Kreisklasse 4

TV Leinburg: Ein Team auf der Suche nach sich selbst

TV Leinburg Denis Opcin
Denis Opcin gibt beim TV Leinburg trotz seiner 39 Jahre auch weiterhin auf dem Platz die Richtung vor. | Foto: Keilholz2019/08/DSC00802-1.jpg

LEINBURG – Trainer Denis Opcin will beim TV Leinburg eine junge Mannschaft weiterentwickeln. Dazu gehört auch, einen Verteidiger zum Stürmer umzuschulen.

Nach einer weitestgehend unspektakulären Saison will der TV Leinburg in der Kreisklasse 4 einen weiteren kleinen Schritt nach vorne gehen. Trainer Denis Opcin, der trotz seiner 39 Jahre weiter die Fußballschuhe schnüren und auf dem Platz die Zügel in der Hand halten will, hat sich zusammen mit seinem Co-Trainer Christian Ulhaas als Ziel für die neue Saison eine bessere Platzierung als Platz zehn der vergangenen Spielzeit gesetzt.

Wenn es gut läuft, könnte Opcin mit seiner Elf ans erste Tabellendrittel hin schnuppern. Läuft es allerdings weniger gut, wird man sich strecken müssen, um sich von der Abstiegszone fern zu halten.

Nimmt man die Eindrücke der Vorbereitung als Maßstab, trifft allerdings eher Letzteres zu: Opcin und seine Elf werden ihre Blicke eher in Richtung Tabellenkeller richten müssen und darauf bedacht sein, nicht in den Abstiegssog zu geraten. Zwar sollte man die Saisonvorbereitung nicht überbewerten, doch diese ist von den Ergebnissen her alles andere als gut gelaufen.

Grundschliff im Trainingslager

Bei einem dreitägigen Trainingslager in Bergen bei Weißenburg hat sich die Mannschaft zwar den körperlichen Grundschliff geholt. Zahlenmäßig stehen in der Vorbereitungsphase allerdings einem Sieg vier teils happige Niederlagen gegenüber, darunter eine 3:6-Pleite im letzten Testspiel gegen Großschwarzenlohe II.

Dass seine Elf gegen die alten Sportfreunde aus Großschwarzenlohe, wo Opcin vor seinem Engagement in Leinburg als Trainer erfolgreich gewirkt hat, nach einer 2:1-Halbzeitführung am Ende mit 3:6 baden gegangen sind, ist ihm sauer aufgestoßen. Dies vor allem, weil die Defensivreihe den Gegner in der letzten halben Stunde durch krasse Fehler regelrecht zum Toreschießen eingeladen hat. Opcin: „Das war hoffentlich ein Warnschuss zur rechten Zeit“.

Leinburgs Torquote stimmt

Als Entschuldigung für den Einbruch in der zweiten Halbzeit mag gelten, dass die Spieler nach der harten Vorbereitung ausgelaugt und mit ihrer Kraft am Ende waren. Zumindest hat gegen die Reserve des Landesligisten die Torquote gestimmt, nachdem bei den drei vorangegangenen Testspielniederlagen kein einziger Treffer gelungen war.

Momentan arbeitet Trainer Opcin noch daran, die personelle Lücke zu schließen, die Sebastian Löhr hinterlassen hat. Der 31-jährige, der zusammen mit Opcin als „Sechser“ eine zentrale Rolle im Mittelfeld gespielt hat und mit neun Treffern auch Leinburgs erfolgreichster Torschütze gewesen ist, hat nach nur einer Saison seine Zelte im Weißenbrunner Sportpark bereits wieder abgebrochen und schnürt künftig für den Nürnberger A-Klassisten TSV Altenfurt die Fußballschuhe.

Ein Aspirant auf die zentrale Position im Mittelfeld neben dem Trainer ist Moritz Lanzendörfer. Ob der erst 19-Jährige jedoch bereits in der Lage ist, in die Fußstapfen von Sebastian Löhr zu schlüpfen und die ihm zugedachte Rolle neben dem 20 Jahre älteren Opcin auszufüllen, muss sich zeigen.

Bei einer weiteren personellen Rochade – Tobias Prosch ist vom Defensivspieler zum Stoßstürmer umfunktioniert worden – hofft das Trainerduo Opcin/Uhlhaas, dass damit im Angriff der große Wurf gelingt und dieser in seiner neuen Rolle groß herauskommt.

Scherau-Derby Ende August

Zum Saisonauftakt wartet mit Absteiger SG Oberes Pegnitztal gleich ein harter Brocken auf die Opcin-Elf. Zur Heimpremiere gastiert am Freitag, 16. August, die SpVgg Weigendorf-Hartmannshof im Sportpark. Darauf folgt ein weiteres Heimspiel gegen den letztjährigen Tabellensiebten SV Neuhaus (25. August), bevor vier Tage später das Scherau-Derby bei der SpVgg Diepersdorf II steigt.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz