Bergrennen am 11. September

Oldtimer am Happurger Berg

Aufgrund hoher Sicherheitsbestimmungen dürfen beim Happurger Bergrennen nur geschlossene Oldtimer an den Start gehen. | Foto: A. Pitsch2016/09/7373686.jpeg

HAPPURG – In rund einer Woche ist es endlich wieder so weit: Der historische Happurger Berg ist zurück, und zwar nach fünf Jahren Pause in seiner zwölften Auflage. Am Sonntag, 11. September, ab neun Uhr werden Oldtimer von 71 Herstellern ins Rennen um zwei möglichst zeitgleiche Läufe gehen.

Die Spannung für den veranstaltenden AC Hersbruck ist dabei groß. Mit über 4000 Zuschauern wurde in den Jahren 2010 und 2011 an frühere Hochzeiten angeknüpft, und neben dem DTM-Rennen auf dem Norisring wurde Happurg wieder der Publikumsmagnet in Nordbayern. Selbst Fernsehsender brachten Beiträge über die traditionsreiche Rennveranstaltung, die im Jahr 2000 als Oldtimer-Veranstaltung wieder aufgelebt war.

Hohe Sicherheitsauflagen
Wird der neue „Happurger Berg“, dessen Ergebnis in die Wertungen zur ADAC-Retro-Berg-Serie und zur Deutschen Histo-Bergmeisterschaft einfließt, wieder die Massen anziehen? Denn da die Veranstaltung vom Deutschen Motorsportbund (DMSB) abgenommen wurde, gibt es hohe Sicherheitsauflagen und neue Rennmodi: Motorräder sowie Formel-Fahrzeuge können deswegen nicht mehr dabei sein.

Dennoch ist das Feld laut AC Hersbruck wieder äußerst attraktiv. Die fleißigen Veranstalter sowie der Ruf des Rennens locken eine große Markenvielfalt nach Happurg: So gehören neben Abarth, Porsche und NSU TT auch ein BMW 320 Gruppe 4 sowie ein Skoda RS 130 Coupé, der in der DDR und tschechischen Meisterschaft eingesetzt wurde, zum Aufgebot.

Die Fahrer kommen dabei nicht nur aus der Gegend, sondern reisen sogar aus Berlin, Wackersdorf, Bergisch-Gladbach oder Ludwigsburg an. Auch Teilnehmer aus den 80er Jahren wie der Ansbacher Mazda-Händler Horst Schuster im Mazda RX 7 oder Detlef Bayer aus Wiesau im Ritmo Abarth, haben wieder den Weg nach Happurg gefunden.

Sie werden ebenfalls den Trainings- und die beiden Wertungsläufe ab der Abzweigung zum Deckersberg hinauf Richtung Oberbecken in Angriff nehmen. „Berglöwe“ und damit Sieger wird der Fahrer mit der geringsten Zeitdifferenz zwischen den beiden Läufen und eben nicht der Schnellste. Denn das Erzielen von Höchstgeschwindigkeiten ist nicht das Credo dieser Veranstaltung, sondern die Präsentation historischer Fahrzeuge im Renntrimm.

Für die Wertung spielt am kommenden Sonntag neben der Einteilung in Baujahresklassen auch die Sicherheit eine Rolle. In Modus 1 dürfen nur Autos ohne oder mit veralteter Sicherheitsausrüstung starten. Sie bekommen dann eine Mindest- und Höchstfahrzeitvorgabe. Modus 2 ist für Rennsportautos mit aktueller Sicherheitsausstattung und Fahrerbekleidung nach DMSB-Norm vorgesehen.

Mit dem mehrfachen Europameister und KW-Berg-Cup-Sieger Jörg Weidinger ist auch dieses Jahr wieder echte Motorsportprominenz am „Berg“ vertreten. Der Happurger bestritt für seinen Arbeitgeber BMW selbst schon Bergrennen im Rolls Royce zu PR-Zwecken des Automobilbauers. Als Gaststarter steuert er dieses Jahr einen Ferrari aus dem Fuhrpark des „Speedtreibhauses“ in Eschenfelden.

Damit wird für Oldtimer-Liebhaber, Neugierige und Rennsportbegeisterte jede Menge geboten sein. Zumal das Fahrerlager im Happurger Bauhof zum Schauen, Staunen und Plaudern einlädt. Wichtig ist dem AC Hersbruck, dass sich die hoffentlich vielen Zuschauer, die mit dem Kauf einer Eintrittskarte bei der Veranstaltung versichert sind, nur in den ausgewiesenen Zonen aufhalten und die Anweisungen der Sportwarte beachten. Dann steht einem ungetrübten Sportereignis nichts im Wege.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Straße hinauf zum Deckersberg am 11. September für den Verkehr gesperrt ist.

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