Spiel der Woche

Richtungsweisendes Derby

Kompaktes Verteidigen wie im Hinspiel ist ganz nach dem Geschmack von Feuchts Trainer Jan Völkel. | Foto: Krischan Kaufmann2019/11/Spiel-der-Woche-TSV-Feucht-FC-Ezelsdorf.jpg

FEUCHT – Der TSV Feucht empfängt am Sonntag den FC Ezelsdorf. Der Feuchter Trainer Jan Völkel warnt vor der Torgefahr des Gegners und hofft dennoch auf eine Wiederholung aus dem Hinspiel. Damals schlug der TSV den FCE auf dessen Platz mit 4:2.

Nach einer furiosen Saison 2018/19, die dank starker 55 Punkte mit dem Aufstieg in die Kreisliga endete, ist der TSV Feucht nach 13 Begegnungen auf dem harten Boden der Tatsachen angelangt. Mit zwölf Zählern aus 13 Spielen belegt die Mannschaft von Trainer Jan Völkel den letzten Tabellenplatz.

Hauptgrund für die Startschwierigkeiten ist die wacklige Defensive: 41 Gegentore kassierte Feucht bereits – und damit mehr als jedes andere Team der Kreisliga Ost. Auch wenn die deftigen Niederlagen gegen Meckenhausen (1:8) und Hofstetten (1:5) krasse Ausreißer waren: Mit einem Gegentorschnitt von 3,1 pro Partie steht sich der TSV bislang meist selbst im Weg.

Zu viele individuelle Fehler

„Es ist jetzt nicht so, dass unsere Abwehr kein Kreisliga-Niveau hat. Aber wenn du dem Gegner den Ball in die Füße spielst, dann kannst du daran wenig arbeiten. Von diesen individuellen, zum Teil kapitalen Fehlern sind uns in den letzten Spielen viel zu viele passiert“, erläuterte Trainer Jan Völkel erst kürzlich in einem Interview mit dem Boten. Das Problem: Individuelle Fehler lassen sich schwieriger abstellen als taktische Unzulänglichkeiten.

Dass der TSV die Null halten kann, bewies er vergangenen Sonntag beim Gastspiel in Pollanten. Dort blieben die Feuchter zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit ohne Gegentor (0:0), mit einem Zähler im Gepäck traten Völkel und seine Jungs die Heimreise an. „Vor allem für unsere Abwehrspieler ist das natürlich ein sehr gutes Gefühl“, sagt der TSV-Trainer und hofft auf einen positiven Effekt des ersten Punktgewinns nach zuvor drei Niederlagen in Folge.

Will der TSV den Abstand zum rettenden Ufer (Platz zehn) nicht vorzeitig abreißen lassen, sollte kommenden Sonntag (14.30 Uhr) jedoch mehr als nur ein Punkt herausspringen. Mit einem Sieg im Derby gegen den FC Ezelsdorf würde die Völkel-Elf den Rückstand auf den Rivalen auf einen Punkt verkürzen.

Wie man gegen den FCE gewinnt, wissen sie in Feucht. Im Hinspiel am dritten Spieltag feierte der TSV auf des Gegners Platz einen 4:2-Sieg. Serdar Özivgen und Astrit Veliqi drehten einen 1:2-Rückstand und bescherten dem Aufsteiger den ersten Saisonsieg. „Damals hat einfach die Einstellung gestimmt, die war eines Derbys würdig. Die Laufbereitschaft und die Aggressivität meiner Jungs war super, außerdem haben wir in Ezelsdorf zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, erinnert sich der TSV-Trainer an die Partie. Auf eigenem Rasen soll mit einer ähnlichen Energieleistung der vierte Saisonsieg errungen werden. Voraussetzung für einen Erfolg ist jedoch wieder eine sattelfeste Defensive.

Ezelsdorfer Torgefahr

Viel Arbeit wird auf den Feuchter Abwehrverbund zu kommen, allen voran Ezelsdorfs Angreifer Janis Nauhardt zeigte sich bislang brandgefährlich. Beim jüngsten 4:1-Erfolg über den TSV Wolfstein trug sich der erst 19-Jährige zweimal in die Torschützenliste ein und schraubte sein Torkonto auf sieben Treffer. „Wir müssen wie schon in Pollanten wieder als Mannschaft gut verteidigen. Ezelsdorf hat mit Christian Schönweiß und Markus Theil bei Standards weitere Spieler im Kader, die wissen wo das Tor steht“, warnt der Feuchter Coach vor der Torgefahr des Gegners.

Glaubt man den Worten des Feuchter Aufstiegstrainers, lohnt sich ein Besuch Sonntagnachmittag am Feuchter Segersweg. „Es wird mit Sicherheit eine intensive und enge Kiste, in der Kleinigkeiten und Standardsituationen den Unterschied machen werden. Aber beide Mannschaften wollen spielen, daher erwarte ich auch einen Fußball, den man sich anschauen kann“, blickt Völkel auf das Derby am 14. Spieltag voraus.

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch