Winkelhaiderinnen verlieren beim Spitzenreiter, aber Neu-Trainer Wilfing weiß, was zu tun ist

TSV: Niederlage mit klaren Erkenntnissen

WINKELHAID – Die Bayernliga-Damen des TSV Winkelhaid sind beim Tabellenführer HSV Bergtheim mit 21:41 (9:22) unter die Räder gekommen. Ihr neuer Coach Sebastian Wilfing zog jedoch aus dem Spiel seine ersten Schlüsse und weiß, woran er arbeiten muss.
Auch wenn man sich von vorne herein nicht abschreiben sollte, hatte sich beim TSV gegen den ungeschlagenen Tabellenführer niemand große Chancen ausgerechnet. Allerdings wollten die Winkelhaiderinnen schon ein wenig Paroli bieten und nicht von Beginn an die Köpfe hängen lassen. Bei den bisherigen Spielen hatten die TSV-Damen vor allem den Anfang verschlafen und waren dann immer erst in der zweiten Hälfte aufgewacht. Die erste große Vorgabe des neuen Coaches lautete also, von Beginn an in das Spiel zu finden.
Auch wenn das Endergebnis gegen den TSV spricht, haben sich die Handballerinas weitaus besser verkauft, als bei vielen anderen Spielen bisher. Sie stellten eine solide 5:1-Deckung, die aber eher in die Defensive arbeiten sollte und Lena Bauer erledigte im Tor den Rest. Im Gegensatz zu vermeintlich schwächeren Gegnern, stand die Abwehr über weite Strecken des Spiels standhaft als Einheit.
Mit kleinem Kader angereist
Wie konnte es also trotzdem zu so einem hohen Endergebnis kommen? Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Bergtheim war schon immer eine Mannschaft, die viel über Konter und schnelle Angriffe über die zweite Welle geht. Da der TSV personell geschwächt nach Bergtheim anreisen musste und nur zwei Auswechselspieler auf der Bank hatte, konnte man nicht konsequent gegen das schnelle Spiel der Gastgeber arbeiten. Sie probierten alles, um dem Gegner die Möglichkeit zu nehmen, in Konter zu starten. Doch aufgrund des der kleinen Kadern und der somit schwindende Konzentration schlichen sich besonders im Angriff viele Fehler ein. Diese Fehler wurden von den Gastgebern aus Bergtheim gnadenlos bestraft.
Wenn man ein Resümee aus dem Spiel ziehen muss, dann, dass der TSV sich besser verkauft hat, als das Ergebnis zeigt. Hätte man die Konter vermeiden können und beim ein oder anderen Angriff mehr Cleverness bewiesen, wäre das Ergebnis weniger dramatisch ausgefallen.
Coach Wilfing nach dem Spiel: „Ich bin jemand, der nicht gerne verliert, aber mal Hand aufs Herz, wer tut das schon. Ich habe jetzt von der Bank aus beobachten können, dass die Mannschaft Potenzial besitzt und ich weiß nun, an was ich alles zu arbeiten habe. Die erste große Generalprobe wird nun in der kommenden Woche DJK Rimpar werden.“
Headcoach Wilfing hat nun eine schwere Aufgabe vor sich. Bereits am kommenden Wochenende kommt es zum Kellerduell, bei dem äußerst wichtige Punkte verdient werden müssen.

Pasqual Maisel

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer, Schewetschek (im Tor), Gügel 4, Höcht, Götz 4, Fuchs, Rücker 2, Christlein 2, Schulz 2, Erdamnn 7;

N-Land Der Bote
Der Bote