TV Altdorf vor den Spielen in Grimma und Dresden

Sächsischer Doppelpack

Zuspielerin Ellen Heimburger ist wieder fit und kann am Wochenende in Grimma und Dresden dabei sein. Ihre präzisen Zuspiele haben sie in der vergangenen Saison nicht nur einmal zur wertvollsten Spielerin der Altdorfer Mannschaft gemacht. | Foto: Daniel Frasch2020/11/Altdorf-TV-Ellen-Heimburger-scaled.jpg

ALTDORF – Die Volleyballerinnen des TV Altdorf sind am Wochenende gleich zweimal innerhalb von 20 Stunden gefordert. Der Partie beim letztjährigen Tabellenersten VV Grimma folgt am Sonntag das Duell beim VCO Dresden.

Nachdem das Heimspiel gegen den TV Dingolfing vor zwei Wochen wegen fehlender Testergebnisse des Gegners aus Niederbayern abgesagt werden musste, steht den Altdorfer Volleyballerinnen nun ein Doppelspieltag in Grimma und Dresden bevor. Überhaupt hält das Jahr 2020 noch eine Reihe an Partien bereit: Wenn alles nach Plan – und Spielplan – verläuft, tritt der TV Altdorf im laufenden Jahr noch siebenmal in der 2. Bundesliga an. Allerdings müssen sie fünfmal auswärts ran, nur zwei Partien finden in eigener Halle statt.

Immerhin haben die Altdorfer Löwinnen vom Landratsamt Nürnberger Land die nötige Erlaubnis erhalten, die Dreifachturnhalle nutzen zu dürfen und somit auch ihre Trainingseinheiten absolvieren zu können. Das alles geht, da die 2. Volleyball Bundesliga als Profisport geführt wird und daher nicht dem allgemeinen Hallenverbot der Amateurvereine unterliegt.
Aufgrund der wieder aufgenommen Übungseinheiten, erwartet Altdorfs Trainer Milan Dörnhöfer von seinen Spielerinnen entsprechend auch „Entwicklungsschritte, ob nun im technischen, taktischen, athletischen und hoffentlich auch im mentalen Bereich.

Samstagabend (18 Uhr) steht der derzeitige Tabellenvorletzte Altdorf (4 Spiele, ein Sieg, drei Niederlagen) in der Muldentalhalle dem letztjährigen Tabellenersten aus Grimma gegenüber. Die Sachsen wurden in der vergangenen Saison inoffizieller Meister der 2. Bundesliga, jedoch ohne am Ende den Aufstieg in Liga eins zu feiern.

Keine Fans, kaum Punkte

Bislang war es immer äußerst schwierig, in Grimma zu punkten, weil das Sachsenteam auf die phänomenale Unterstützung des eigenen Publikums zählen konnte. Das könnte ein Pluspunkt für Altdorf sein, immerhin sind am Wochenende auch in Sachsen keine Zuschauer erlaubt. Vorwärts Sachsen – Volleys Grimma hat in den bisherigen fünf Partien erst sieben Punkte ergattert und rangiert damit auf Platz neun in der Tabelle.

Nur 20 Stunden später ist der TV Altdorf im rund 80 Kilometer entfernten Dresden gefordert und beim vorjährigen Tabellenzweiten VCO zu Gast (14 Uhr). Der VCO gehört zur Struktur des Bundesligisten Dresdner SC und strebt unter dem Begriff „Volleyballclub Olympia“ an, seine hoffnungsvollen Talente mittel- und langfristig an die Mannschaft der 1. Bundesliga heranzuführen. Im Dresdener Kader hat es im Vergleich zur vergangenen Saison einen großen Umbruch gegeben.

Mit 19 Jahren die Älteste im Kader

So ist Diagonalspielerin Lydia Stemmler mit gerade einmal 19 Jahren nicht nur die älteste Akteurin in der Mannschaft, sie hat obendrein bereits Erstligaerfahrung beim Dresdner SC gesammelt. Libera Lotte Goertz ist 15 Jahre jung, mit Emely Nowak, Mira Ledermüller und Berit Rehse sind weitere drei Spielerinnen zarte 16 Jahre alt.

Doch die extrem junge Altersstruktur hinterlässt bislang auch Spuren: Mit sechs Zählern aus sechs Partien liegt der VCO Dresden derzeit nur auf Platz 10 und könnte – bei einer Heimniederlage gegen den TV Altdorf – von diesem überholt werden. Allerdings muss das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt, anders als die mittelfränkischen Gäste, nur ein Spiel am Wochenende bestreiten und dürfte daher körperlich ausgeruht und mental frischer in die Partie gehen als der TV Altdorf.

Die gute Nachricht aus Altdorfer Sicht: Trainer Milan Dörnhöfer kann beim Doppelpack im Osten beinahe aus dem Vollen schöpfen und hat nur wenige Ausfälle zu beklagen. Denn mit Tina Kosikowski und Ellen Heimburger sind die beiden Zuspielerinnen wieder fit und meldeten sich im Training zurück. Lediglich Neuzugang Naomi Janetzke und Libera Lisa Saß (Rückenverletzung) müssen am kommenden Wochenende passen. Doch die bislang gezeigten, überwiegend guten Leistungen gegen den VC Neuwied, SV Lohhof, TV Holz und die TG Bad Soden machen Mut und nähren die Altdorfer Hoffnungen, Zählbares von der Reise nach Sachsen mitzubringen und in der Tabelle ins gesicherte Mittelfeld zu klettern.

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