Schwere Aufgabe für den TV Altdorf

Weder Erwartungen noch Druck

Insbesondere die Altdorfer Blockarbeit, wie hier von Alina Hösch (links) und Clara Fischer, muss besser werden. | Foto: Daniel Frasch2020/11/Altdorf-TV-Hoesch-und-Fischer-im-Block-scaled.jpg

ALTDORF – Altdorfs Volleyballerinnen sind im Duell mit dem Tabellenführer VC Wiesbaden II klar in der Außenseiterrolle. Obendrein fällt auch noch die erfahrene Zuspielerin Christina Kosikowski verletzungsbedingt aus.

Für die Altdorfer Volleyballerinnen sind noch vier Spieltage im Jahr 2020 zu bestreiten. Drei dieser Partien finden auswärts statt, zweimal in Bayern (in Planegg-Krailing und in Vilsbiburg), kommenden Sonntag (16 Uhr) führt der Sielplan die Altdorferinnen nach Hessen. Dort ist die zweite Mannschaft des VC Wiesbaden zuhause, die in der vergangenen Saison den siebten Platz in der 2. Volleyball-Bundesliga belegte. Noch erfolgreicher verläuft die bisherige Spielzeit für die Wiesbadener: Mit 19 Punkten aus acht Partien grüßt der VCW II von der Tabellenspitze (21:9 Sätze) und möchte mit seinem achten Saisonsieg gegen den TV Altdorf die Tabellenführung ausbauen.

Wie gut die Mannschaft des Trainerduos Raimund Jeuck und Paul Birx drauf ist, beweist ein Blick auf die bereits absolvierten Partien: Mit dem zweitplatzierten VC 77 Neuwied (3:1), dem drittplatzierten SV Lohhof (3:1), dem Tabellenvierten VCO Dresden (3:0) und dem Fünften VV Grimma (3:2) haben die Wiesbadenerinnen bereits alle Topteams der 2. Bundesliga Süd bezwungen. Dazu kommen zwei Siege gegen die beiden Teams aus dem Tabellenkeller TV Waldgirmes und TV Planegg-Krailling.

„Sprungbrett für die 1. Bundesliga“

Der VCW hat das Ziel, die sportlichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, um sich mit dieser Mannschaft dauerhaft in der 2. Liga zu etablieren und ein adäquates Sprungbrett für unsere Toptalente zur 1. Bundesliga anbieten zu können“, heißt es auf der Homepage des VC Wiesbaden. Der Kader, in dem alle Spielerinnen die Perspektive haben, in das Erstligateam aufzurücken, verfügt über viel Qualität und geht freilich als großer Favorit in die Partie mit den Mittelfranken.

Altdorfs Trainer Milan Dörnhöfer sieht jedoch auch positive Aspekte in der Herausforderung mit dem Spitzenreiter. „Sie werden der klare Favorit sein. Wir fahren nach Wiesbaden, ohne irgend einen Druck zu haben. Keiner erwartet von uns, dass wir in diesem Match punkten werden“, sieht der Altdorfer Löwendompteur zumindest eine kleine Außenseiterchance für seine Mannschaft, die „rundum befreit aufspielen“ kann. Außerdem hat seine Truppe im Verlauf der Saison gegen Top-Teams wie SV Lohhof, VCO Dresden und VC Neuwied immer wieder starke Phasen gehabt, Sätze in beeindruckender Manier gewonnen und Spiele auf Augenhöhe abgeliefert.

Verbesserungsbedarf in Sicherung und Block

Soll die Überraschung in Hessen gelingen, muss allerdings die Arbeit am Block und in der Sicherung deutlich besser werden. Auch bei der 2:3-Niederlage gegen den Tabellenletzten TV Waldgirmes am vergangenen Sonntag war das die Achillesferse der Altdorferinnen. „Da brauchen wir noch viel Geduld“, weiß Altdorfs Coach. Schlechte Nachrichten kommen derweil aus dem Altdorfer Team: Zuspielerin Christina Kosikowski hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird etliche Wochen ausfallen.

Dörnhöfer ist somit zu Umstellungen gewzungen, künftig wird Ellen Heimburger mehr Verantwortung übernehmen müssen. Die 20-Jährige, die vor drei Jahren vom TB Weiden in die Wallensteinstadt wechselte, hat in der vergangenen Drittligasaison mehrfach ihr Können unter Beweis gestellt. Nun darf und muss sie das auch eine Etage darüber in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands tun.

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