Kreisklasse Ost

Unterferrieden mischt plötzlich oben mit

Und weg damit! Mit ihrem konsequenten Abwehrverhalten hielten die Unterferrieder Minimalisten (blaue Trikots) ihre Gegner bestens in Schach. | Foto: Kaufmann2018/10/svunterferrieden_svpostbauer.jpg

NÜRNBERGER LAND – Während im Kreisoberhaus die heimischen Vereine aktuell gemeinsam im Tabellenkeller versauern, ist das Bild eine Etage tiefer komplett anders herum: Hier haben sich die Unterferrieder mit ihrem Sieg über Postbauer nun zum schärfsten Verfolger von Spitzenreiter Berg aufgeschwungen. Direkt dahinter folgen der ehemalige Primus FC Altdorf und der zu Saisonbeginn als Titelkandidat gestartete TSV Feucht

Kreisklasse Ost Neumarkt/Jura: SV Unterferrieden – SV Postbauer 1:0 (1:0) – In den ersten Minuten im Spiel gegen des SV Postbauer tasteten sich die beiden Mannschaften zunächst noch ab und waren darauf aus, sicher ins eigene Spiel zu bekommen. Mit der ersten zwingenden Chance gingen die Gastgeber in Führung. Ein gut getretener Freistoß von Alexander Haas fand mit Fabian Hirschmann einen Unterferriedener Abnehmer, der zum 1:0 vollendete (24.). In der ersten Halbzeit konnten die Gäste ebenfalls nur doch einen Standard gefährlich werden. Ein direkter Freistoß von Postbauers Stürmer Jürgen Bayer konnte allerdings vom soliden auftretenden SVU-Torwart Dominik Hirschmann entschärft werden. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Kampfspiel mit vielen kleinen Fouls, es wurde jedoch nicht bösartig. Der SV Postbauer rannte immer wieder an. Zwingende Torchancen konnten sie sich allerdings nicht erspielen. Die Hausherren verpassten es ihrerseits den Deckel auf das Spiel zu machen, indem sie mehrere gute Kontergelegenheiten zu ungenau zu Ende spielten. Am Ende war es ein Arbeitssieg für die Elf von Holger Gisske.

Der 2:1 Führungstreffer für die Feuchter durch Tobias Streller. | Foto: Schnelle2018/10/scoberoelsbach_tsvfeucht.jpg

SC Oberölsbach – TSV 04 Feucht 1:3 (1:0) – Trotz 1:0-Rückstand nach 45 Minuten entführten die 04er verdiente drei Zähler beim gastgebenden SC Oberölsbach. Die Heimelf setzte von Beginn an auf Konter, welche die Völkel-Elf aber geschickt unterband. Feucht hatte in den ersten 30 Minuten ein spielerisches Übergewicht und drückte auf den Führungstreffer, jedoch wurden die Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende gespielt. Es herrschte dann etwas Nervosität im Spiel der Zeidlerelf, die der SCO gekonnt ausnutzte. Einen Konter über die linke Seite vollstreckte Beqir Beqiray, der aus stark abseitsverdächtiger Position die Kugel an TSV-Keeper Willig vorbei ins Tor spitzelte (37.).

Nach dem Seitenwechsel hatte der TSV weiterhin das Heft in der Hand und erzwang in der 71. Minute den Ausgleichstreffer durch ein Eigentor der Heimelf, als nach Eckball und Kopfballverlängerung durch Francesco Restino die Kugel vom Körper eines Oberölsbacher Verteidigers ins Tor sprang. Nur vier Minuten später gelang Feucht mit der besten Szene des Spiel der Führungstreffer zum 1:2: Torschütze war Tobias Streller, der die Situation selbst über links einleitete, sich mit Lukas Halbig und Astrit Veliqi prima bis in den gegnerischen Strafraum kombinierte und aus 13 Metern überlegt ins Eck abschloss. Die Gastgeber warfen in den verbleibenden Minuten nun alles nach vorne, um wenigstens zu einer Punkteteilung zu kommen. Doch Stephan Löhr machte nach herrlichem Flugball von Verteidiger Matthias Meinhardt, der von Veliqi schön weitergeleitet wurde, in der 92. Minute den Deckel zum 1:3 drauf.

FB Reichertshofen – FC Altdorf 3:1 (1:0) – Nach den 90 Minuten war der Ärger bei den Altdorfern groß. Denn ihrer Ansicht nach hatten sie an diesem Tag nicht nur Reichertshofen zum Gegner, sondern auch den Unparteiischen, mit dessen Entscheidungen die Wallensteinstädter gleich mehrmals haderten. In der 20. Minute blieb FCA-Torhüter Michael Wiesner nach einem Zusammenprall im Fünfmeterraum liegen. Nachdem die Altdorfer Spieler reklamiert hatten, das Spiel doch deswegen zu unterbrechen, pfiff der Referee und gab an der 16-Meter-Linie Freistoß wegen Meckerns für Reichertshofen. Dieser wurde zum 1:0 verwandelt. Fünf Minuten später schoss Philipp Knogl knapp am langen rechten Eck vorbei. Die nächste Fehlentscheidung zuungunsten der Altdorfer Mannschaft passierte in der 42. Minute, als der Schiedsrichter, der sich eigentlich nur im Mittelkreis aufhielt, Lucas Papadopulos alleine vor dem Torwart wegen Abseits zurückpfiff, obwohl ein FB-Spieler wenigsten fünf Meter näher zum eigenen Tor stand.

Nach der Halbzeit waren die Gäste klar die bessere Mannschaft. Ein Freistoß von Florian Auer landete an der Querlatte des FB-Gehäuses (49.). Nach 55 Minuten verwandelten die Gastgeber einen weiteren Freistoß unhaltbar zum 2:0. Lucas Papadopulos verkürzte nach einer Stunde per Kopf auf Flanke von Philipp Knogl zum 2:1. Nun waren die FCAler klar am Drücker. Doch Nico Jakob und abermals Philipp Knogl konnten ihre klaren Torchancen nicht verwerten. Als der Schiedsrichter, dem das Spiel nun immer mehr aus den Händen glitt, in der 70. Minute eine weiteren unberechtigten Freistoß für Reichertshofen gab, versenkten die Gastgeber diesen zum 3:1 im Altdorfer Kasten. Zehn Minuten vor dem Ende erzielte Lucas Papadopulos nach Kopfballvorlage von Nico Jakob das 3:2. Doch diesem scheinbar regulären Treffer versagte der Schiedsrichter nun die Anerkennung wegen eines angeblichen Abseits.

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