Zweitliga-Volleyballer gewinnen beim TSV Stuttgart 3:0

SV Schwaig siegt im Schongang

Nach der Pleite beim Gastspiel in Schwaig vor stattlicher Zuschauerkulisse verlor der TSV Stuttgart nun auch sein Heimspiel gegen die Zweitliga-Volleyballer des SVS. Sehen wollten dieses Match weniger als 50 Fans. Archivfoto: Zink2017/02/Volley-TSV-SVS-net.jpg

STUTTGART/SCHWAIG — Die weite Februar-Reise der Zweitliga-Volleyballer des SV Schwaig begann unter einem unguten Stern, endete aber trotzdem mit einem vollen Erfolg: In Stuttgart beim TSV gewannen die Gelbblauen ihr 18. Saisonspiel ungefährdet mit 3:0. Es war der 13. Sieg ihrer herausragenden Spielzeit 2016/17; die Mittelfranken festigen damit Rang zwei der Tabelle.
Der zerfaserte VBL-Terminplan macht es möglich: Nach dem Erfolg gegen Leipzig am 21. Januar mussten die Schwaiger 17 Tage bis zum Sieg gegen Delitzsch und jetzt bereits wieder 14 Tage bis zum Duell im Schwäbischen warten. Nun mögen solche Lücken manchmal einen schonenden Effekt haben – zugleich aber bergen sie immer die Gefahr, dass ein Team aus dem Rhythmus von Training und „Ernstfall“ kommt.
Allerdings, bei den Gelbblauen trat in dieser jüngsten Zeitspanne eher der Ernstfall im Training auf. Denn vor dem Duell am Samstag zwischen dem Tabellenzweiten beim -elften meldete Coach Jozef Janosik beinahe „Land unter“: Wegen Grippe waren „Pecky“ Perica Stanic und aufgrund seines gebrochenen Fingers weiterhin Marko Knauer gar nicht dabei in der Hegel-Sporthalle in Stuttgart-Vaihingen; Kapitän Florian Tafelmayer (ebenfalls Grippe), Yannick Klement (Erkältung) und Mittelblocker Marius Wacek (Magen-Darm) konnten erst am Freitag wieder mit trainieren; Janis Späth laboriert an einer Oberschenkelzerrung. Den Übungsbetrieb in der Gelben Halle geregelt oder umfassend zu nennen, wäre also gewagt euphemistisch.
Ab Mitte des ersten Satzes lief es
Doch Tafelmayer wusste daraus – zumindest rückblickend – kein Weltuntergangs-Manko herauslesen zu müssen: „Wir haben so gute Spieler, dass wir trotzdem locker gewonnen haben.“ Vor nur 47 gezählten Zuschauern lebten sich die mittelfränkischen Gäste schnell ein, ab Mitte des ersten Satzes kontrollierten sie bereits das Aufeinandertreffen unter Ungleichen.
Fast alle Gelbblauen kamen in den nur insgesamt 63 Minuten rotierend zum Einsatz – es war das bislang kürzeste Duell für die Angereisten in dieser Saison.
„Die Stuttgarter“, erklärte der SVS-Kapitän, „konnten so gut wie keinen Druck aufbauen, wir waren nie in Verlegenheit, abzudriften.“ Aufschlagfehler machte der TSV dann, wenn er auf Risiko setzte. Mit anderen Worten: Gegen die abstiegsgefährdeten Schwaben lief es auf gelbblauer Seite problemlos rund (auch bei Yannick Klement, der zum zweiten Mal zum „MVP“ gewählt wurde). Es war der Schwaiger derzeit wieder dritte Sieg hintereinander, der fünfte in fremder Halle, der fünfte mit 3:0; zum elften Mal konnten sie gleich den Auftaktsatz für sich entscheiden.
Es geht um die beste Heimbilanz
Dieser souveräne Auftritt sollte Mut für den nächsten, der zwar in heimischer Halle am 28. Februar, aber gegen einen eher mächtigeren Gegner stattfindet: Der FT 1844 Freiburg, der Tabellenvierte, rückt am kommenden Samstag an. Um 19.30 Uhr heißt es wie immer „Leinen los“ für das gelbblaue Schnellboot, mit dem dann vielleicht auch die diesmal fehlenden Spieler wieder genesen den Fluss der 2. Bundesliga Süd aufmischen werden. Zu verteidigen ist die makelloseste Heimserie, die es in Schwaig je gab: Gelingt gegen den FTF der neunte Sieg vor heimischem Publikum in Folge – saisonübergreifend sogar der elfte seit dem 25. Februar 2016?

N-Land Patrick Baer
Patrick Baer