Zwei Siege in zwei Spielen

Volleyballerinnen mit Maximal-Ausbeute

Einen Überraschungserfolg landeten die Schwaiger Volleyballdamen gegen den bisherigen Tabellenführer FC Dombühl. Auf dem Bild ist Steffi Schwabe beim Block zu sehen. | Foto: Hinz2017/01/sv-schwaig-damen-Kopie.jpg

SCHWAIG — Mit zwei furiosen Siegen haben die Schwaiger Volleyballdamen das heimische Publikum begeistert. Sie gewannen sowohl gegen den Verfolger SG DJK Rimpar mit 3:1 (25:14, 23:25, 25:15, 25:13) als auch gegen den bis dato Tabellenführer FC Dombühl (16:25, 25:7, 25:14, 25:16).

Im ersten Spiel trafen die SV-Damen auf das Team aus Rimpar, gegen das im Hinspiel der bisher einzige klare 3:0-Sieg gelungen war. Ein weiterer Sieg gegen den direkten Verfolger war quasi Pflicht. Schwaig begann konzentriert, und bereits beim Stand von 3:4 konnte sich die Heimmannschaft durch Aufschläge von Franziska Strauch auf 8:4 absetzen. In der Folge wurde der Vorsprung sukzessive ausgebaut. Ergebnis war ein deutlicher 25:14-Satzerfolg.

Wer nun dachte, das Spiel sei eine klare Angelegenheit, wurde im zweiten Satz eines Besseren belehrt. Schwaig wurde nervös und unruhig, während Rimpar nahezu fehlerfrei spielte. Selbst Spielerwechsel auf fast allen Positionen konnten den ersten Satzball für Rimpar bei 17:24 nicht verhindern. Doch dann kam Luisa Stiller bei Schwaig zum Aufschlag und machte Punkt um Punkt bis 23:24, bevor der Satz doch noch an Rimpar ging.

Dieses Wackeln auf Schwaiger Seite sollte aber nur ein kurzes Intermezzo bleiben. Ab dem dritten Satz agierte der SV wieder wacher und konsequenter. Dank einer konzen­trierten Leistung konnte sich ­Schwaig sukzessive absetzen. Eine Aufschlagserie von Claudia Markert beendete den Satz schließlich deutlich mit 25:15.

Im vierten Satz ging es nahtlos so weiter. Wiederum Strauch am Aufschlag legte gleich zu Beginn den Grundstein mit einer 11:3-Führung, und im Folgenden spielten sich die Schwaigerinnen in einen Rausch. Alle Spielelemente funktionierten problemlos, und Zuspielerin Sabine Bärreis konnte vor allem Andrea Bärtl auf Mitte und Sarah Latour auf Außen immer wieder glänzend in Szene setzen. Beim 24:13 verwandelte schließlich Stefanie Schwabe den Matchball zu einem klaren 25:13 und 3:1-Erfolg.

Im zweiten Spiel des Wochenendes wartete der bisherige Tabellenführer FC Dombühl auf die Schwaiger Damen, gegen den es im ersten Saisonspiel eine klare 0:3-Niederlage gegeben hatte. Auch in heimischer Halle fand Schwaig zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Die Annahme wackelte, die Pässe waren ungenau und der Angriff zu harmlos. Dombühl hingegen agierte abgeklärt und fuhr den Satz problemlos mit 25:16 ein.

Bei dem, was ab dem zweiten Satz folgte, rieb sich wohl der eine oder andere Zuschauer allerdings verwundert die Augen. Eine komplett andere Schwaiger Mannschaft schien auf einmal auf dem Feld zu stehen. Die SV-Damen spielten befreit mit dem Bewusstsein auf, dass sie gegen den Ligaprimus nichts zu verlieren hatten. Insbesondere Schwabe glänzte mit einer überragenden Leistung. Sie lieferte nicht nur ein perfektes Zuspiel ab, sondern stach zudem mit starken Blockaktionen und Aufschlägen heraus. Dombühl machte im kompletten Satz kein einziges Mal zwei Punkte in Folge und das Ergebnis war der beeindruckende Satzgewinn für Schwaig mit 25:7.

Im dritten Satz galt es nun, den Schwung mitzunehmen und dies gelang Schwaig problemlos. Schnell setzte sich der SVS auf 14:7 ab, bevor eine kurze Verschnaufpause folgte, durch die Dombühl auf 11:14 herankam. Danach zogen die Schwaigerinnen aber davon und holten mit 25:14 auch den dritten Satz souverän.

Ein ähnliches Bild bot sich im vierten Satz: Schwaig agierte von Beginn an zwingend und zog auf bis zu acht Punkte davon. Schwabe konnte vor allem Bärtl und Iryna Aab immer wieder fast blockfrei spielen und diese versenkten die Angriffe gnadenlos im gegnerischen Feld. Dombühl konnte nur noch einmal den Rückstand kurzzeitig verkürzen, bevor Schwaig das Tempo erhöhte und Bärtl den zweiten Matchball schließlich bei 24:16 in der gegnerischen Feldhälfte einschlagen ließ.

Trainer Andrey Soloninkin war zufrieden. Vor allem die nahezu fehlerfreie Leistung in den letzten drei Sätzen hat das wahre Potenzial der Schwaiger Damen gezeigt. Diese klettern mit den beiden Siegen auf Platz 5 der Landesliga-Tabelle. Am 4. Februar geht es zum direkten Verfolger TSV Röttingen, den man im Hinspiel knapp 3:2 besiegen konnte.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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