Gerechte Punkteteilung im Waldstadion

SC Feucht: Der Primus taumelt, fällt aber nicht

Zeigte eine starke Leistung: SC-Abwehrspieler Yasin Kaya (rechts). | Foto: Daniel Frasch2019/11/Feucht-SC-Yasin-Kaya-Neudrossenfeld.jpg

Feucht – Im Freitagabendspiel kommt der SC Feucht gegen einen starken Gast aus Neudrossenfeld nicht über ein 2:2 hinaus. Die Hausherren begannen gut und waren im ersten Durchgang das tonangebende Team. In Hälfte zwei übernahmen jedoch die Gäste das Kommando und drehten die Partie in eine 2:1-Führung. Torjäger Stephan König gelang vom Punkt aus der Ausgleich, kurz vor Ende der Partie sah Abwehrchef Michael Kammermeyer wegen einer Notbremse die rote Karte.

Die Ausgangslage: Hätte aus Sicht des SC besser sein können. Mit Fabian Klose fehlte der Feuchter Wirbelwind auf Rechtsaußen krankheitsbedingt. Die beiden offensiven Stammkräfte Tim Ruhrseitz und Noah Mengi konnten angeschlagen nur auf der Bank Platz nehmen.

Die erste Hälfte: Es entwickelte sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe mit einem leichten Übergewicht für die Hausherren. Die erste hochkarätige Torchance vergab Patrick Tekeser nach herrlichem Querpass von Felix Spielbühler (5.). Tekesers Schussversuch aus 16 Metern landete über dem Fangzaun, ebenso wie der Distanzschuss von Maximilian Höhenberger wenigen Minutehn später. Besser machte es dann Marco Weber in der 26. Minute: Eine Hereingabe von Spielbühler spitzelte Weber am Neudrossenfelder Torhüter Tobias Grüner vorbei ins lange Eck zum 1:0. Es war Webers siebter Treffer in den vergangenen fünf Partien. Von den Gästen kam offensiv wenig, im ersten Durchgang verzeichneten sie keinen einzigen Torschuss. Dank ihrer aggressiven Spielweise und dem frühen Stören des Feuchter Kombinationsspiels blieben sie dennoch in der Partie.

Die zweite Hälfte: Der TSV kam besser aus der Kabine und machte fortan mehr Druck. Die Folge: SC-Abwehrspieler Betsi Mbetssi verursachte einen unnötigen Foulelfmeter, Julian Pötzinger trat an und verwandelete sicher (57.). Feuchts Torwart Andreas Sponsel reklamierte vergeblich ein Verzögern des Schützen beim Anlauf. Nur sechs Minuten später vollendete Stefan Kolb einen mustergültigen Konter über die rechte Seite zur 2:1-Gästeführung. SC-Trainer Florian Schlicker versuchte alles und brachte mit Tim Ruhrseitz und Noah Mengi zwei Offensivspieler. Mit Erfolg: Im Wettlauf gegen die Zeit entfachten die Hausherren mehr Durchschlagskraft im Angriff und setzten die Gäste-Abwehr unter Druck. Die Erlösung dann in der 82. Minute: Der eingewechselte Szymon Pasko wurde im Neudrossenfelder Strafraum von den Beinen geholt, Schiedsrichter Xaver Fabisch entschied zurecht auf Elfmeter. Toptorjäger Stephan König trat an und verwandelte sicher zum 2:2-Endstand. Fünf Minuten vor Spielende sah Feuchts Abwehrchef Michael Kammeyer wegen einer Notbremse noch die rote Karte.

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker: „Wir hatten die erste Hälfte gut im Griff und haben es sehr kontrolliert gespielt, Neudrossenfeld hatte keine Torchance. In der zweiten Hälfte haben wir uns dämlich angestellt und den Gegner durch zwei individuelle Fehler stark gemacht. Wie die Truppe dann aber reagiert und sich den Punkt verdient hat, war richtig geil.“

Schiedsrichter: Xaver Fabisch (Würzburg)
Zuschauer: 190
Tore: 1:0 Marco Weber (26.), 1:1 Julian Pötzinger (57.), 1:2 Stefan Kolb (63.), 2:2 Stephan König (82.)

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch