TV Altdorf siegt im Kellerduell klar mit 3:0

Pflichtaufgabe bestanden

MVP die Achte und Neunte: Sowohl beim 3:0-Sieg in Waldgirmes als auch bei der 0:3-Niederlage in Neuwied wurde Juliane Kind (Mitte) zur wertvollsten Altdorfer Spielerin gekürt. Mittelblockerin Sandra Ullrich (rechts) und Libera Stephanie Hofmann freuen sich mit ihr. | Foto: Steffen Bär2021/03/Altdorf-NEU-TV-in-Waldgirmes-scaled.jpg

ALTDORF – Mit einem 3:0 über den TV Waldgirmes bauen Altdorfs Volleyballerinnen den Vorsprung zur Abstiegszone aus. Die Niederlage beim Spitzenreiter VC Neuwied 77 tags darauf fällt dabei nicht ins Gewicht.

Den Volleyball-Damen des TV Altdorf gelingt ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt: Beim Tabellenletzten TV 05 Waldgirmes revanchierten sich die Löwinnen für das Nervenflatter-Heimspiel im November, das die Altdorferinnen mit 2:3 abgegeben hatten und gewannen das zweite Duell souverän mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:21). Es war der zweite Dreier in der neunten Auswärtspartie. Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut, fehlten den Gästen mit Zuspielerin Christina Kosikowski und Diagonalspielerin Alina Hösch doch zwei Stützen der Mannschaft.

Die Altdorfer TV-Damen starteten im Auftaktsatz etwas nervös, lagen bei der ersten technischen Auszeit mit 6:8 hinten und fanden nur zögerlich ins Spiel. Zunehmend führte Altdorfs Zuspielerin Ellen Heimburger gekonnt Regie und brachte ihre Außenangreiferinnen mit hohen und punktgenauen Pässen ins Spiel. Eine couragierte Leistung zeigte auch wieder die 20-jährige Naomi Janetzke, die mit starken Angriffs- und Blockaktionen überzeugte. Spätestens ab Mitte des ersten Satzes dominierte die Altdorfer Sechs die Gastgeberinnen und demonstrierte dabei eine minimale Fehlerquote sowie eine grundsolide Annahme. Besonders Spielführerin Katharina Schön, die in den vergangenen Spielen immer besser in Fahrt kam, konnte ihre „noch offene Rechnung aus dem Hinspiel“ mit starken Angriffsaktionen begleichen – 25:19.

Viel Wucht über die Außenpositionen

Von Beginn an trumpften die Gäste im Folgesatz (25:20) auf: Kleine Fehler steckten sie stoisch weg, die clever aufspielende Ellen Heimburger zog ihr Spiel über die Außenpositionen auf, welches mit Wucht und Durchschlagskraft von Juliane Kind und Katharina Schön erfolgreich umgesetzt wurde. Mit einer überzeugenden Leistung konnte sich auch Altdorfs neue Libera Stephanie Hofmann, die erstmals komplett durchspielte, empfehlen. Flink auf den Beinen, rettete sie einige schwierige Bälle intuitiv und entschärfte gekonnt gegnerische Angriffsaktionen. Nach ihrem Wechsel vom TV 1860 Fürth vor drei Wochen absolvierte die 32-Jährige bereits ihr drittes Spiel für den TV Altdorf, verwies im Anschluss auf „die gute Mannschaftsleistung“ und gestand: „Es hat mir heute richtig Spaß gemacht, zu spielen. Und dem Rest der Mannschaft natürlich auch.

Enger verlief schließlich der dritte Durchgang, in dem das hessische Schlusslicht stärker dagegen hielt. Weil sich die Gastgeberinnen immer besser auf Altdorfs Angreiferinnen eingestellt hatte, führten sie zu den technischen Auszeiten mit 8:6 und 16:12. Doch die Partie kippte nicht, Altdorf hielt in der Crunchtime mit starken Aufschlagserien dagegen. Erfolgreich waren in dieser Phase vor allem die kurzen Aufschlagvarianten von Naomi Janetzke. Nachdem die Mannschaft von Trainer Milan Dörnhöfer den Satz gedreht hatte, beendete schließlich Zuspielerin Ellen Heimburger das Match zum 25:21 mit einem Ass. Bereits zum achten Mal in der laufenden Spielzeit wurde Altdorfs Topscorerin Juliane Kind zur wertvollsten Spielerin gekürt. Altdorfs Co-Trainer Hannes Willmer zog nach dem Duell zufrieden Bilanz: „Natürlich wollten wir die drei Punkte. Noch wichtiger jedoch ist, dass wir es mal wieder geschafft haben, zwei Spiele in Folge unser Können unter Beweis zu stellen.“ Wie erhofft, konnte der TV Altdorf am Samstagnachmittag an die starke Leistung gegen den TV Dingolfig vor zwei Wochen anknüpfen und somit den zweiten Sieg in Folge einfahren.

Dem Spitzenreiter Paroli geboten

So war die 0:3-Niederlage (22:25, 15:25, 17:25) keine 24 Stunden später beim Spitzenreiter VC Neuwied 77 zu verschmerzen. Das Team aus Rheinland-Pfalz ist gespickt mit vier semiprofessionellen US-Amerikanerinnen und marschiert seit Monaten souverän an der Tabellenspitze in Richtung 1. Bundesliga. Und dennoch wussten die Löwinnen auch beim Tabellenersten lange Zeit zu überzeugen, kämpften mit großer Moral um jeden Ball und zeigten bis Mitte des zweiten Satzes eine äußerst ansprechende Leistung. Im dritten Durchgang war den Gästen jedoch deutlich der Verschleiß anzumerken, den die Partie einen Tag zuvor sowie die Ausfälle von Christina Kosikowski und Alina Hösch nach sich zogen. Technische Fehler in der Annahme führten zu Punktverlusten, zudem hatte Altdorf den Angriffsaktionen von Neuwieds Meike Henning (MVP) wenig entgegenzusetzen. Zu ihrem ersten Einsatz im Altdorfer Trikot kam dabei Juliane Doranth, die ihr Leistungsvermögen wiederholt andeutete. Beste Spielerin wurde erneut Juliane Kind.

Durch den Sieg in Waldgirmes klettert der TVA in der Tabelle auf Rang zehn und baut den Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang zwölf (Vilsbiburg II) auf fünf Zähler aus. Kommenden Samstag (19 Uhr) ist der Tabellenzweite VC Wiesbaden II zu Gast in Altdorfs Dreifachturnhalle.

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