Zwei Mannschaften aus dem PZ-Land bei der Allgäu-Orient-Rallye

Rallye-Teams starten in den Orient

Den „Southern Allstars“ war für die Fahrt in die Wüste das Platzangebot eines Kleinbusses wichtig, so dass viele Sachspenden transportiert werden können.2015/05/100178_AORAnkueSouthernAllstarsBusseReihe_New_1430467273.jpg

NÜRNBERGER LAND — In knapp einer Woche fällt der Startschuss zur Allgäu-Orient-Rallye. Gleich zwei Mannschaften aus dem PZ-Land sind dann dabei: Sie wollen fremde Länder und Menschen kennenlernen und dabei auch noch durch Spenden Gutes tun.

Als zwei von 111 Gruppen gehen die heimischen Teams bei der 10. Allgäu-Orient-Rallye an den Start und die Schnapszahlen stehen bei ihnen hoch im Kurs, schließlich ergatterten sie die Startplätze 22 und 99. Team 22 macht schon mit dem Namen „Allmääächd na – Franken Racing“ klar, woher man kommt. Das Sextett kennt sich bis auf eine Ausnahme von der gemeinsamen Schulzeit in Röthenbach und besteht aus Maximilian Bock (Schwaig), Philip Goik (Schwaig), Philipp Ulbricht (Lauf), Laura Graf (Röthenbach), Simon Reif (Laufamholz) und Christopher Damm. Team 99 setzt mit dem Namen „Southern Allstars“ eher auf internationale Verständlichkeit. Hier gehen Jessica Riedel (Ottensoos), Mark Schneider (Ottensoos), Matthias Dirlewanger (Röthenbach), Peter Pfeiffer, Nina Krogloth und Jana Zechmann ins Rennen.

Die Fahrt beginnt am 9./10. Mai in Oberstaufen im Allgäu und endet drei Wochen später in Amman in Jordanien. Während dieser Zeit müssen die Teams verschiedene Aufgaben, ähnlich einer „Schnitzeljagd“, erledigen. Navigationsgeräte sind tabu; ebenso Autobahnen und Fähren. Übernachtet wird im Auto oder im Zelt. Als Hauptpreis winkt dem Siegerteam ein Kamel, das aber üblicherweise vor Ort einem armen Bauern geschenkt wird.

Die Rallye will keine reine Spaß-Veranstaltung sein, sondern vor allem einem wohltätigen Zweck dienen. Die Regeln besagen unter anderem, dass ein Auto beim Start nur mit zwei Personen besetzt sein darf, die Fahrzeuge 20 Jahre alt sein müssen oder nicht mehr als 1111,11 Euro wert sein dürfen. Die Autos gehen nach der Rallye in den Besitz des WFP (World Food Programme, eine Unterorganisation der UNO) über. Mit dem Verkaufserlös werden Hilfsprojekte in Jordanien finanziert.

Die heimischen Crews zeigen schon die große Bandbreite der Rallye-Teilnehmer: Bei „Franken Racing“ gehen sechs Männer im Alter von 25 bis 27 an den Start, die in ihren BMW-Kombis aus Platznot keine Sachspenden mitnehmen können und stattdessen mit angepeilten 20 Prozent ihres Etats – zurzeit geht die Gruppe von Gesamtkosten von rund 25 000 Euro aus – die vom Kabarettisten Christian „Fonsi“ Springer gegründete Aktion „Orienthelfer“ unterstützen, die Opfern des Syrienkonflikts hilft.

Als „Southern Allstars“ starten drei Frauen und drei Männer im Alter von 21 bis 39 Jahren. Ihre Gefährte sind betagte VW-Busse, die viel Platz bieten, so dass das Sextett reichlich Sachspenden übergeben kann: an ein Heim für geistig behinderte Kinder in Rumänien, ein onkologisches Kinderkrankenhaus in Bulgarien und die Hundehilfe Nordbalaton in Ungarn.

Als Konkurrenz versteht man sich nicht, schließlich fühlen sich alle Teams dem Anspruch verpflichtet, nicht nur Spaß zu haben, sondern auch etwas Gutes zu tun. Pannenhilfe unterwegs ist also für die beiden Gruppen aus dem PZ-Land selbstverständlich.

Weitere Infos zu den Teams:

www.frankenracing.de

www.southern-allstars.de

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren