Andreas Lengenfelder ist einer von zwei Stadionsprechern

Schnaittacher hat seinen Traumjob bei Greuther Fürth

Andreas Lengenfelder (links) aus Schnaittach ist die neue Stimme der SpVgg Greuther Fürth. Er ist seit dieser Saison Stadionsprecher des Zweitligisten; gemeinsam mit Routinier Stefan Krautz. Foto: Greuther Fürth2013/07/66850_LengenfelderStadionsprecherKrautzbea_New_1374480064.jpg

FÜRTH/SCHNAITTACH — Andreas Lengenfelder aus Schnaittach scheint der neue Glücksbringer für die SpVgg Greuther Fürth zu werden. Seit der 25-Jährige Stadionsprecher des Fußball-Zweitligisten ist, gewinnt der Verein seine Partien vor dem eigenen Anhang. Nach den Siegen in der Vorbereitung gegen Celtic Glasgow und den FC Augsburg haben die Fürther gestern ja zum Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld gewonnen und damit für die Fans eine 15 Monate lange Durststrecke beendet. Nebenbei war der Rahmen für das Debüt des jungen Schnaittachers im Stadion somit perfekt.

Als einer von zwei Stadionsprechern hat Andreas Lengenfelder nun den Ronhof von einer neuen Seite kennengelernt. Dabei ist die Spielstätte der Fürther für Lengenfelder fast schon sein „zweites Wohnzimmer“. Fürth-Fan ist der Schnaittacher nämlich schon, seit er acht Jahre alt ist. Damals hat ihn sein Großvater, ein in Lauf lebender gebürtiger Fürther, zum ersten Mal mit ins Stadion genommen und den kleinen Andreas schon mit dem weiß-grünen Fußballvirus infiziert.

Selbst spielt Lengenfelder – nach einer Zwischenstation beim ASV Herpersdorf – beim FC Hedersdorf. In den Amateurfußball-Ligen des Pegnitzgrundes kennt er sich aus, schließlich hat er bis vor gut einem Jahr für die Pegnitz-Zeitung hier Spielberichte eingeholt.

Danach zog es ihn zum Lokalradio, wo er im Funkhaus Nürnberg für den Sender Radio F gerade seine Ausbildung absolviert. Passend, dass Radio F der Medienpartner für seinen Lieblingsverein Greuther Fürth ist. So musste er auch keine Sekunde überlegen, als er hier das Angebot bekam, ab der Saison 2013/14 neben Stefan Krautz einer von zwei Stadionsprechern des Zweitligisten zu werden.

Mittendrin statt nur dabei

„Das ist ein echter Traumjob“ für mich“, sagt er im Gespräch mit der PZ. Dabei hatte er vor seinem ersten Auftritt am Sonntag „schon ordentlich Lampenfieber“, wie er zugibt. Schließlich sitzen die Stadionsprecher nicht irgendwo versteckt auf den Rängen, sondern sind mitten im Geschehen; sprechen mit Trainern, Spielern und Fans – und alles wird per Kamera auf die Leinwände im Stadion und im VIP-Bereich übertragen.

Viel Zeit, um nervös zu bleiben, hatte der Schnaittacher gestern aber gar nicht. Zum einen kann er sich auf die Unterstützung seines Mitstreiters und Mentors Stefan Krautz verlassen, der ihm als alter Hase im Sprecher-Geschäft – er geht für Fürth in seine elfte Spielzeit – mit Rat und Tat zur Seite steht. Zum anderen war natürlich das Auftaktspiel der Fürther gegen Bielefeld ideal für den Sprecher-Neuling: Zwei Tore in den ersten elf Minuten sorgten für die entsprechende Stimmung bei den heimischen Fans.

Immerhin hatten die Anhänger der Weiß-Grünen während der gesamten vergangenen Spielzeit in der ersten Liga ja vergeblich auf einen Heimsieg warten müssen – ein harter Job für einen Stadionsprecher, da für Stimmung zu sorgen. Doch die atmosphärische Steilvorlage der Spieler sorgte dafür, dass Andreas Lengenfelder bei seinem Zweitliga-Debüt keine Probleme hatte und das „Gänsehaut-Feeling“, von dem er nach dem Abpfiff erzählt, rundum positiv gemeint ist.

Jetzt hofft er, dass die Erfolgsserie seines Teams möglichst lange anhält, vielleicht sogar so lange wie die Pechsträhne in der Vorsaison. Im Umfeld wurde dem Erfolgsmaskottchen – bisher haben die Fürther ihre Heimspiele ja gewonnen, wenn der neue Sprecher im Stadion war – schon gedroht: „Wenn die Serie reißt, werde ich wohl einen ausgeben müssen“.

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