Nur wenige Spiele im Kreis Neumarkt/Jura

Unterferrieden überrollt die Feuchter Reserve

Auch bei den wenigen Angriffen der Feuchter blieben die Unterferriedener (blaue Trikots) so konzentriert, wie es sich für einen Spitzenreiter gehört. | Foto: kk2017/03/svunterferriedentsvfeuchtII.jpg

NÜRNBERGER LAND – Der März ist zwar kein April, macht aber heuer ebenfalls was er will: An diesem Wochenende den Amateurfußballern im Nürnberger Land auf jeden Fall einen dicken Strich durch die Rechnung. Nur wenige Partien konnten stattfinden.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: SC Grosschwarzenlohe – TSV Winkelhaid 3:1 (1:0) – Bereits in den ersten Minuten war die Heimmannschaft überlegen – die eklatanten Fehler der TSV‘ler waren die Ursache, dass bereits in der 11. Minute die SC‘ler mit 1:0 in Führung gehen konnten. Eine schläfrige TSV-Abwehr war nicht fähig, nach einem Freistoß das Leder aus der Gefahrenzone zu bringen. Winkelhaid hatte keinerlei Struktur im Spielaufbau, die Mannschaftsteile waren nicht gut aufeinander abgestimmt, sodass sich für den SC immer wieder Großchancen ergaben, die aber nicht genutzt wurden. Erst in der 25. Minute der Versuch eines Torschusses durch Bachmeier. Glück hatten die TSV‘ler dann in der 40. Minute, als nach einem Patzer von Hintze Neuzugang Fleischmann gerade noch das zweite Tor verhindern konnte.

In der 47. Minute wieder einer der vielen Fehlpässe der Winkelhaider im Mittelfeld. Die SC‘ler nutzten diese Unachtsamkeit und erzielten das 2:0. Nun war das Spiel der Gäste noch fahriger und ein Fehlpassfestival sollte folgen. Es war kein Aufbäumen zu spüren und die Heimelf konnte beruhigt abwarten. Wie aus dem Nichts in der 57. Minute dann eine Riesenchance für den TSV durch Neubert. Er vergab aber völlig freistehend. So war es nicht verwunderlich, dass die Heimelf in der 65. Minute zum 3:0 traf. Wieder war es ein katastrophaler Abwehrfehler des TSV; Fleischmann und Neubert waren sich nicht einig. In der 79. Minute kam Winkelhaid noch durch einen Foulelfmeter zum 3:1. Marcel Diaco verwandelte sicher. Obwohl die Heimelf nun merklich nachließ, verstanden es die Winkelhaider nicht, weitere Chancen zu generieren.

Für den TSV gilt es nun, der Realität ins Auge zu blicken und sich auf die Tugenden des Abstiegskampfs zu konzentrieren, was dann heißt: Kampf, Teamgeist, Zweikampfverhalten, Konzentration.

1. FC Schwand – TSV 04 Feucht 1:1 (1:1) – Nach dem Überraschungssieg in der Vorwoche gegen den TSV Wolfstein kam die Steuer-Elf beim ebenfalls abstiegsbedrohten FC Schwand nur zu einem Remis. Mit nahezu dem selben Aufgebot ging der TSV in der 9. Minute mit 1:0 in Front: Nach einer Freistoßhereingabe von Basti Löhr kam sein Bruder Stephan zum Abschluss, aber der Schwander Keeper reagierte glänzend. Der Abpraller landete jedoch bei Luca Bader, der querlegte auf den besser postierten Adrian Kouba, dessen Schuss unter die Latte im Tor einschlug. Danach war das Spiel beider Teams sehr zerfahren, Feucht lauerte dabei auf Konter und hatte durch Luca Bader, der nach Flanke von Kouba den Ball nur knapp verpasste, sowie Oli White mit einem Schuss aus sieben Metern gute Möglichkeiten, um die Führung auszubauen. Fast aus dem nichts fiel vor dem Seitenwechsel der Ausgleich für Schwand nach einem abgefälschten Fernschuss durch Kevin Biallas, der rechts unten im Kasten der Feuchter einschlug.

In der zweiten Hälfte hatte der TSV mehrmals die Führung auf dem Fuß: Gleich zu Wiederbeginn hatten jedoch die Hausherren eine Schusschance, die von TSV-Keeper Willig vereitelt wurde. In der 65. Minute wurde Stephan Löhr im Strafraum gelegt, den fälligen Elfer konnte sein Bruder Sebastian nicht im Tor der Heimelf unterbringen. Nur drei Minuten später wurde Stephan Löhr von Serdar Özivgen klasse in Szene gesetzt, jedoch stand dieser im Abseits. Beide Teams beendeten das Spiel mit zehn Mann nach Platzverweisen für Basti Löhr auf Seiten der Feuchter sowie Nicolai Knorr von Schwand.

Altdorfs Neuzugang Lukas Papadopoulos (r.) lässt sich trotz massiver Behinderung die Chance nicht nehmen und versenkt den Abpraller zum 1:0 im Netz. | Foto: DV2017/03/fcaltdorfsvlauterhofen.jpg

Kreisklasse Ost: FC Altdorf – SV Lauterhofen 2:1 (1:0) – In einer kampfbetonten Partie kam der SVL im Verfolgerduell in der 10. Minute das erste Mal gefährlich vor das Tor der Heimelf, der Schuss aus knapp 20 Metern war jedoch eine sichere Beute für Torhüter Michael Wiesner. Gute fünf Minuten später dann der erste Angriff des FCA. Thomas Lechner bediente Stefan Wiechers mit einem langen Ball, doch der Abschluss des Altdorfer Spielertrainers landete neben dem Kasten. Nur wenige Minuten später kam Kapitän Florian Auer nach einem Freistoß zum Nachschuss, der jedoch übers Tor ging. Nach knapp einer halben Stunde fiel dann die Führung für die Heimelf. Während die Spieler aus Lauterhofen noch über einen Einwurf an der Mittellinie diskutierten, wurde Nico Jacob über außen auf die Reise geschickt. Der Altdorfer Flügelspieler legte den Ball dann überlegt von der Außenlinie zurück auf Lukas Papadopoulos, der seine Gegenspieler narrte und die Kugel dann zur 1:0-Führung in die Maschen drosch.

Nur ein paar Zeigerumdrehungen später verfehlte ein Abschluss der Gäste knapp das Tor und in der 43. Minute konnte sich dann Torhüter Wiesner abermals auszeichnen und eine Kombination der Gäste zur Ecke lenken.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde ersichtlich, dass sich die Gäste noch einiges vorgenommen hatten. Mit Windunterstützung drängten sie die Gastgeber teilweise tief in die eigene Hälfte zurück, wobei der FCA stets durch Konter gefährlich blieb. Nach knapp einer Stunde Spielzeit fiel dann der Ausgleich für den SVL, im Anschluss an einen Freistoß schaltete Christian Spitz am schnellsten und staubte zum 1:1 ab. In der 76. Minute mussten die Fans des FC nochmals kurzzeitig die Luft anhalten, bei einem Angriff der Gäste über die rechte Seite sprang der Ball einem Altdorfer Abwehrspieler an den Fuß, zum Glück aber von dort knapp am Tor vorbei ins Toraus.

In der 79. Minute sorgte dann einer der gefährlichen Altdorfer Konter für den etwas kuriosen Führungstreffer. Im Anschluss an einen langen Ball der Altdorfer Hintermannschaft schlug der Gästekeeper knapp 20 Meter vor dem Tor ein Luftloch und ermöglichte so Onur Togrul das 2:1, der keine Mühe hatte das Leder unbedrängt ins leere Gehäuse zu schieben. Lauterhofen warf im Anschluss nochmals alles nach vorne, kam aber nur noch zu ein paar gefährlichen Freistoßaktionen.

Kampfbetont und nichts für Fußballästheten: Die Partie der Oberferriedener (schwarze Trikots) gegen Litzlohe entsprach den Platzverhältnissen. | Foto: kk2017/03/fsvoberferriedendjklitzlohe.jpg

FSV Oberferrieden – DJK Litzlohe 0:1 (0:0) – In einem kampfbetonten Spiel bei schwierigen Platzverhältnissen gestaltete sich die erste Hälfte ausgeglichen. Beide Mannschaften kamen zu kleineren Torchancen, welche aber nicht zu Toren führten.

Nach der Halbzeit übernahm Oberferrieden immer mehr das Kommando, Litzlohe stand allerdings gut und versuchte durch Konter zum Torerfolg zu kommen. Mit einer der wenigen guten Kombinationen im Spiel gingen die Gäste dann in der 63. Minute in Führung, Stephan Weihrauch legte an der Strafraumgrenze quer zu Roland Kerschensteiner, der aus ca. zehn Metern eiskalt versenkte. Der FSV warf mit zunehmender Spielzeit nochmal alles nach vorne, um zumindest noch ein Unentschieden zu erreichen, die Bemühungen wurden allerdings nicht belohnt, so dass der Treffer zum 0:1 auch das Siegtor für die Gäste bedeutete.

A-Klasse Nord Ost: SV Unterferrieden – TSV Feucht II 9:2 (5:0) – Das 1:0 erzielte Fabian Hirschmann, der nach Zuspiel von Sven Weiß mühelos einschieben konnte (7.). Eines der wenigen Lebenszeichen von Feucht sendete Dennis Andörfer, der knapp am langen Eck vorbei zielte (12.). Auf 2:0 erhöhte in der 17. Minute Sven Weiß, der an der Mittelinie zum Solo ansetzte und mit einem schönen Heber über den Torwart für den SVU erhöhte. Nur eine Zeigerumdrehung später landete ein Heber von Alexander Haas am Pfosten, von dort sprang das Leder zu einem Feuchter Verteidiger, der den Ball dann im eigenen Tor unterbrachte (3:0/18.). Kurz darauf bekam Feucht die Chance zum Anschluss, Dominik Hirschmann im Tor der Blau-Weißen konnte den fälligen Strafstoß jedoch parieren (20.). Im Gegenzug gab es Torchancen im Sekundentakt für die Heimelf. Patrick Hereth, Alexander Haas, Fabian Hirschmann, Florian Koch und Sascha Weiß scheiterten allesamt mit ihren Schüssen entweder am stark haltenden Gästetorwart Fabian Ahrend oder die Feuchter Verteidigung brachte ein Bein dazwischen. Zum 4:0 war wiederum Sven Weiß der Vorlagengeber, nach seinem Zuspiel schob Patrick Hereth locker ein (29.). Kurz darauf bekam Sven Weiß den Ball am Strafraumeck aufgelegt und konnte mit einem Distanzschuss zum Halbzeitstand von 5:0 erhöhen (32.).

In der zweiten Hälfte schaltete die Heimelf zunächst etwas zurück, und so gestaltete sich das Spiel eine Zeit lang ausgeglichen. Einen Schuss von Marc Pistone konnte Dominik Hirschmann im Kasten der Gastgeber glänzend parieren (60.). Dann gab es eine Slapstick-Einlage am Röthweiher, ein zurückgespielter Ball, hoppelte dem SVU-Schlussmann über den Fuß und ins eigene Tor (5:1/65.). Kurz darauf stellte der Spitzenreiter den alten Tore-Abstand aber wieder her. Torjäger Alexander Haas legte quer auf Sascha Weiß, der locker zum 6:1 einnetzen konnte (70.). Dann traf auch Alexander Haas selbst, indem er einen Freistoß aus 20 Metern in den Winkel schlenzte (7:1/76.). Das 8:1 machte Alexander Mall, der mit einem schnell ausgeführten Freistoß von Alex Haas in Szene gesetzt wurde. Er nagelte das Leder unter die Latte (80.). Rene Reizammer konnte per Foulelfmeter für die Feuchter verkürzen (8:2/82.), ehe Alexander Mall nach Vorarbeit von Stephan Grießemer und Patrick Hereth in der Schlussminute den 9:2-Endstand herstellte.

FC Sindlbach – SV Moosbach 5:0 (3:0) – Nicht den Hauch einer Chance hatte der SVM beim Gastspiel in Sindlbach. Bereits nach 30 Minuten stand die Heimelf nach Treffern von Fügl, Reif und Pöhner bereits als Sieger fest. Nach der Pause schraubten die Gastgeber das Ergebnis durch zwei Treffer von Wetzstein auf 5:0 und hatten noch weitere hochkarätige Möglichkeiten, doch SV-Keeper Steffen Feierler, der auch einen Elfmeter parierte, verhinderte schlimmeres. Moosbach fand über die gesamte Spielzeit nicht statt und ließ die Hausherren nach Belieben schalten und walten.

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