Relegationsspiel

SC Eismannsberg verpasst Aufstieg

Schock für die Eismannsberger gleich in der 5. Spielminute: Der Kammersteiner Michael Seger (links) nimmt aus 12 Metern genau Maß und trifft zum 0:1, der Eismannsberger Danny Gast (rechts) konnte nicht mehr eingreifen. | Foto: Dieter Vogt2019/06/IMG_9145.jpg

SC Eismannsberg – SV Kammerstein II 0:3 (0:1) – Schade, auch der zweite Aufstiegsaspirant aus dem Botengebiet, der SC Eismannsberg, hat in seinem Relegationsspiel gegen die Reserve des SV Kammerstein ebenfalls den Kürzeren gezogen. Zum Glück hörten die Regenfälle am Sonntag vor dem Match rechtzeitig auf, den Eismannsbergern wurde aber gleich zu Beginn des Spieles eine spielerische kalte Dusche verabreicht.

In der 5. Spielminute senkt sich ein Flankenball in den Strafraum des SC, der Kammersteiner Anton Jaha kann das Leder nicht kontrollieren, sein Sturmpartner Michael Seger legt sich zwölf Meter vor dem Tor den Ball zurecht und trifft zum 0:1 für Kammerstein. Kurz danach hatte Daniel Müller für den SC den Ausgleich auf dem Fuß, zieht aber von der linken Seite am Tor vorbei. Ein weiterer Schussversuch von Dominik Pfälzner wird vom Keeper des SV, Kevin Lämmermann, pariert. In der Folge kamen die Eismannsberger besser ins Spiel, bei einem Freistoß setzt Dominik Pfälzner den Ball aus 20 Metern über das Tor. Es häufen sich die Möglichkeiten für die Eismannsberger, doch gute Chancen für Jörg Wisserner (25.) und zweimal für Dominik Pfälzner (28./33.) konnten nicht genutzt werden.

Gegen Ende der ersten Hälfte wagte sich Kammerstein auch wieder etwas nach vorne, zuerst stand Anton Jaha in der 37. Minute im Abseits. In der Schlußminute der ersten Hälfte Glück für Eismannsberg, Anton Jaha erobert im Eismannsberger Strafraum den Ball, Kai Schwaiger legt ab doch Sebastian Schöller zielt am Tor vorbei. Nach Wiederanpfiff hatte Dominik Pfälzner in der 49. Minute den Ausgleich auf dem Schlappen, im unmittelbaren Gegenzug danach macht es der Kammersteiner Alexander Ditzig wesentlich effektiver, nimmt von der Strafraumgrenze genau Maß und trifft zum 0:2 in die Maschen. Danach hatte Kammerstein weitere Gelegenheiten, Michael Seger zieht von links am Tor vorbei (61.), zwei Minuten später trifft Sebastian Söll den Pfosten (63.).

Durchschlagskraft fehlt

Irgendwie hatte man den Eindruck, dass bei den Eismannsbergern durch den Rückstand so langsam die Luft heraus war. Man bemühte sich zwar redlich, aber letztendlich fehlte es in letzter Konsequenz an der erforderlichen Durchschlagskraft. Mit zunehmender Dauer würde das bis dahin recht faire Match etwas nickeliger, die Fouls häuften sich und Schiri Michael Scharping hatte alle Hände voll zu tun, um das Spiel gut über die Runden zu bringen. Die endgültige Entscheidung gelingt den Kammersteinern dann in der 80. Minute, nach einem schnell ausgeführten Freistoß herrschte kurzfristig ein Tohuwabohu im Eismannsberger Fünfer, Anton Jaha schaltete am schnellsten und macht das 0:3.

Das letzte Aufbäumen der Eismannsberger in den Schlussminuten war vergeblich, die Kammersteiner vergeigten ihrerseits noch bei einem Konter die allerletzte Großchance. Verständlich der Jubel der Kammersteiner Reserve nach dem Abpfiff über den Aufstieg in die A-Klasse, dies umso mehr, da ja deren erste Garnitur erst zwei Tage vorher, ebenfalls im Relegationsspiel, den Aufstieg in die Kreisliga geschafft hatte. Der SC Eismannsberg muss nun in der neuen Saison in der B-Klasse den nächsten Anlauf starten.

N-Land Dieter Vogt
Dieter Vogt