Die Feuchter sind gegen den Tabellenvorletzten VfL Frohnlach auf Wiedergutmachung aus

SC-Coach Mösle: „Das ist Abstiegskampf!“

Die 0:4-Hinspielklatsche in Frohnlach war nicht nur für Kapitän Andi Reuß eine schmerzhafte Angelegenheit. | Foto: Heinrich Weiß2016/03/vflfrohnlachscfeuchtvorschau.jpg

Der SC Feucht hat am Freitagabend (19 Uhr) daheim die Möglichkeit gleich doppelt Wiedergutmachung zu betreiben. Zum einen gilt es gegen den VfL Frohnlach die herzhafte Hinspiel-Klatsche (0:4) auszumerzen und dann wäre da ja noch die 0:4-Pleite beim SC Eltersdorf von letzter Woche. Damit ist also – auch wenn die Feuchter das nicht gerne hören werden – ein Sieg im heimischen Waldstadion gegen den abgeschlagenen Tabellenvorletzten fast schon Pflicht.

FEUCHT – Vergleicht man die bisherigen Auftritte des SC Feucht mit seinem aktuellen Tabellenstand in der Bayernliga Nord, muss man feststellen, dass wohl kein Team besser dorthin passt, wo es gerade steht, als der Sportclub aus der Zeidlergemeinde. Platz zehn, Mittelfeld, aber ist das gleichzeitig auch nur Mittelmaß?

Dafür gibt es wie häufig zwei Betrachtungsweisen. Beim SC sind sie naturgemäß mit der bisherigen Ausbeute recht zufrieden. Mit 29 Punkten ist man bester Aufsteiger und hat gerade in Spielen gegen die Großen der Liga (SV Seligenporten oder Bayern Hof) schon berauschende Auftritte hingelegt. „Natürlich will man immer mehr, aber im Prinzip geht die Saison bislang schon so in Ordnung“, erklärt Mösle den aktuell hohen Zufriedenheitsfaktor rund ums Waldstadion.

Fehler brachte SC aus dem Tritt

Allerdings – und das ist die andere Seite der Medaille – wäre für ihn und seine Schützlinge tatsächlich mehr drin gewesen, hätte sich sein Team nicht den ein oder anderen etwas unerklärlichen Aussetzer geleistet. Beispielsweise beim 0:4 in Frohnlach am 8. Spieltag. Die Oberfranken hatten damals bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sieg verbuchen können, aber dann kam ja zum Glück der SC in den Landkreis Coburg und betätigte sich mal wieder als gern gesehener Aufbauhelfer. Ein Torwartfehler der Gäste brachte die Frohnlacher in die Erfolgsspur und die Feuchter völlig aus dem Tritt. Am Ende durften einige Spieler der Hausherren über ihre ersten Saisontore bzw. Saisonvorlagen jubeln, während sie beim SC grübelten, wie sie diese Partie eigentlich verlieren konnten. Heute rund sieben Monate später ist man diesbezüglich immerhin schon etwas schlauer. „Frohnlach ist eine gefährliche Mannschaft, wenn wir wieder so fahrlässig sind, schlagen die eiskalt zu“, warnt Mösle in Erinnerung an das Hinspiel und hofft. „Jetzt wissen wir aber worauf wir uns einlassen: Das ist Abstiegskampf!“

Mini-Aufschwung beim Gegner

Dennoch gilt der VfL als eine auf dem Papier lösbare Aufgabe. Zehn Punkte liegt der Sportclub bereits vor den Oberfranken, die allerdings vor der Winterpause noch zweimal gewinnen konnten und auch danach immerhin einen Punkt holten.

Trotz des Mini-Aufschwungs bei den Frohnlachern sollte aber die Qualität der Feuchter auch ohne die Verletzten Nico Wessner (Kapsel), Mo Shamoot (Blinddarm), Mario Swierkot (Mittelfußbruch) und Christoph Klier (Adduktoren) ausreichen, um die Verhältnisse wieder gerade zu rücken. Wahrscheinlich wird sogar wieder eine 3-4-3-Formation wie schon beim 3:2-Heimsieg gegen Erlenbach auflaufen. Denn: „Wir spielen zu Hause, wir müssen hier Druck aufbauen“, kündigt Mösle eine offensive Marschrichtung an.

Allerdings immer mit einem warnenden Zeigefinger, denn mit Platz zehn steht der Aufsteiger aktuell gut da, ist aber eben auch noch weit davon entfernt konstant zu sein.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann