Feuchter Volleyballerinnen zu verzagt gegen Eibelstadt

TSV-Mädels fehlte der Glaube an sich selbst

Die Feuchter Volleyballerinnen kamen gegen Favorit Eibelstadt schwer unter Druck, aus dem sie sich auch nicht mehr befreien konnten. | Foto: kk2015/11/DSC_2873.jpg

FEUCHT – Für die Bayernliga-Volleyballerinnen des TSV Feucht gab es an diesem Wochenende in Eibelstadt nichts zu bestellen. Das Team hatte weder die passende Form noch ausreichend Mut im Gepäck, um sich ernsthaft gegen die 0:3-Niederlage zu stemmen.
Dem TSV Feucht war vor Abreise klar, dass er es wieder mit einem Hochkaräter zu tun bekommen wird und deshalb ein ähnliches Husarenstück gelingen müsste wie in der Vorwoche gegen den SV Hahnbach. Deshalb forderte Trainer Armin Hoefer von seiner Mannschaft mit mindestens genauso viel Mut in die Partie zu gehen.
Allerdings war die Körpersprache schon beim Warmspielen eine ganz andere. Es war viel zu leise, wirkte stellenweise schüchtern oder gar eingeschüchtert. Auch die Leistung bei der eigenen Netzzeit war alles andere als ein Mutmacher. Schon hier gelang kaum eine Annahme oder ein sehenswerter Angriff.
So gingen die Gäste in ein Match, dass sich wohl einige Spielerinnen vom Start nicht zugetraut hatten und genauso ging der erste Set auch klar mit 17:25 verloren. Dabei zerlegte der Eibelstädter Aufschlag die Feuchter Annahme schier in seine Einzelteile. „Wir waren leider nie wirklich in der Lage dagegenzuhalten“, so Hoefer. Zu schwach war der TSV an diesem Tag in allen Bereichen aufgestellt. Man muss aber auch sagen, dass bei Eibelstadt keine wirkliche Schwäche auszumachen war und die Gastgeberinnen zogen zum Teil ein Angriffsspiel auf, das im Feuchter Block zu leichten Schwindelgefühlen sorgte.
Im zweiten Set stellte Hoefer rigoros um, brachte eine Formation mit drei Mittelblockern und nahm ab Mitte des Satzes auch noch die Libera aus dem Spiel. Fortan ließ er sein Team teilweise im Zweierriegel annehmen, das Ergebnis war auf jeden Fall nicht wirklich schlechter. Erneut zogen die Eibelstädterinnen schnell davon, doch irgendwann wehrten sich die TSVlerinnen dann doch und kämpften sich Punkt um Punkt heran, glich kurz vor Satzende aus, um dann doch den Durchgang abzugeben (23:25).
Das war nun eine Phase, in der sich die Defensive etwas steigerte und der TSV in so manchen langen Ballwechsel kam, am Ende reichte es gegen einen stark aufspielenden Gegner aber nicht.
Im Angriff war der Wurm drin 
Hoefer blieb bei diesem System, brachte aber wie schon teilweise im zweiten Set nun fest Nina Limmeroth, die sich gut verkaufte. Das Gesamtbild war aber unverändert. Eibelstadt zog gleich wieder an, setzte sich erneut schnell ab. Der TSV versuchte sich nach Kräften zu wehren, kam dank einiger guter Aufschlagserien wiederum heran, um am Ende dann doch den Kürzeren zu ziehen (22:25). Es zeigte sich an diesem Tag auch, dass im Angriffsspiel der Wurm drin war. Nur selten konnte Eva Kossack ihre Angreiferinnen in Position bringen.
„Das war heute einfach eine Hausnummer zu gut, was Eibelstadt gespielt hat. Das kann passieren und ist auch kein Beinbruch, nur die Art und Weise, wie wir nur bedingt gegengehalten haben, hat mir nicht gefallen“, betonte Hoefer. Ansonsten sollte die Truppe das Spiel abhaken und die passende Reaktion zeigen. Denn in den nächsten Partien – zuhause gegen den TV Mömlingen und den VC Katzwang-Schwabach – sollten in 2015 noch einige Punkte herausspringen, um die bisher gute Hinrunde abzuschließen.
Pass kam nicht rechtzeitig
Dann wird auch Linda Scharpf zur Verfügung stehen. Sie war noch nicht spielberechtigt. Dabei wurde ihr Pass extra mit Post-Express versandt mit spätester Zustellung 12 Uhr mittags. Aber wenn man etwas Dringendes versendet, sollte man sich eben nicht auf die Post verlassen … der Pass war abends noch nicht beim Staffelleiter eingetroffen.

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