Kreisklasse Ost

TSV Winkelhaid: Kreisklasse als Zwischenstation

TSV Winkelhaid
Nach einer verkorksten Spielzeit mit vielen Dauerpatienten kann Trainer Matthias Krafft (hinten 2. v. r.) endlich wieder personell aus dem Vollen schöpfen. | Foto: TSV Winkelhaid2019/08/tsvwinkelhaid_mannschaftsfoto.jpg

WINKELHAID – Der ehemalige Bezirksligist TSV Winkelhaid ist nun im Unterhaus angekommen. Das soll aber nur ein kurzes Intermezzo bleiben.

Machen es die Blau-Weißen wie die Rot-Schwarzen? Der neue FCN-Vorstand Robert Palikuca hat seinem Team einen klaren Zeitplan vorgegeben: Spätestens nach zwei Spielzeiten in der 2. Liga soll der Ruhmreiche wieder ins Oberhaus zurückkehren. Nahezu identisch klingt Winkelhaids Fußball-Abteilungsleiter Markus Lang, der nebenbei auch als Vorsitzender der Clubfreunde Winkelhaid fungiert, wenn er über die Ziele seiner TSV-Mannschaft spricht: „Wir wollen schon um den Aufstieg mitspielen und spätestens in zwei Jahren wieder in der Kreisliga zurück sein.“

Nach 21 Jahren in der Bezirksliga und Kreisliga musste der TSV Winkelhaid letzte Saison abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz den Gang in die Kreisklasse antreten.

Die Mannschaft und das Trainerteam haben erkannt, dass die mangelnde Fitness einer der Gründe war, warum es in der letzten Saison gar nicht klappte. Folgerichtig legte man auch in der Vorbereitung den Fokus auf den körperlichen Bereich und zog die Zügel straff an.

„Die Spieler zogen in schweißtreibenden Trainingseinheiten gut mit, und man konnte die miserable Trainingsbeteiligung aus der letzten Saison bislang wettmachen“, äußert sich Abteilungsleiter Markus Lang zufrieden.

Integration der Jugendspieler

Personell baut man beim Absteiger zur neuen Saison auf die feste Integration der Jugendspieler Sebastian und Yannick Dambaur, sowie Okan Findik und Fabio Hochsam. Wie Abteilungsleiter Lang weiter erläutert, gaben zwar alle vier bereits letzte Saison ihre Visitenkarte im Herrenbereich ab, jedoch sei die Doppelbelastung aus U19 und Herrenbereich deutlich spürbar gewesen.

Mit Martin Wießler vom SV Stauf, der zwischenzeitlich nach Winkelhaid gezogen ist, konnte man einen erfahrenen Spieler verpflichten. Er löst den bisherigen Co-Trainer Christoph Hormess ab.

„Martin hat bereits in den Testspielen gezeigt, dass er als Leader für unsere junge TSV-Truppe vorangehen kann. Außerdem stehen uns mit Marcel Diaco, Rico Neubert, Tobias Leykauf und Armin Goss vier Langzeitverletzte wieder zur Verfügung, die letzte Saison kaum oder gar nicht mitwirken konnten“, so ein optimistischer Abteilungsleiter weiter.

Nicht unerwähnt möchte er dabei lassen, dass dieses Quartett zu Zeiten der glorreichen Bezirksligavergangenheit des TSV zu den Leistungsträgern zählte.

Mehr Konkurrenzkampf

Da Cheftrainer Matthias Krafft aufgrund der oben beschriebenen Situation wohl endlich einmal wieder aus einem großen Pool aus beinahe gleichwertigen Spielern wählen kann, lautet das Ziel, zeitnah wieder in die Kreisliga zurückzukehren. Als Meisterschaftsfavoriten nennt Lang den Mitabsteiger aus Deining. Zu potenziellen Absteigern hüllt er sich in Schweigen.

Die Testspielergebnisse der Winkelhaider waren allerdings eher durchwachsen. Im Pokal schied man mit drei Niederlagen aus, wobei man bis auf das Spiel gegen den SV Rasch allerdings überwiegend mit der zweiten Garnitur angetreten war.

In der besagten Partie gegen den Nachbarn aus Rasch konnten die TSVler dann auch offensiv durchaus mit guten Ansätzen gefallen. Und zum Abschluss klappte es dann sogar mit einem Sieg bei Kreisligist Kammerstein.

Es ist also durchaus möglich, dass TSV-Boss Lang am Ende der Saison gleich doppelt frühzeitig feiern kann: den Aufstieg seiner Winkelhaider und den seines Club.

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