Saisonauftakt der Winkelhaider Handballerinnen

„Schön, wenn’s klappt“

Sebastian Wilfling geht ins fünfte Jahr als Trainer der Winkelhaider Handballdamen. | Foto: Zink2020/10/NEU-TSV-Winkelhaid-Sebastian-Wilfling-Ansprache-scaled.jpg

WINKELHAID – Die Handballerinnen des TSV Winkelhaid starten am Samstag in die Bayernliga-Saison. Trainer Sebastian Wilfling erwartet eine schwierige Spielzeit, in der allein der Klassenerhalt zählt.

Was gewesen wäre, wenn die Handball-Saison nicht Corona-bedingt vorzeitig abgebrochen worden wäre? „Zu 70 Prozent wären wir wohl abgestiegen“, antwortet Sebastian Wilfling auf diese Frage. Winkelhaids Trainer, der bereits in die fünfte Saison beim TSV geht, macht keinen Hehl daraus, dass die Leistungen seiner Mannschaft in der vergangenen Spielzeit zu durchwachsen waren, als dass sie zum Klassenerhalt hätten reichen können. „Das größte Problem war, dass uns in der Breite die Qualität gefehlt hat und wir in den meisten Spielen nach der ersten Hälfte zu ausrechenbar für die Gegner waren“, erklärt er.

Regelmäßig spielte die Winkelhaider Mannschaft im ersten Durchgang auf Augenhöhe, um dann nach Wiederbeginn den Faden zu verlieren, sich viele technische Fehler zu leisten und Führungen zu verspielen. Der Corona-bedingte Saisonabbruch führte schließlich dazu, dass den Winkelhaider Handballerinnen der Gang in die Landesliga verschont blieb – trotz des letzten Tabellenplatzes.

„Die Liga ist stärker geworden“

Den Abstieg zu verhindern gilt es auch in der kommenden, Samstagnachmittag beginnenden Saison 2020/21. Dabei stellt sich Wiflling darauf ein, dass das Unterfangen Klassenerhalt in dieser Spielzeit noch schwieriger zu erreichen sein dürfte, als es in der abgelaufenen Saison bereits der Fall war. „Die Liga ist nochmal um einiges stärker geworden, viele der Mannschaften haben personell aufgerüstet“, weiß Winkelhaids Trainer und ergänzt: „Grund ist der verschärfte Modus.“

Anders als noch 2019/20 wurde die Bayernliga in zwei Staffeln aufgeteilt, Winkelhaids Nord-Staffel besteht fortan nur noch aus acht Teams.
Die Mannschaften, die nach den 14 Spieltagen die ersten vier Plätze belegen, werden gegen die vier besten Teams der Südstaffel eine Meisterschaftsrunde ausspielen. Die Teams, die die Plätze fünf bis acht belegen, bestreiten eine Abstiegsrunde gegen die Mannschaften der Süd-Staffel. Wie viele Teams letztlich absteigen werden, steht aktuell noch nicht fest.

Um diesem verschärften Modus gerecht zu werden, haben sich einige Vereine der Bayernliga verstärkt. Die HSG Fichtelgebirge, im vergangenen Jahr ebenfalls tief im Abstiegskampf, hat sich die Dienste „zweier top Rückraumspielerinnen aus Tschechien gesichert“, weiß Wilfling. Ein Schritt, der für den TSV Winkelhaid aus zweierlei Hinsicht nicht zu gehen ist. Anstatt finanzielle Risiken einzugehen, will der TSV-Coach lieber dem Kader vertrauen, den er zur Verfügung hat. „Das Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir geben unser Bestes und schauen, wofür es am Ende reicht. Wenn‘s klappt, wäre es schön“, hält Wilfling die Erwartungen an die neue Spielzeit bewusst flach.

Seit Juni befindet sich seine Mannschaft in der Vorbereitung. Zu Beginn nur in Kleingruppen im Freien, später in der Halle und ohne Körperkontakt, seit August schließlich wieder im Normalbetrieb. Die Vorgaben des BHV zu Hygienekonzepten im Spielbetrieb stellen sowohl Mannschaften, als auch die Vereine vor eine große Herausforderung. Die Mädels rund um Trainer Wilfling sind dennoch heiß auf die neue Saison und darauf, endlich wieder gemeinsam in der Halle im Wettkampf zu stehen.

Drei Neuzugänge verstärken den TSV

Am Erreichen des Saisonziels Klassenerhalt mithelfen sollen auch drei neue Spielerinnen: Pia Kluth kommt vom 1. FC Nürnberg 09 und bildet künftig das Torfrauen-Trio mit Tanja Seger und Lena Bauer. Johanna Zeller kommt von der SG Rohr Pavelsbach und schließt die Lücke am Kreis, die Mona Friedrich im vorletzten Jahr hinterlassen hat. Zuletzt wechselte Isabel Hampl von der HSG Pyrbaum-Seligenporten nach Winkelhaid und sorgt für mehr Tempo auf der linken Außenbahn.

Kommenden Samstag bestreiten die Winkelhaider Damen ihr erstes Spiel bei der HG Zirndorf. Anwurf ist bereits um 14 Uhr, Zuschauer sind zu dieser Partie jedoch nicht zugelassen. Die Zirndorfer Bayernliga-Damen waren in den vergangenen Jahren stets ein Kandidat für einen der vorderen Tabellenplätze in der Liga. Mit Sandra Wild hat auch Zirndorf einen Top-Neuzugang gewinnen können, welcher zuletzt für den MTV Stadeln in der Bayernliga auf Torejagd ging. Bekannt ist zudem die Zirndorfer Heimstärke, die durch das vorherrschende Harzverbot noch gestärkt wird. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, haben sich die Winkelhaiderinnen auf das Spiel ohne Harz vorbereitet und zeigen sich zuversichtlich.

Die Winkelhaiderinnen rechnen sich gute Chancen auf einen Sieg aus, da sie trotz der Corona-bedingten Umstände eine gute Vorbereitung spielten und gestärkt und hoch motiviert in die Partie starten werden.

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