Vorschau Kreisliga 2/Kreisklasse 4

Opcin übernimmt in Leinburg

Steht vor einer Herkulesaufgabe: Denis Opcin soll den kriselnden TV Leinburg in der Kreisklasse 4 zum Klassenerhalt führen. | Foto: Zink2017/11/denisopcin.jpg

LEINBURG – Die Schlagzeile der Woche kommt vom TV Leinburg. Dort hat die Vereinsführung auf die sportliche Talfahrt reagiert und mit Denis Opcin einen neuen Trainer aus dem Hut gezaubert. Auf den neuen starken Mann im Sportpark wartet mit seiner Elf beim SV Henfenfeld gleich eine ziemlich schwere Auswärtsaufgabe.

Nebenan in Diepersdorf warnt Spielertrainer Daniel Wolf nach dem überzeugenden 4:0 gegen den TSV Neunkirchen am Brand nun gegen den FC Reichenschwand vor Überheblichkeit. „Die drei Punkte werden uns nicht geschenkt, die müssen wir uns wie in jedem anderen Spiel auch durch Leistung verdienen“, hofft der SpVgg-Coach von seiner Elf die gleiche Einstellung und Konzentration wie zuletzt gegen den Tabellenführer.

Komfortable Ausgangsposition

Als Tabellenzweiter und erster Verfolger des SV Ermreuth, der am zurückliegenden Spieltag auch dank Schützenhilfe der Scherau-Fußballer erstmals Platz eins erobert hat, befindet sich die SpVgg Diepersdorf in einer komfortablen Ausgangssituation. Zur Wachablösung und Übernahme der Tabellenführung haben Spielertrainer Daniel Wolf und seine Elf noch fast die gesamte Rückrunde Zeit. Personell setzt der SpVgg-Coach gegen Reichenschwand auf die Elf, die mit einer mehr als überzeugenden Leistung den Tabellenführer zur Strecke gebracht hat.

Erster Eindruck war positiv

Mit der Verpflichtung von Denis Opcin hat der TV Leinburg für einen echten Paukenschlag gesorgt. Als Spielertrainer des 1. FC Altdorf und danach beim SV Schwaig dürfte der 36-jährige, der die letzten vier Jahre mit Erfolg den SC Großschwarzenlohe betreut hat, vielen Fußballanhängern im südlichen Landkreis noch bestens bekannt sein.

In Leinburg, das nur eines seiner letzten neun Spiele gewinnen konnte, wartet auf den neuen Trainer jede Menge Arbeit. Beim Training am Donnerstag-Abend hat sich Opcin einen ersten Eindruck von der Mannschaft machen können.

Blockaden in den Köpfen

„Der erste Eindruck war gut; die Jungs haben gut mitgezogen“, so der neue starke Mann im Sportpark in seiner ersten Einschätzung. Allerdings ist diesem auch klar, dass viel Arbeit wartet, um die negative sportliche Entwicklung umzukehren. Opcin: „Wir müssen sehen, dass wir es so schnell wie möglich es hinbekommen, ordentlichen Fußball zu spielen.“ Dass das erste Spiel unter seiner Verantwortung in Henfenfeld eine große Herausforderung ist, dessen ist sich Opcin sehr wohl bewusst. Dieser hofft, dass er in den wenigen Tagen, seit denen er im Sportpark das Sagen hat, bereits die eine oder andere Blockade in den Köpfen der Spieler hat lösen können.

Denis Opcin selbst will in der Rückrunde auch auf dem Platz mit eingreifen, „wenn der Körper mitspielt“. Aktuell unterliegt er, nachdem er in dieser Saison zweimal für die Reserve seines vormaligen Vereins Großschwarzenlohe im Einsatz war, der Wechselsperre.

Die Anhänger des TV Leinburg, die sich am Sonntag mit auf den Weg nach Henfenfeld machen, werden gespannt darauf sein, ob es dem neuen Trainer in den wenigen Tagen bereits gelungen ist, der Mannschaft das verloren gegangene Sieger-Gen und den Glauben an sich zurückzugeben.

Bescheidene Auswärtsbilanz

Der FSV Weißenbrunn ist eine der erfolglosesten Auswärtsmannschaften der Kreisklasse. Zwei Punkte in acht Spielen sind eine äußerst bescheidene Ausbeute. Am ersten Spieltag der Rückrunde heißt der Gegner nun SpVgg Neunkirchen-Speikern – und der war für alle bisherigen Gegner ein dankbarer Aufbaugegner. Der Fusionsverein steht mit null Punkten am Tabellenende und mit einem Bein bereits in der A-Klasse.

Dessen Niederlagenserie begann in Weißenbrunn, wo der FSV zum Rundenauftakt am 6. August mit 5:0 den höchsten Saisonsieg herausschoss und für einen Spieltag die Höhenluft von Platz eins genießen durfte.

Fehlendes Fußballglück

Inzwischen ist der FSV als Rangneunter davon aber weit entfernt. Spielleiter Karlheinz Kunz beklagt derzeit – vor allem auswärts – fehlendes Fußballglück. Kunz: „Wir schaffen es nicht, den Ball ins Tor zu bringen“. Dabei habe der FSV in Osternohe den Gegner eine Halbzeit voll im Griff gehabt. Nach dem Rückstand sei dann aber wieder einmal alles gegen den FSV gelaufen.

Spielleiter Kunz will aber nicht schimpfen und nicht jammern: „Die Mannschaft muss mit den Widerwertigkeiten von Spielen fertig werden und lernen, diese wegzustecken“.

Auch mangels Alternativen auf der Bank bleibt der Kader gleich, der damit die Chance hat, sich für das 0:3 in Osternohe zu rehabilitieren. Kunz: „Ich will 90 Minuten Kampf und Einsatz von der Mannschaft sehen, dann wird es hoffentlich was mit dem erhofften Auswärtssieg“.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz