Vorjahres-Doppel-Sieger Niels Desein im ATP-Hauptfeld

Titelträger triumphiert

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ECKENTAL (bw) – Beim ATP-Turnier in Eckental herrscht nach bislang 32 Einzelbegegnungen – davon 28 in der Qualifikation – an drei Tagen auch am heutigen Dienstag Hochbetrieb. Dabei steht Dustin Brown im Mittelpunkt dieses 35 000 Dollar-Challenger Turniers, dem Bauer-Watertechnology-Cup. Der Publikumsliebling mit der Rasta-Frisur will dabei einiges gut machen, denn im Vorjahr scheiterte er als Topgesetzter bereits frühzeitig. Nachdem der Deutsch-Jamaikaner derzeit knapp die Top 100 verfehlt, muss er in Eckental den vier „Hundertern“ den Vortritt lassen und ist als Nr. 109 „nur“ an Position 5 gesetzt.

Doch diese Weltranglistenpositionen sind letztlich Schall und Rauch, denn die Spitzenspieler, die im House of Sports aufschlagen, liegen sehr nahe beieinander und von den Wimbledon-Lorbeeren kann sich Dustin Brown nichts kaufen. Auf der anderen Seite: Wer Nadal bei einem derartigen Grand Slam besiegt, steht natürlich im Fokus und genießt schon einen besonderen Status.

Keine guten Erinnerungen wird der 30-Jährige an den Belgier Niels Desein haben, denn der Außenseiter aus Belgien war es, der Dustin Brown 2014 sensationell in zwei Sätzen eliminierte. Für die Nr. 251 scheint Eckental ein gutes Pflaster zu sein, im Vorjahr stürmte er bis ins Halbfinale und gewann mit seinem Landsmann Ruben Bemelmans dann auch noch das Doppel. Das schützte ihn heuer nicht, so dass er durch die Qualifikationsmühle musste, jedoch mit drei Erfolgserlebnissen, was ihm nun Eintritt ins Hauptfeld verschafft.

Nach zwei sicheren Auftaktsiegen am Wochenende musste er sich gestern Mittag schon etwas mehr strecken ehe Mate Pavic in eineinhalb Stunden besiegen konnte. In diesem Qualifikations-Finale war der erste Durchgang an Spannung nicht zu überbieten: Der Tiebreak-Ausgang stand auf des Messers Schneide, es ging in eine mehrmalige „Verlängerung“, bis der Belgier mit 11:9 die Oberhand behielt. Im zweiten Durchgang ließ er nichts mehr anbrennen und zog unbeirrt seine Kreise (6:2). Für den aufschlagstarken Kroaten (14 Asse) endete damit das Turnier, das bereits in der Qualifikation hochklassiges Tennis bot. Von seiner besten Seite zeigte sich der Karlsruher Yannick Hanfmann, der den Topgesetzten der „Quali“, Jan Hernych, in drei Durchgängen überraschte.

Schon jetzt können sich die fränkischen Tennisfans den morgigen Abschluss der 1. Runde rot anstreichen, denn dann wird Daniel Brands nach seinem Valencia-Erfolg (Viertelfinale am Freitag) von keinem Geringeren gefordert als von Philipp Petzschner. Dieses deutsch-deutsche Duell ist die Knaller-Paarung der ersten Spielrunde.

Ergebnisse:

2. Runde Qualifikation: Hernych (Tschechien) – Veger (Kroatien) 6:4, 2:6, 6:4; Hanfmann – Hutagalung (Niederlande) 4:6, 6:2, 7.6 (5); Desein (Belgien) – Schnaitter 6:2, 6:2; Flucosovicus (Ungarn) – Kern 4:6, 6:3, 6:2; M. Pavic (Kroatien) – Kapas (Polen) 7:6 (8), 7:6 (5); Schonenberg – Doumbia (Frankreich) 7:5, 6:3; A. Pavic (Kroatien) –Hukacz 6:2, 6:7 (3), 6:3; Jahn – Fabian (Slowakei) 6:4, 7:5.

Endspiele: Desein – M. Pavic 7:6 (9), 6:2; Hanfmann – Hernych 3:6, 6:2, 6:4.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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