Der TSV steckt im Tabellenkeller fest

Starker Wille, müde Beine

Trotz schöner herausgespielter Tore zu Beginn reichte es nicht für den Sieg für die Winkelhaider Mädels. | Foto: Peter Kolb2019/12/Winkelhaid-Handball-scaled.jpg

Winkelhaid – Die Damen des TSV Winkelhaid mussten am vergangenen Samstag erneut eine Ein-Tor-Niederlage hinnehmen und die Heimreise erneut ohne Punkte antreten. Mit 30:31 verloren die Gäste in Bayreuth und verabschieden sich somit als Tabellenvorletzte der Bayernliga in die Weihnachtspause.

Dabei begann die Partie für die Damen des TSV vielversprechend. Von Trainer Sebastian Wilfing sehr gut auf die 3:2:1-Abwehr des Gegners eingestellt, gelangen den Winkelhaiderinnen schön herausgespielte Tore. Da auch die Abwehr gut stand und sie dank der direkten Deckung gegen Bayreuths Kim Koppold die stärkste Werferin im Griff hatte, setzte sich der TSV nach 10 Minuten mit zwei Toren ab (4:6). Alles lief nach Plan, bis zur 20. Minute bauten die Gäste die Führung gar auf fünf Tore aus.

Unerklärlicher Einbruch

Dann jedoch erlitt das Spiel der Winkelhaiderinnen einen unerklärlichen Einbruch. Unkonzentriertheiten im Angriff und schlechtes Rückzugverhalten führten zu mehreren Gegenstößen der Bayreutherinnen. Die einfachen und schnellen Tore ermöglichten Bayreuth den Ausgleich noch innerhalb des ersten Durchgangs (14:14). Dass es für den TSV nicht noch dicker kam und er mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen musste, lag allein an der Torfrau Tanja Seger. Sie parierte mehrfach gegen freistehende Bayreuther Spielerinnen und war ein starker Rückhalt für ihre Mannschaft. Die zweite Hälfte gestaltete zwar sich ausgeglichen, mit zunehmender Spieldauer merkte man der dezimierten Mannschaft von Sebastian Wilfing jedoch die fehlenden Wechselmöglichkeiten an. Die nachlassende Konzentration führte zu unnötigen Ballverlusten in der Offensive, in der Abwehr agierte der TSV nicht mehr so aggressiv wie im ersten Durchgang.

Koppold macht den Unterschied

Allen voran bekam Bayreuths Topspielerin Kim Koppold deutlich mehr Freiraum. Diesen nutzte sie auch und unterstrich mit einer Wurfquote von 100 Prozent und acht Treffern ihre herausragende Qualität. Bis zur 59. Minute wechselte die Führung hin und her, erst dann setzten sich die Gastgeberinnen mit zwei Toren ab. Zwar gelang Verena Götz 30 Sekunden vor Schluss noch der Anschlusstreffer, ein Fehlpass sechs Sekunden vor Ablauf der Zeit verhinderte jedoch einen Winkelhaider Punktgewinn.

Mit 4:20 Punkten rangiert der TSV auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Weihnachtspause wollen die Damen nutzen, Verletzungen auszukurieren und anschließend mit neuer Energie den Klassenerhalt anzugehen.

Es spielten: Seger, Räbel (3/1); Seidel (4); Götz, V. (10/4); Meyer (2); Götz, K. (1); Spychala (6); Büttner; Bachmeier; Wanzek (4).

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