Auswärtsspiel in Baiersdorf

SC braucht Paskos Tore

Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit: Mit 4:1 fegten die Feuchter damals die Baiersdorfer Kren-Kicker vom Platz. Den Deckel drauf machte damals für die Zeidler Stürmer Szymon Pasko. Von ihm erhoffen sich die SC-Verantwortlichen nun eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Monaten. | Foto: Meier2019/03/A-WessnerNico-weiss-li-unten-und-EckertMichael-weiss-Mitte-sorgen-fuer-Unruhe-vor-BSV-Tor.jpg

FEUCHT – Zuerst die unnötige Heimpleite gegen Mitterteich, dann auch noch der überraschende Kantersieg der Schwabacher beim TSV Neudrossenfeld – am vergangenen Wochenende hat sich die Situation an der Tabellenspitze der Landesliga Nord Ost für die Feuchter deutlich verschlechtert. Bis auf Platz vier wurden sie durchgereicht, und der Abstand auf Primus Bamberg beträgt bereits sieben Punkte. Die Fans erwarten von ihrem Team nun eine Reaktion. Allerdings bekommen es die Zeidler am Freitagabend (Anpfiff: 19 Uhr) in Baiersdorf mit einem höchst unbequemen Gegner zu tun, der selbst ums Überleben kämpft.

Die Partie gegen Mitterteich hat wieder einmal gezeigt: Mannschaften, die nicht mitspielen wollen, liegen den Feuchtern einfach nicht. Weil die Baiersdorfer, aktuell auf dem Schleuderplatz 15 beheimatet, ganz ähnlich einzuordnen sind und sicher gegen die spielstarken Feuchter nicht mit Hurra ins Verderben rennen wollen, sondern sich eher auf ihre Defensiv-Tugenden konzentrieren werden, hat SC-Coach Florian Schlicker unter der Woche sein Training entsprechend modifiziert und „viele Zweikampfelemente“ eingebaut.

Wichtiger noch als die Physis ist für Schlicker allerdings in diesem Fall die mentale Komponente. Denn er ahnt bereits: „Das wird sicher kein einfaches Spiel für uns. Sie schießen nicht viele Tore, bekommen aber auch nicht viele Tore. Wir müssen vor allem diesen Kampf dann auch annehmen.“

Erneute Personalsorgen

Wer mit wir gemeint ist, steht jedoch noch nicht fest. Auch in dem wichtigen Baiersdorf-Spiel muss der Feuchter Übungsleiter erneut auf Leistungsträger verzichten. Felix Spielbühler fällt definitiv weiter aus, und ob Abwehrchef Bastian Leikam und Lino D‘Adamo nach ihren schweren Erkältungen wieder soweit hergestellt sind, dass sie zumindest eine Alternative sein können, wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.

Weder krank noch verletzt, aber irgendwie schon länger aus der Spur wirkt einer, auf dem heuer eigentlich große Hoffnungen ruhen: Szymon Pasko. Für ein Team, das aufsteigen will, ist ein Knipser unabdingbar, und genau so ein Spieletyp ist der Pole eigentlich auch. Schnell, wendig, trickreich, mit einem guten Schuss und einem echten Torriecher ausgestattet. Acht Tore in den ersten acht Saisonspielen belegen seine Qualitäten.

Das Problem ist: Seit dem letzten Oktober, dem 3:2-Sieg in Schwabach, hat der 32-Jährige nicht mehr getroffen. Klar, danach folgte die lange Sperre (sechs Spiele) aufgrund der Tätlichkeit in Memmelsdorf. Aber nachdem er diese endlich abgesessen hatte, kam er nicht mehr richtig in Tritt.

Jetzt, am vergangenen Freitag gegen Mitterteich, wurde Pasko in der zweiten Hälfte für den verletzten Nico Wessner eingewechselt, tauchte aber genauso unter wie der Rest der Mannschaft.

Gründe für Paskos anhaltende Sturmflaute sieht Schlicker vor allem in der Belastung abseits des Fußballplatzes. „Es war beruflich kein einfaches Jahr für Szymon“, weiß Schlicker. Abgeschrieben hat er seinen Stürmer natürlich noch lange nicht: „Szymon will immer spielen. Ich bin mir sicher, er wird ins Rollen kommen.“

Am besten gleich am Freitagabend in Baiersdorf. Denn seine Mannschaft braucht aktuell seine Tore dringender denn je, soll es doch noch irgendwie mit dem Aufstieg klappen.

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Schäf, Kramer, Mbetssi, Oltean – Ivic, Eckert – Wessner, Klose, König – Pasko

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann