TVA eilt von Sieg zu Sieg

Volle Power, aber keine volle Halle

Prädikat sehenswert: Katharina Schön packt gegen Mauerstetten den Hammer aus. | Foto: Daniel Frasch2019/12/Altdorf-TV-Schoen-Katharina.jpg

ALTDORF – Der TVA manifestiert gegen Mauerstetten die Tabellenführung in Liga 3. Doch auf der Tribüne klaffen trotz überraschend guter Leistungen noch immer einige Lücken.

Vielleicht steckt doch mehr hinter den jüngsten Siegen der TVA-Drittliga-Damen, als ein herbstlicher Höhenflug. „Kein Spiel auf Top-Niveau, aber eine solide Leistung über drei Sätze hinweg“, sagt Altdorfs Trainerin Christina Kosikowski zufrieden. Mit dem 3:0 (25:21, 25:18. 25:20) hält Altdorf den Tabellenvierten SV Mauerstetten klar auf Distanz.

Im Auftaktsatz des siebten Saisonspiels waren beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe. Altdorf agierte mit zwei Liberas, Christine Prügel und Lisa Saß, die beide der Annahme Sicherheit verliehen. Altdorfs Team um die souveräne Zuspielerin Ellen Heimburger schaltete nach dem 19:19 einen Gang hoch und holte sich ohne Nervenflattern den Satzgewinn.

Hösch holt neun Punkte in Serie

Nach anfänglichen Missverständnissen in der Blocksicherung steigerte sich Altdorf im zweiten Durchgang. Zwei Spielerinnen prägten das Spielgeschehen besonders: zum einen Alisa Hösch, die mit einer beeindruckenden Aufschlagsserie von neun Punkten den Satz von einem 3:6 zum 12:6 drehte. Zum anderen Mittelblockerin Lara Krasser, die in der Netzmitte für entscheidende Punkte sorgte und sehr aufmerksam sicherte.

Ausgesprochen erfolgreich – oder auch glücklich – agiert in dieser Saison das Trainer-Duo Milan Dörnhöfer und Christina Kosikowski: Doppelwechsel beim Stand von 21:17 für Altdorf. Es kommen Lena Meier und Astrid Fürg. Beide Spielerinnen setzen in den Folgeaktionen die Akzente. Die beiden Coachs praktizieren Arbeitsteilung. Dörnhöfer, dicht am Spielfeld stehend, von dort Impulse vorgebend. Kosikowski auf der Bank sitzend, zuständig für Einzelcoaching und Taktik.

Senta Fößel kann nicht nur Blockarbeit. Foto: Daniel Frasch2019/12/Altdorf-TV-Senta-Foessel-gegen-Mauerstetten.jpg

Im abschließenden dritten Satz lagen die TV-Damen anfangs zurück, bis Spielführerin Katharina Schön zum 12:12 ausglich. Und am Satzende waren die TV-Damen wieder präsenter, unter anderem dank starker Blockarbeit von Senta Fößel und Alina Hösch. Die entscheidenden Punkte holte Mittelblockerin Annemarie Böhm, die am Schluss eingewechselt wurde.

TVA-Zuspielerin Ellen Heimburger mit der Rückennummer 5 hatte sogar noch etwas mehr Grund, glücklich zu sein. Zum dritten Mal in dieser Saison wurde sie nach der Partie zur MVP, der wertvollsten Spielerin, auf Altdorfer Seite ausgezeichnet. „Das ist natürlich schön“, meint sie, „aber wichtiger ist, dass der TV gewinnt“. In der Tabelle führt Altdorf nun mit 18 Punkten und 20:9 Sätzen.

„Der Umzug hat Zuschauer gekostet“

Was dem TVA jetzt noch zu einem echten Spitzenteam fehlt, ist der Zuspruch der Altdorfer Sportinteressierten. „Natürlich wäre es schöner für uns, wenn die Halle mal wieder richtig voll wäre. Immerhin sind wir Spitzenreiter“, sagt etwa Eigengewächs Nadja Nawrat und versucht, im eigenen Umfeld für ihren Verein zu werben.

Ihr Trainer pflichtet der 17-Jährigen bei. Die Mannschaft spiele eine tolle Saison und habe es verdient, mal wieder in einer vollen Halle zu spielen. Dörnhöfer glaubt sogar zu wissen, woran es liegt, dass selbst bei Spitzenspielen zahlreiche Plätze leer bleiben. „Der Umzug nach Schwaig, den wir vor einigen Jahren während des Neubaus der Dreifachturnhalle in Altdorf machen mussten, hat uns schon einige Zuschauer gekostet“, meint er, „jetzt dauert es einfach, bis die Menschen registrieren, dass in Altdorf wieder guter Volleyballsport geboten wird“.

Info: Am kommenden Wochenende steht ein Doppelspieltag an. Am Samstag reisen die Damen zum TSV Eibelstadt, am Sonntag empfangen sie zu Hause ab 16 Uhr den VC DJK München-Ost.

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