Klarer Sieg im Mittelfranken-Derby

SC Feucht: Schiri-Entscheidung spielt Schlicker-Elf in die Karten

Auf Tuchfühlung: Feuchts Betsi Mbetssi bearbeitet Quelle-Spieler Christian Haag. | Foto: Daniel Frasch2019/11/mbetsi-2.jpg

FEUCHT – Im Heimspiel gegen seinen alten Freund und früheren Co-Trainer Serdal Gündogan siegt Florian Schlicker mit seinem SC Feucht gegen die SG Quelle Fürth klar mit 4:0. Der Gäste-Trainer fühlt sich um Punkte betrogen und kritisiert die Schiedsrichterleistung. Grund war ein Platzverweis in der ersten Hälfte, der Feucht in die Karten spielte.

Die Ausgangslage: Von einer „ekligen Mannschaft im positiven Sinne“ hatte Florian Schlicker vor der Partie über die Quelle aus Fürth gesprochen. Wohl wissend, dass seiner Mannschaft ein intensives und kampfbetontes Spiel bevorstehen würde. Nach dem 0:0 im Hinspiel wollte der SC Feucht diesmal drei  Punkte einfahren, um den Vorsprung auf den SC Schwabach 04 vorübergehend auf elf Punkte auszubauen und damit den Druck auf den Verfolger zu erhöhen. Angreifer Stephan König musste trotz abgesessener Rotsperre zunächst auf der Bank Platz nehmen, bei den Gästen fehlten die angeschlagenen Offensivspieler Ahmet Kulabas und Sebastian Glasner in der Startelf.

Die erste Hälfte: Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, ehe der erste Jubel im Waldstadion aufbrandete: Fabian Klose trat einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum. Der Ball wurde länger und länger und fiel schließlich hinter Quelle-Schlussmann Marcus Kredel ins Tor. Wer nun dachte, die Hausherren würden mit den Gästen aus Fürth kurzen Prozess machen, sah sich getäuscht. Zwar agierten die Hausherren feldüberlegen, den Angriffsversuchen fehlten jedoch die letzte Konsequenz. So blieb die Quelle weiterhin gefährlich. Erst landete ein Fürther Freistoß auf der Feuchter Latte, kurze Zeit später zappelte das Leder dann im Feuchter Tor. Wegen eines Fouls an Torhüter Andreas Sponsel erkannte Schiedsrichter Florian Islinger den Treffer allerdings ab. Hektisch wurde es kurz vor dem Pausenpfiff: Direkt vor der Fürther Auswechselbank sah Mettin Copier zum Ärger seines Trainers Serdal Gündgan eine umstrittene Gelbrote Karte. „Schade, dass das Spiel dadurch kaputt gemacht wurde. Beide gelbe Karten waren sehr fragwürdig. Es wäre ein richtig interessantes Spiel geworden, aber so war ein richtiges Kräftemessen dann nicht mehr möglich“,schimpfte Gündogan über den Unparteiischen.

Die zweite Hälfte: Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Gäste durch Christian Haag die große Chance auf den Ausgleich. Feuchts Torhüter Sponsel rettete jedoch stark und leitete mit der Parade den Torreigen seiner Mannschaft ein. Erst fasste sich Marco Weber im direkten Gegenzug ein Herz und traf aus rund 16 Metern  (56.). Der eingewechselte Stephan König machte nur vier Minuten später den Deckel drauf und schob den Ball nach herrlicher Vorarbeit von Noah Mengi ins leere Tor. Die Gegenwehr der Gäste war gebrochen, fortan rollte ein Feuchter Angriff nach dem anderen auf das Gäste-Tor. Felix Spielbühler, Stephan König, Marco Weber und Fabian Klose ließen beste Chancen liegen, den Schlusspunkte setzte Mengi in der 82. Minute mit einer herrlichen Direktabnahme.

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker: „Bis zur roten Karte war es ein schwieriges Spiel für uns. Die Quelle hat es sehr gut gemacht und hoch verteidigt. Da haben wir keine richtigen Lösungen gefunden. Im zweiten Durchgang haben es die Jungs dann sehr gut gemacht. Unterm Strich ist es ein verdienter Sieg für uns.“

Serdal Gündogan: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft mega zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir bis auf den Freistoß zum 1:0 nichts zugelassen. Alles, was nach dem Platzverweis passiert ist, verzerrt das Bild und das, was heute möglich gewesen wäre.“

Schiedsrichter: Florian Islinger (SpVgg Hainsacker)
Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Fabian Klose (6.), 2:0 Marco Weber (56.), 3:0 Stephan König (60.), 4:0 Noah Mengi (82.)

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch