Fußball Bezirksliga Nord:

Tormann hält Derbysieg fest

Volles Haus: 400 Zuschauer sorgten beim Derby zwischen SpVgg Hüttenbach und FC Ottensoos für einen würdigen Rahmen. Sie sahen ein spannendes Spiel, in dem die beiden Torhüter starke Szenen hatten. Hier pflückt Paul Königseder (FCO) einen hohen Ball herunter, auf den Torjäger Matthias Gruner (hinten 2. v. re.) spekuliert hatte. | Foto: Patrick Baer2019/07/Huba-FCO-270719-Konigseder-net.jpg

ERLANGEN-PEGNITZGRUND. Für einen würdigen Saisonauftakt sorgte das Pegnitzgrund-Derby zwischen SpVgg Hüttenbach und Aufsteiger FC Ottensoos vor 400 Zuschauern. Der Liga-Neuling zog dabei knapp mit 1:2 den Kürzeren, weil er einen Elfmeter in der Schlussphase nicht verwandelte. Damit endete die Ottensooser Serie von 33 Verbandsspielen ohne Niederlage gleich nach der ersten Partie in der neuen Liga. Einen Dämpfer kassierte auch der SK Lauf. Der Auftakt von Trainerikone Aleksandar Abutovic endete für ihn und seine Mannschaft mit einer klaren und verdienten 0:3-Heimniederlage. Aufhorchen ließ dagegen Lokalrivale FC Hersbruck: Der „Club“ startete mit einem 4:1-Heimerfolg gegen den SV Tennenlohe und ist damit der erste Tabellenführer der Saison.

SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf – FC Ottensoos 2:1 (2:0) — Mit Aufsteiger Ottensoos gastierte ein attraktiver Gegner am Pilzanger, der mit knapp 400 Zuschauern entsprechend gut gefüllt war. Beide Teams gingen die Partie recht verhalten an und legten viel Wert auf eine gut stehende Defensive. Demzufolge waren zunächst kaum Offensivaktionen zu verzeichnen. Einen Ballgewinn im Mittelfeld nutzte Hüttenbachs neuer Co-Trainer Bastian Leikam, um Matthias Gruner in Szene zu setzen. Dieser leitete weiter zu Julian Krause, der sich frei vor FCO-Schlussmann Paul Königseder nicht zwei Mal bitten ließ und zur Führung für die Hausherren einschob (18.). Auf der anderen Seite hatte Straußner nach einer Unstimmigkeit in der Hüttenbacher Innenverteidigung den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Dennoch hatte die Heimelf nun klare Vorteile und verpasste es zunächst, die Führung weiter auszubauen. Nach einer Einzelleistung tauchte Matthias Gruner vor Königseder auf, wollte aber – statt selbst abzuschließen – den mitgelaufenen Kreuz bedienen. Den Querpass konnte der richtig spekulierende FCO-Keeper verhindern. Wenige Minuten später setzte sich Leikam im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und konnte nur durch ein Foulspiel am Torschuss gehindert werde, zum Erstaunen der Zuschauer blieb aber die Pfeife von Schiedsrichter Leykamm stumm. Nach einem Eckball traf die Heimelf dann schließlich doch erneut ins Netz, als Andreas Gruner vollkommen freistehend einköpfen durfte (34.).
Im zweiten Durchgang schaltete die Heimelf den frühzeitig in den Verwaltungsmodus und agierte zunehmend passiv. Den Ottensoosern war hingegen zu jeder Zeit anzumerken, dass sie sich noch längst nicht geschlagen gaben. So sollte Hüttenbachs Schlussmann Sebastian Hartmann immer mehr in den Mittelpunkt rücken und letztendlich zum Matchwinner avancieren. Eine scharfe Hereingabe beförderte der eingewechselte Maric aus kurzer Distanz aufs Tor, Hartmann verhinderte aber mit einem Weltklasse-Reflex den Anschlusstreffer. Wenige Minuten später war er dann aber machtlos, als Kaller – von Adelmann bedient – im Strafraum zu viel Zeit und Raum hatte und mit einem trockenen Schuss aus 11m traf (71.). In der Schlussphase prallte dann bei einer Flanke Hartmann mit seinem Gegenspieler Patrick Schäfer zusammen. Zum Entsetzen der SpVgg-Anhänger zeigte der Schiedsrichter aufgrund dieser Aktion auf den Punkt. Allerdings lenkte Hartmann den von Florian Schuhmann getretenen Strafstoß an den Pfosten (89.) und rettete somit den Sieg der Heimelf.ndö
Tore: 1:0 (18.) Julian Krause, 2:0 (34.) Andreas Gruner, 2:1 (71.) Tim Kaller. Schiedsrichter: Julian Leykamm (JFG Schwarzachtal). Zuschauer: 400.

SK Lauf – ASV Veitsbronn-Siegelsdorf 0:3 (0:2) — Veitsbronn hatte den besseren Plan und war in allen Mannschaftsteilen überlegen, Lauf bekam zu wenig Zugriff auf das Spielgeschehen. Bereits in der 11. Minute konnte der Veitsbronner Stefan Sieder mit einem Sonntagsschuss von der 16er-Linie unhaltbar einschießen. Lauf konterte mit wütenden Angriffen und holte drei Ecken heraus, doch Zählbares brachte das nicht ein. Laufs Marc Schober vergab in der 34. Minute die Chance zum Ausgleich. Auf der Gegenseite konnte dafür nach einem schönen Angriff in der 43. Minute und einem von Laufs neuem Torwart Kaiser in die Mitte abgewehrten Ball Rick Bolz seine Farben sogar noch vor dem Pausenpfiff mit 2:0 in Führung schießen.
Die Pausenansprache von Trainer Abutovic sorgte in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit dafür, dass die Laufer neue Hoffnung schöpfen konnten. Nach guten Spielzügen hatte Marc Schober zweimal die Chance zum Anschlusstreffer, scheiterte jedoch immer am guten Torwart Christian Krause. Jetzt zeigte sich, dass die Laufer Potential in ihrer jungen Mannschaft haben, doch routinierter konterten die Gäste. Sie zogen einfach das bessere Spiel auf, hielten den Ball, wenn notwendig und spielten schnell auf ihre sich immer wieder freilaufenden Stürmer. Die Laufer Abwehr schwomm oft bedenklich, wobei bezeichnend ist, dass der älteste Abwerrecke Daniel Schmidt noch am besten verteidigte. Nach schönen Laufer Angriffen über Herzing und Holfelder landete der Ball auch in der Schlussviertelstunde bei Schober, doch hatte er an diesem Tage kein Schussglück. Passend dazu wurde ein schönes Tor von ihm wegen Abseits nicht gegeben und dann wurde er von Gästespieler Marco Gräß an der Strafraumgrenze gefoult und so am Torerfolg gehindert. Dieser sah dann dafür berechtigt die rote Karte, der Freistoß für Lauf brachte aber nichts ein. Als Lauf in Überzahl alles nach vorne warf, wurden sie dann auch klassisch ausgekontert und der eingewechselte Yannik Stutz schoss unbehindert zum 0:3-Endstand ein. Alles in allem eine Lehrstunde für die Abutovic-Elf, die noch viel arbeiten muss, um ihr Potential abzurufen.alf
Tore: 0:1 (11.) Stefan Sieder, 0:2 (43.) Rick Bolz, 0:3 (90.) Yannik Stutz. Rote Karte: 85. Marco Gräß (Veitsbronn) wegen grobem Foulspiel. Schiedsrichter: David Wagner (TSV Kirchehrenbach). Zuschauer: 90.

FC Hersbruck – Tennenlohe 4:1
Zum Saisonauftakt gegen den Aufsteiger Tennenlohe musste Coach Stefan Erhardt auf seine Neuzugänge verzichten. Einzig Michael Pfann nahm zunächst auf der Bank Platz. In der Anfangsphase zeigten zunächst die Gäste die bessere Spielanlage und attackierten den FC bereits frühzeitig im Spielaufbau. Es dauerte einige Zeit, bis der „Club“ selbst erste offensive Akzente setzen konnte. Prompt gelang auch der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Führungstreffer.
Ein Zuspiel von Johannes Altwasser in den Lauf von Ralf Maas verwandelte dieser souverän. Beinahe hätte der Hersbrucker Sturmführer noch nachlegen können. Er zögerte aber zu lange mit dem Abschluss und ein Abwehrspieler konnte in höchster Not klären.
Kurze Zeit später gelang Tennenlohe durch einen sehenswert verwandelten Freistoß der Ausgleich, bei dessen Entstehung die FC-Defensive zu sorglos agierte. Lange Zeit zum Hadern blieb dem FC aber nicht, denn nach einem gewonnenen Kopfballduell von Leon Dierig kam Alex Brüx im Strafraum frei an den Ball und vollstreckte zum 2:1.
Ralf Maas hatte vor dem Pausenpfiff sogar die hochkarätige Gelegenheit zu einem weiteren Erfolgserlebnis, was den Spielverlauf aber auch nicht angemessen gewesen wäre.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Erhardt-Schützlinge deutlich gefestigter in der Abwehrarbeit und zeigten sich auch in den Angriffsaktionen verbessert. Nach feinem Zuspiel von Lukas Hermann vollstreckte Johannes Altwasser kaltschnäuzig zum 3:1. Damit waren die Weichen in Richtung Auftakterfolg für die Gastgeber gestellt.
Mit zunehmender Spieldauer verdiente sich der „Club“ auch diese drei Punkte und nach einem schön ausgespielten Konter legte Michael Pfann den Ball mustergültig zum Endstand auf.
Tore: 1:0 Maas (22.), 1:1 Röwe (28.), 2:1 Brüx (35.), 3:1 Altwasser (60.), 4:1 Maas (83.); SRin: Marie-Theres Mühlbauer (SV Pölling.
FC Hersbruck: M. Bauernfeind, L. Hermann, R. Bongers, A. Brüx, R. Maas, P. Bauerfeld, J. Ertel, T. Ascher (46. M. Pfann), G. Karnoll, L. Dierig (46. H. Herrmann), J. Altwasser (81. M. Mertel).
Tennenlohe: Momber, Lippert, Smit Wiesner (75. Essensohn), Dewes, Röwe, Schulze-Zachau, Hinrichs, Arnold, Drießlein, Schihada (46. Scholz), Rzonsa (62. Aeissen).

N-Land Patrick Baer
Patrick Baer