Krimi im Abstiegskampf

Raus aus dem Keller

Abstiegskampf pur: Winkelhaids Susanne Spychala packt zu. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Winkelhaid-TSV-Susanne-Spychala-scaled.jpg

Winkelhaid – Die abstiegsbedrohten Handballdamen des TSV Winkelhaid können beim Tabellennachbarn HSG Fichtelgebirge Boden im Abstiegskampf gutmachen.

Nach dem überraschenden und hart erkämpften Punktgewinn gegen den HSV Bergtheim vergangenen Samstag sind die Damen des TSV Winkelhaid am Samstag (14.30 Uhr) beim Tabellennachbarn, der HSG Fichtelgebirge, gefordert. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Wilfling, die sich beim 30:30 eindrucksvoll im Abstiegskampf zurückmeldete, verließ den letzten Tabellenplatz und übergab Platz 14 an den TSV Haunstetten II. Mit 5:23 Punkten belegt der TSV Rang 13, Gastgeber HSG Fichtelgebirge rangiert mit 6:22 Zählern auf Platz zwölf.

Eine Tabellensituation, die die Wichtigkeit der bevorstehenden Partie unterstreicht. Spielführerin Verena Götz und ihre Mannschaftskolleginnen erwartet ein Vier-Punkte-Spiel in Oberfranken, im Falle eines Auswärtssieges könnten sie bei einer gleichzeitigen Niederlage des TSV EBE Forst United beim HC Erlangen erstmals seit langer Zeit auf einen Nichtabstiegsplatz springen.

An das Hinspiel anknüpfen

Gute Erinnerungen hat der TSV an das Hinspiel, das er trotz widriger Umstände mit 22:17 für sich entschieden hatte. Spielmacherin Verena Götz musste damals aufgrund einer roten Karte kurz vor der Pause vom Feld. Doch anstatt auseinander zu brechen und den Faden zu verlieren, ging ein Ruck durch das Winkelhaider Team und der Kampfgeist wurde geweckt. Mit sechs Treffern war Rückraumspielerin Anna Seidl im ersten Vergleich die überragende Akteurin auf Winkelhaider Seite, hinten hielt Torhüterin Tanja Seger ihren Kasten sauber und trieb die Außenangreiferinnen der Gäste zur Verzweiflung.

Wie bereits im ersten Duell, will Winkelhaid auch diesmal mit einer stabilen und aggressiven Abwehrleistung sowie einem hohen Tempospiel die wichtigen Punkte aus Wunsiedel entführen. Besonderes Augenmerk wird die TSV-Defensive dabei erneut auf Franziska Scheidler legen. Wie im Hinspiel erfolgreich demonstriert, muss der TSV-Abwehrverbund versuchen, die wurfstarke Rückraumspielerin der Gastgeber in den Griff zu bekommen. Damals gelang ihm das sehr gut – und Scheidler nur vier Treffer.

Disziplin ist gefragt

Aggressivität auf der einen Seite, Disziplin auf der anderen. Trainer Sebastian Wilfling wird seine Spielerinnen auch an die negativen Dinge im ersten Duell erinnern. In der Dr.-Dietmar-Trautmann-Halle kassierten die Winkelhaiderinnen fünf Zwei-Minuten-Strafen und brachten sich selbst in Bedrängnis. Die engagierten Trainingsleistungen der TSV-Damen unter der Woche stimmen jedenfalls positiv. Zudem steht Trainer Wilfling, wie schon beim Punktgewinn gegen den HSV Bergtheim, der komplette Kader zur Verfügung.

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