Vorschau Kreisklasse 4

Plötzlich ist Platz zwei wieder eine Option

Weißenbrunns 15-facher Torschütze Yannik Martin (im Hintergrund Spielertrainer Alexander Pfarherr), der vor Wochenfrist berufsbedingt gefehlt hat, kann am morgigen Sonntag gegen Weigendorf/Hartmannshof für den FSV wieder auf Torjagd gehen. | Foto: Keilholz2019/03/DSC05044-1.jpg

LEINBURG – Nach seinem Traumstart aus der Winterpause will das heimische Kreisklassentrio, das an diesem Wochenende durch die Bank daheim am Ball ist, nachlegen. Der FSV Weißenbrunn (Hinspiel 3:0) festigt mit einem Sieg gegen die SpVgg Weigendorf/Hartmannshof seine Rolle als Verfolger, während sich die „Zweite“ der SpVgg Diepersdorf, die in der Vorrunde bei der Reserve des 1. FC Hersbruck 4:1 triumphiert hat, weiter aus der Abstiegszone absetzen kann. Keine so guten Erinnerungen hat der TV Leinburg an seinen Gegner Sittenbachtal; die Hinrundenpartie ging damals 2:4 verloren.

Für den FSV Weißenbrunn (6.) ist Platz zwei nach dem richtungsweisenden Sieg in Heuchling plötzlich eine mögliche Option. Um diese sich abzeichnende Chance weiter wachsen zu lassen, heißt es für das Team von Spielertrainer Alexander Pfarherr, gegen die SpVgg Weigendorf/Hartmannshof (8.) nachzulegen.

Die Kombi-Elf aus dem Osten des Fußballkreises befindet sich nach einem Höhenflug zu Saisonbeginn, als man die ersten vier Spieltage die Tabelle anführte, auf dem absteigenden Ast und hat sich vor Wochenfrist daheim von der Reserve der SpVgg Diepersdorf mit 3:1 aufs Kreuz legen lassen.

Personell kann FSV-Coach Pfarherr aus dem Vollen schöpfen. Zur siegreichen Elf in Heuchling kommen Andreas Martin, der vor Wochenfrist beruflich verhindert war, und Maximilian Reznizek hinzu, der seine Verletzung überwunden hat.

Der FSV geht mit einiger Zuversicht ins erste Heimspiel nach der Winterpause. Spielleiter Karlheinz Kunz: „Wir wollen unseren Zuschauern ein attraktives Spiel zeigen und, wenn es einigermaßen läuft, die drei Punkte bei uns behalten“.

Was die Trainersuche für die nächste Saison betrifft, hat der FSV zwischenzeitlich Nägel mit Köpfen gemacht, hält sich, was den Namen betrifft, aber noch bedeckt. So viel hat sich Spielleiter Kunz zumindest schon einmal entlocken lassen: Der Nachfolger von Alexander Pfarherr ist ebenfalls Spielertrainer; offiziell bekannt gegeben wird der Name in der nächsten Woche.

Fast alle Mann an Bord

Der TV Leinburg (10.) hat nach seinem gelungenen Start aus der Winterpause erneut ein Heimspiel vor sich. Als Gegner kommt die SpVgg Sittenbachtal in den Sportpark, die im Gegensatz zur Opcin-Elf am vergangenen Sonntag zur Tatenlosigkeit verurteilt war.

Spielertrainer Denis Opcin will den Schwung des 3:1-Sieges gegen den TSV Lauf – Abteilungsleiter Dominik Raab: „Letztendlich war es ein souveräner Sieg, auch wenn uns die beiden Sieg bringenden Tore erst spät gelungen sind“ – mit ins Spiel gegen Sittenbachtal nehmen und erneut voll punkten.

Das Vorrundenspiel ging mit 2:4 verloren. Und Sittenbachtal ist „ein unangenehmer Gegner“, wie Abteilungsleiter Raab offen einräumt. Soll es für die Leinburger allerdings in der Tabelle noch einige Ränge nach oben gehen, gilt es auch gegen die Spitzenteams zu bestehen.

Bis auf Alexander Heller, der noch wegen den Nachwirkungen einer Grippe geschwächt ist und pausiert, hat Trainer Denis Opcin alle Mann an Bord und kann seine stärkste Elf aufstellen.

Durststrecke beendet

Großes Aufatmen bei der Reserve der SpVgg Diepersdorf. Mit dem überraschenden 3:1-Sieg in Weigendorf konnten Spielertrainer Frank Fahsl und seine Elf ihre lange Durststrecke von acht Niederlagen in Serie endlich beenden.

Damit hat der Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt ein Polster von sieben Punkten zwischen sich und dem 1. FC Röthenbach auf dem Abstiegs-Relegationsplatz bringen können.

Spielertrainer Frank Fahsl will nach dem doch etwas unerwarteten Auswärtssieg: „Wir haben kämpferisch eine Top-Leistung geboten und völlig verdient gewonnen, obwohl die Voraussetzungen vor dem Spiel gar nicht so gut gewesen sind“, im Reserveduell gegen Mitaufsteiger 1. FC Hersbruck (5.) will man nachlegen und den Hinspielsieg wiederholen.

Was allerdings gegen die SpVgg-Reserve spricht, ist die miserable Heimbilanz. Während auswärts 15 Punkte zu Buche stehen, haben Frank Fahsl und seine Elf daheim erst ein einziges Mal jubeln dürfen (2:1-Sieg gegen den Abstiegskandidat SV Schwaig II), sind aber schon achtmal als Verlierer vom Platz gegangen.

Diese „schwarze Heimserie“ zu durchbrechen wird also die Herausforderung morgen sein. Was die Aufstellung betrifft, kann Fahsl: „Wir wollen möglichst schnell aus dem Tabellenkeller wegkommen“, bis auf Florian Költsch, der bei seinem entscheidenden Tor zum 3:1 in Weigendorf einen Schlag auf den Mittelfuß abbekommen hat, aus dem Vollen schöpfen.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz