Vorschau Bezirksliga Nord

Schlüsselspiel in der Scherau

Dominik Distler leitete vor Wochenfrist im Kellerduell beim ASV Fürth mit seinem Tor zum 1:3 die Aufholjagd der SpVgg Diepersdorf ein, die am Ende schließlich noch mit einem Punkt belohnt wurde. | Foto: Keilholz2019/03/DSC04286-1.jpg

DIEPERSDORF – Nach dem 3:3-Teilerfolg zum Start aus der Winterpause im Nachholspiel beim ASV Fürth beginnen für Bezirksliganeuling SpVgg Diepersdorf mit der Heimpartie gegen den ASV Weisendorf (Sonntag, 15 Uhr) die „Wochen der Wahrheit“. Wenn es noch etwas werden soll mit dem Klassenerhalt, müssen die Scherau-Fußballer in den kommenden zehn Wochen noch jede Menge Punkte einfahren. Bei ihrer Aufholjagd haben der zum Saisonende scheidende Spielertrainer Daniel Wolf und seine Mannen noch neun Heimspiele vor sich und müssen noch sechsmal auswärts antreten.

Trotz der beim Tabellenvorletzten liegengelassenen zwei Punkte überwiegen bei Daniel Wolf die positiven Eindrücke des Gastspiels in Fürth. Wolf: „Wir haben nach einem 0:3-Rückstand Moral gezeigt und hätten das Spiel am Ende fast noch gedreht“.

Neben dieser Erkenntnis setzt der SpVgg-Coach auf eine weiter gestiegene Verunsicherung beim Gegner. Weisendorf (25 Punkte) ist nämlich mit einem enttäuschenden 2:2 beim Tabellenletzten TSV Neunkirchen am Brand vor Wochenfrist ebenfalls nur mit einem Teilerfolg aus den Startlöchern gekommen. Besonders bitter für die Gäste war dabei die Tatsache, dass man eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hat und nach einer Roten Karte in Unterzahl in der fünften Minute der Nachspielzeit noch den bitteren 2:2-Ausgleich kassierte.

Ex-Feuchter am Ruder

Weisendorf tritt durch den in letzter Sekunde aus der Hand gegebenen Sieg auf der Stelle. Nach einem starken Saisonauftakt – am 9. Spieltag stand man auf Rang vier – ist das Team von Trainer Bernd Fuchsbauer bis an den Rand der Abstiegszone durchgereicht worden. Das Polster der Elf des früheren Bayernligaspielers beim SC Feucht zum Schleuderrang beträgt nur noch vier Punkte.

Die Gäste aus dem Seebachgrund, die seit Mitte Oktober nur ein einziges Mal dreifach punkten konnten, stehen vor ihrem Gastspiel in der Scherau deshalb unter großem Druck. Ein Druck, der bei einer weiteren Pleite weiter wachsen würde.

Fragezeichen bei Reuß

Für SpVgg-Trainer Wolf ist die Partie das Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf: „Das erste Heimspiel nach der Winterpause gibt die Richtung vor; da müssen und wollen wir alles geben, um die drei Punkte bei uns zu behalten“, zeigt sich Wolf entschlossen und will mit seiner Elf ein Zeichen für die kommenden, entscheidenden Wochen setzen.

Personell kann der SpVgg-Coach mit Ausnahme von Andreas Reuß, hinter dessen Mitwirkung aus beruflichen Gründen ein Fragezeichen steht, auf den Kader des vergangenen Sonntags zurückgreifen. Dazu kommt Maximilian Danninger. Dieser hat zusammen mit Co-Trainer Andreas Reuß und Philipp Lahner die meisten Einsätze (18) in der laufenden Saison, musste vor Wochenfrist in Fürth jedoch wegen einer Erkältung passen.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz