Peter Renner und Tim Kleinwächter

Platz vier bei Paracycling-Europacup

Mit hohem Tempo durch enge Gassen: Beim Europacup in der Nähe von Brescia war das fahrerische Können von Pilot Peter Renner aus Engelthal (vorne) ebenso gefragt wie die Muskelkraft von Tim Kleinwächter. | Foto: privat2017/04/8069396.jpeg

BRESCIA (wk) – Gute Leistung, aber bitteres Ende zum Saisoneinstieg: Bei der ersten Standortbestimmung, dem Start in den Europacup im Paracycling, haben es der Engelthaler Tandem-Pilot Peter Renner und der sehbehinderte Tim Kleinwächter aus Bad Windsheim in der Kombination aus Zeitfahren und Straßenrennen auf Platz vier geschafft. Die Strecken waren nahe Brescia, bei den Orten Verolanuova und Canio.

168 europäische Athleten traten auf der zehn Kilometer langen Zeitfahrstrecke in die Pedale. In dem bergigen Gelände galt es rund 220 Höhenmeter auf den ersten fünf Kilometern zu absolvieren. Die sehr kurvenreiche Strecke bewältigten Kleinwächter/Renner in 16:09 Minuten. Sie kamen hinter dem Paralympics-Sieger aus den Niderlanden und einem italienischen Team auf Platz drei.

Voller Zuversicht ging es dann in Verolanuova ans Straßenrennen über 81,2 Kilometer durch enge Gassen und Winkel der italienischen Kleinstadt. Schon In Runde eins des insgesamt 14 Mal zu fahrenden 5,8 Kilometer langen Rundkurses setzten sich drei niederländische Teams und das für das Herrmann-Rennteam startende Duo Renner/Kleinwächter vom Hauptfeld ab.

Durch geschicktes Taktieren der Niederländer mussten die beiden Deutschen abreißen lassen und fuhren von da an ihr eigenes Rennen als einzelner Verfolger vor dem Rest des Feldes. Dies war ungleich schwieriger, weil die drei Tandems an der Spitze bei ständigem Wechseln und Windschattenfahren ihre Kräfte einteilen konnten. So überquerte das Tandem Kleinwächter und Renner als Vierter die Ziellinie.

Einen bitteren Beigeschmack hatte die Bekanntgabe des Gesamtergebnisses: Wegen eines Messfehlers beim Zeitfahren rutschten Tim Kleinwächter und Peter Renner auf den vierten Platz ab und so reichte es auch in der Gesamtwertung nur zum guten, aber undankbaren Rang vier. „Für uns waren die Rennen in Ordnung, wir sind mit unserer Leistung zu Beginn der Saison zufrieden, stehen wir ja erst am Anfang unserer gemeinsamen Karriere auf dem Renntandem“, resümierte das Duo.

Zeit zum Verschnaufen gibt es nicht: Vom 12. bis 14. Mai steht das erste Weltcup-Rennen im italienischen Maniago an, danach geht es zum Weltcup ins belgische Ostende.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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