Neunhof mit knappem Sieg, Schnaittach gewinnt in Reichenschwand

Ottensoos erneut nur Remis

Der FC Schnaittach war, wie hier Simon Schenkl gegen Patrick Mutter, in Reichenschwand obenauf und holte einen 3:1-Auswärtssieg. | Foto: Keilholz2019/03/FC-Reichenschwand-FC-Schnaittach-Schenkl-gegen-Mutter-Foto-mk.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) —Der FC Ottensoos, Tabellenführer der Kreisliga 2, bleibt zwar weiter ungeschlagen, wird mit der Punkteteilung beim TSV Brand aber sicherlich nicht zufrieden sein. Trotz des Sieges des Verfolgers Neunhof beträgt der Vorsprung aber weiterhin komfortable neun Punkte. Schnaittach drehte bei Reichenschwand das Spiel und kletterte auf den neunten Tabellenplatz. Laufs Reserve musste ohne gelernten Torhüter antreten und verlor zu Hause mit 2:4 gegen Kühlenfels.


TSV Brand – FC Ottensoos 2:2 (2:0) – Der TSV Brand und der FC Ottensoos teilen sich die Punkte. Den Gästen war von Anfang an anzumerken, dass ihnen das torlose Unentschieden vergangene Woche überhaupt nicht geschmeckt hat. Ottensoos zeigte seine Spielstärke, konnte die Offensivaktionen aber noch nicht verwerten. In Punkto Chancenauswertung hatten klar die Gastgeber die Nase vorn. Der früh eingewechselte Cheng tauchte bei einem Konter frei vor FCO-Schlussmann Königseder auf. Dieser war bei Chengs Abschluss zwar noch dran, der Ball trudelte aber trotzdem ins Tor. Auch das 2:0 fiel durch einen Konter. Mit dem Pausenpfiff senkte sich Kratzers Heber von der linken Seite in das Tor, zur sicherlich schmeichelhaften Pausenführung. Im zweiten Durchgang spielten fast nur noch die Gäste, Brand warf sich aber mit seinem ganzen Aufgebot entgegen. Aus dem Spiel heraus wollte Ottensoos kein Tor gelingen, da musste ein Gewaltfreistoß von Götz her. In der 70. Minute wuchtete der FC-Innenverteidiger das Leder aus 18 Metern ins Tor. Und weil es in der 70. Minuten so gut funktionierte lief Götz auch in der 89. Minute nochmal an. Vorausgegangen war ein Foul von Fleischmann, welches Schiedsrichter Kratz als Notbremse wertete. Diesmal war der direkte Freistoß sogar noch abgefälscht und schlug ein. Am Ende ein später, aber sicherlich verdienter Ausgleich für den Ligaprimus.
Tore: 1:0 (22.) Cheng; 2:0 (45.) Kratzer; 2:1 (70.) Götz; 2:2 (89.) Götz Rote Karte: Fleischmann (87./Brand/Notbremse); Gelb/rote Karte: Roth (91./Brand/Meckern) SR: Karl-Heinz Kratz Zuschauer: 120

TSV Neunhof – SG Oberes Pegnitztal 1:0 (1:0)– Etwas überrascht wurde der TSV Neunhof vom mutigen Auftreten der Gäste. Die favorisierten Platzherren konnten sich kaum Feldvorteile und Chancen erspielen und gingen wie aus dem Nichts durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung. Innenverteidiger Schmitt verwandelte aus 20 Metern zentral vor dem Tor per Aufsetzer. Nach dem Seitenwechsel wurde Neunhof stärker und der SG schwanden etwas die Kräfte. Der TSV setzte seine Spitzen Galster und Gruber gut ein, die sonst so treffsicheren Offensivkräfte vergaben aber aussichtsreiche Chancen und es blieb bei der knappen Führung. In der Abwehr hatte Neunhof aber über 90 Minuten alles im Griff und ließ kaum Tormöglichkeiten für das Obere Pegnitztal zu. So reichte am Ende auch ein einziger Treffer um die drei Punkte zu Hause zu behalten.
Tore: 1:0 (38.) Schmitt Gelb/rote Karte: Marco Singer (87./Oberes Pegnitztal); Riccardo Singer (88./ Oberes Pegnitztal) SR: Johann Bauer Zuschauer: 130

FC Reichenschwand – FC Schnaittach 1:3 (1:2) – Der FC Reichenschwand muss sich nach einer frühen Führung noch mit 1:3 gegen den FC Schnaittach geschlagen geben. Spielertrainer Lämmermann brachte sein Team in der zwölften Minute in Front. Danach schlichen sich jedoch teils haarsträubende Fehler in das Reichenschwander Spiel, welche Schnaittach zum Toreschießen geradezu einluden. Torhüter Maul verlor den Ball in der 20. Minute beim Versuch Boz auszuspielen und dieser bedankte sich mit dem 1:1. In der 44. Minute machte es ein Reichenschwander Verteidiger seinem Torhüter nach und verlor ebenfalls den Ball in einem unnötigen Zweikampf. Diesmal hieß der Nutznieser Hadergjonaj. Im zweiten Durchgang wurde die Partie sehr zerfahren. Viele taktische Fouls unterbrachen Reichenschwands Angriffsbemühungen. Daraus resultierten immer wieder Freistöße, die Kopfbälle wurden aber alle entschärft. In der 80. Minute entschied Schnaittachs Hofmann die Begegnung. Dem Stürmer wurde ein Ball von Reichenschwand in die Füße gespielt und damit wurde auch er zum Toreschießen eingeladen.
Tore: 1:0 (12.) Lämmermann; 1:1 (20.) Boz; 1:2 (44.) Hadergjonaj; 1:3 (80.) Hofmann Gelb/rote Karte: Deniz (90./Schnaittach) SR: Mahmut Gün Zuschauer: 110

SK Lauf II – SC Kühlenfels 2:4 (1:2) – Laufs Reserve musste einige kurzfristige Absagen wegstecken. Unter anderem mussten die Laufer ohne gelernten Torhüter antreten und so stand Nwosu von Anfang an zwischen den Pfosten. Die ersten Minuten nahm Lauf kaum am Spiel teil und Wölfel bestrafte den Sportklub bereits in der fünften Minute mit dem 0:1. Erst durch diesen Gegentreffer wurden die Laufer wachgerüttelt und erspielten sich erste Chancen. Nach zwei Torannäherungen durch Leontjev verwandelte Bürner in der 21. Minute zum verdienten Ausgleich. Nach dem 1:1 verfiel der SK aber wieder in das alte Muster und machte zu wenig Druck auf heimischen Platz. Bestraft wurde diese Nachlässigkeit durch das 1:2. Ein „Flipper-Tor“. Meiers Klärungsversuch wurde geblockt, sprang Laufs Kapitän ins Gesicht und landete über Umwege schließlich bei Dahl. Dieser überwand Nwosu im Fallen und stellte auf 1:2 zur Pause. Die Präsenz der Laufer im zweiten Durchgang war besser, zu oft wurden die Angriffe aber abgefangen bevor der SK überhaupt in die Gefahrenzone eindringen konnte. Zudem fehlte den Gastegbern das nötige Spielglück. Auch das 1:3 fiel kurios. Eine Flanke von Wölfel wurde von Wycisczok mit der Hacke abgefälscht und der Ball landete direkt im Tor. Lauf war gezwungen aufzumachen und durch einen Absprachefehler bereitete der SK Schraml das 1:4 selbst vor. Das 2:4 von Johannes Gabsteiger per verwandelten Foulelfmeter blieb Ergebniskosmetik.
Tore: 0:1 (5.) Wölfel; 1:1 (21.) Burner; 1:2 (33.) Dahl; 1:3 (72.) Wölfel; 1:4 (77.) Schraml; 2:4 (86./FE) J. Gabsteiger SR: Willi Odenbach Zuschauer: 65

N-Land Pegnitz-Zeitung
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