Hallenkreisfinale in Baiersdorf

SK Lauf scheidet nach der Vorrunde aus

Für den SK Lauf, am Ball Kapitän Florian Bergler, war in Baiersdorf überraschenderweise bereits nach der Vorrunde Schluss. | Foto: Keilholz2018/01/Hallenkreismeisterschaft-SK-Lauf-Florian-Bergler-gegen-ATSV-Erlangen-Foto-Keilholz.jpg

BAIERSDORF — Enttäuschendes Ende der Hallensaison für die heimischen Herrenmannschaften: Sowohl der TSV Rückersdorf als auch der SK Lauf scheitern beim Hallenkreisfinale in Baiersdorf bereits in der Vorrunde.

Das Pegnitzgrundtrio SK Lauf, TSV Rückersdorf und SC Happurg hätte sich die Reise zum Hallenkreisfinale nach Baiersdorf sparen können. Dass es die Rückersdorfer und Happurger schwer haben würden, in die Phalanx der Erlanger Vereine einzudringen, war zwar abzusehen gewesen. Dass jedoch auch der SK Lauf, der vor zwölf Monaten noch im Endspiel gegen den ATSV Erlangen (1:4) gestanden war, sang- und klanglos die Segel strich und in der Vorrunde ausschied, ist eine der großen Enttäuschungen des Kreisfinalturniers am vergangenen Sonntag.

Die Laufer starteten mit einem 3:2-Arbeitssieg gegen den TSV Rückersdorf holprig, aber immerhin erfolgreich, ins Turnier. Durch Tore von Niklas Beyer und Maximilian Gabsteiger schien der Vorjahresfinalist auf Kurs. Nachdem Philipp Baumüller und Marco Döll für den Kreisklassisten vom Entensee ausgeglichen hatten, war es schließlich Dominik Hofmann, der in der Schlussphase zum knappen Sieg einnetzte.

Gegen den B-Klassisten Atletico Erlangen, der zum Überraschungsteam des Turniers avancierte, lag der SKL mit 0:2 zurück, schaffte in den letzten beiden Minuten durch Maximilian Gabsteiger und Nicola-Markus Merkl aber zunächst den Ausgleich. In der verbleibenden knappen Minute Spielzeit wollten Kapitän Florian Bergler und sein Team den Siegtreffer erzwingen, lief jedoch stattdessen in einen Konter der spielstarken Spanier und fing sich 14 Sekunden vor Schluss das 2:3 ein.

Trotz der Pleite gegen den B-Klassisten wäre für den letztjährigen Vizemeister mit einem Sieg gegen den ATSV Erlangen noch etwas drin gewesen. Dazu hätte es im abschließenden Gruppenspiel gegen den amtierenden Kreis- und Bezirksmeister ATSV Erlangen jedoch einen Sieg mit zwei Toren Unterschied gebraucht.

Am Vortag beim Bolta-Cup

Doch dem Team von Trainer Sascha Hanisch fehlte an diesem Tag der unbedingte Wille und vielleicht auch etwas die Kraft, nachdem vier der Akteure des Endspielkaders tags zuvor beim Bolta-Cup in Diepersdorf am Ball gewesen waren. Dort war der SKL ins Endspiel gekommen und hatte dabei unter anderem den Landesligisten SC Feucht ausgeschaltet.
Von diesem Siegeswillen war allerdings 24 Stunden später nichts zu spüren. Vielmehr ergaben sich Kapitän Bergler und seine Nebenleute nach dem 0:1-Rückstand mehr oder weniger ihrem Schicksal und schieden mit 0:3 vorzeitig aus.

SKL-Trainer Sascha Hanisch sprach nach dem Abpfiff der letzten Partie denn auch ironisch von einer „soliden Turnierleistung“ seiner Elf. Mit dem Bayernligisten SC Eltersdorf blieb in der anderen Gruppe ein weiterer höherklassiger Klub vorzeitig auf der Strecke.

Der TSV Rückersdorf mit Enis Muric (rechts, im Spiel gegen Atletico Erlangen) verabschiedete sich ohne Punktgewinn vom Hallenkreisfinale. | Foto: Keilholz2018/01/Hallenkreismeisterschaft-TSV-Ruckersdorf-Enis-Muric-gegen-Atletico-Erlangen-Foto-Keilholz.jpg

 

Der TSV Rückersdorf blieb ebenso wie der zweite Pegnitzgrundvertreter SC Happurg ohne Punkt. Nach der knappen Niederlage gegen den SK Lauf folgte gegen den ATSV Erlangen ein 1:5 – Stephan Ehla traf zum 1:2-Zwischenstand –, bevor sich Kapitän Philipp Baumüller und sein Team mit einem 0:3 gegen die „Überflieger“ von Atletico Erlangen aus dem Turnier verabschiedeten.

Während Titelverteidiger ATSV Erlangen dank eines glatten 6:1 gegen den TV 48 problemlos ins Endspiel einzog, war das zweite Semifinale der beiden Erlanger Außenseiterteams Jugoslavija und Atletico heiß umkämpft. Nach einem 2:2 bei der Schlusssirene zeigten sich die Atletico-Akteure auch vom Punkt zu hundert Prozent treffsicher und zogen ins Finale ein.

Dort brachte der B-Klassist den fünf Klassen höher spielenden ATSV Erlangen ins Schwitzen und ging sogar mit 2:0 in Führung. Doch der Titelverteidiger holte sich mit einem hart erkämpften 4:3 zum vierten Mal in Folge den Kreismeistertitel.

Für das Hallenbezirksfinale am kommenden Samstag, 20. Januar, in der Halle am Berliner Platz in Nürnberg haben sich beide Finalisten qualifiziert. Dritter Vertreter des Kreises Erlangen-Pegnitzgrund wird der TV 48 Erlangen sein, der sich im Spiel um Platz drei mit 3:1 gegen Jugoslavija Erlangen durchsetzte.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz