. AC Bamberg 82 1.888,76

 7. LSC Bad Homburg 75 1.627,94

 8. FLG Grabenstetten 71 1.784,59

 9. FG Freudenstadt 69 1.718,25

10. LSG Ravensburg 66 1.723,13

11. LSV Neuhausen 66 1.455,07

12. SFC Riesa-Canitz 61 1.648,60

13. LSV Degerfeld 61 1.406,36

14. Aero Team Klix 60 1.530,36

15. FSV Tübingen 59 1.485,78

16. LSV Hofgeismar 56 1.669,10

17. HVL Boberg 56 1.605,81

18. Möckmühl-Öhringen 47 1.554,00

19. SFZ Ottengrüner Heide 47 1.510,63

20. SFC Hirzenhain 47 1.253,13

21. AC Fürth 45 1.412,37

22. FSG Schwarze Heide 44 1.418,20

23. FSV Gerstetten 43 1.328,91

24. LSV Oldenburg 36 1.506,42

25. GFS Wasserkuppe 35 1.395,98

26. SFG Werdenfels 29 1.293,79

27. FSV Mössingen 27 1.505,73

28. SFZ Ludwigshafen 23 1.382,84

29. AC Esslingen 22 1.369,23

30. SFG Singen 17 1.340,51

N-Land Leo Hühnlein
Leo Hühnlein