Neuerungen beim Sportabzeichen

Seilhüpfend zum neuen Fitnessorden?

Aus der Leichtathletik – hier die Hersbruckerin Amelie Amann vom LAV beim Ballwerfen – kommt auch weiterhin der Löwenanteil der Sportabzeichen-Disziplinen. Foto: J. Ruppert2013/01/5_2_2_2_20130116_FIT.jpg

HERSBRUCKER LAND – Mehrere Grundschulen im heimischen Raum wie Reichenschwand, Pommelsbrunn und Kirchensittenbach beteiligen sich regelmäßig, Vereine wie der SC Edelweiß, der SV Hohenstadt, der TV Hersbruck und der LAV Hersbruck ebenfalls. Die Rede ist vom Sportabzeichen. Heuer müssen sich Prüfer und Teilnehmer an etliche Neuerungen gewöhnen.

Das Bayerische Sportabzeichen wurde ersatzlos gestrichen. Grund sind Markenrechte. Der Freistaat hat als einziges Land einen eigenen Fitnesstest angeboten was den Sponsoren offenbar nicht schmeck te. Die von Bayern her gewohnte Unterteilung der Leistungen in Gold, Silber und Bronze ist dafür aber auf Bundesebene übernommen worden. Diese Abstufung soll die Motivation erhöhen.

Die Sportarten beschränken sich künftig auf Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking und Turnen. Der Reform fielen Skilanglauf, Zusatzangebote wie Kanufahren, Gewichtheben oder auch Eislaufen und Trends wie Inline-Skaten zum Opfer. Das Steinstoßen „überlebte“ hingegen bei den Männern und kam bei den Frauen hinzu.

Statt wie früher aus fünf Bereichen legen die Sportler nun Prüfungen in vier Disziplingruppen ab: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Erstaunlich ist die Aufnahme des Seilspringens in den Übungskatalog, wobei die Athleten je nach Alter Kreuzdurchschlag oder Doppeldurchschlag beherrschen müssen.

Bei den Jüngeren und Älteren ist der Zonenweitsprung neu, im Kinderalter der Zonenweitwurf. Einheitliche Streckenlängen für viele Altersgruppen sorgen für mehr Übersichtlichkeit.

Die Anhänger des anspruchsvollen Bayerischen Sportabzeichens in Gold kommen bei der höchsten Stufe des jetzigen Deutschen Fitnesstests ähnlich auf ihre Kosten. Manche Anforderungen wie im Laufen und Radfahren wurden von Fachleuten der Technischen Universität München deutlich nach oben oder nach unten korrigiert.

Ein leidiges Thema war vielerorts das Schwimmen, weil einfach die geeigneten Bäder fehlten beziehungsweise immer mehr Hallenbäder wie zum Beispiel in Happurg geschlossen wurden. Deshalb reicht künftig ein Nachweis der Schwimmfertigkeit. Zum Beispiel würden 15 Minuten Planschen mit Fortbewegung im Baggersee genügen. Bislang gab es den Sportorden nur von acht Jahren an aufwärts bis 80 plus. Nun beginnt das Spektrum bei sechs Jahren und endet bei „ab 90 Jahre“.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren