Bezirksliga Nord:

Nur die Serie der SpVgg Hüttenbach geht weiter

Anspielstation im Blick: Hüttenbachs Nico Elterlein sucht hier seinen Sturmpartner Matthias Gruner. Beiden gelang gegen die SG Nürnberg-Fürth ein Tor. Im Hintergrund (v. re.) Mittelfeldregisseur Timm Loch, Stefan Gruner und Torwart Sebastian Hartmann, die dazu beitrugen, dass die SpVgg in fünf Spielen erst drei Tore kassiert hat. | Foto: Langhans2017/08/Huba-SG-nbg-7712.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Sowohl für die SpVgg Hüttenbach als auch den SK Lauf war der zweite Wochenspieltag der Bezirksliga Nord ein voller Erfolg. Die Kicker aus dem Oberland bauten mit dem fünften Sieg im fünften Spiel ihre Erfolgs­serie weiter aus; die Laufer beendeten mit einem Auswärtserfolg beim ASV Pegnitz ihre Flaute von drei punktlosen Partien. Vorerst beendet ist die Siegsserie des SV Schwaig: Die Rahner-Truppe unterlag gegen Türkspor Nürnberg mit 0:3 und hat nun am Wochenende das Derby bei der SpVgg Hüttenbach vor Augen. Der aktuelle Tabellenzweite liegt weiterhin nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem punktgleichen Tabellenführer aus Herzogenaurach.

SpVgg Hüttenbach – SG 83 Nürnberg-Fürth 3:1 (1:0) — Auch nach dem fünften Saisonspiel konnte die SpVgg Hüttenbach ihre weiße Weste behalten. Dem Spielverlauf zufolge darf man den Erfolg gegen die SG 83 aber als „dreckigen“ Sieg einstufen. Von Beginn an zeigten sich die Gäste ballsicherer und feldüberlegen. Die Heimelf konnte nur kämpferisch überzeugen, spielerisch blieb die SpVgg an diesem Tag vieles schuldig.
Trotz Überlegenheit der SG 83 wurde es vor allem nach Standardsituationen wirklich gefährlich vor dem Hüttenbacher Tor. Hierbei hatte die Heimelf dann aber zwei Mal richtig Glück: Zunächst beförderte Meisinger einen Eckball per Kopf an den Querbalken (11.) und wenige Minuten später landete ein abgefälschter Freistoß von Lysokon am Pfosten (17.). Umso überraschender fiel dann der erste Treffer der Partie auf der Gegenseite, für den sich wieder einmal Hüttenbachs Torjäger Matthias Gruner verantwortlich zeigte. Zunächst wurde er durch Ulus im Strafraum zu Fall gebracht, nachdem er sich an der Grundlinie gegen zwei Gegenspieler durchsetzte. Den fälligen Strafstoß verwandelte er anschließend selbst (29.). Die Gäste zeigten sich davon aber unbeeindruckt und schnürten die Gastgeber in der Folgezeit in der eigenen Hälfte ein. Die Abschlussversuche wurden jedoch stets von der vielbeinigen Defensive der SpVgg geblockt. So ging es mit einer schmeichelhaften Führung der Heimelf in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel konnte die SpVgg die Partie etwas offener gestalten und hatte auch die erste Großchance, als wiederum Matthias Gruner nur das Außennetz traf (52.). Die Bemühungen der Gäste erhielten zudem frühzeitig einen weiteren Dämpfer, als Schlussmann Lenhart nach einer Notbremse des Platzes verwiesen wurde (56.). Dennoch hatte die SG 83 auch im Anschluss daran mehr Spielanteile, tat sich nun aber wesentlich schwerer, in die Gefahrenzone zu gelangen. Gleichzeitig boten sich der Heimelf nun mehr Räume für ihre gefährlichen Konter. Einen dieser Tempogegenstöße nutzte die SpVgg zum zweiten Treffer, als Kreuz den eingewechselten Elterlein mustergültig bediente und dieser Ersatzkeeper Panetta umspielte und zum 2:0 einschob (71.). Kurze Zeit später hatte Grüner aus kurzer Distanz die Vorentscheidung auf dem Fuß, Panetta klärte aber reaktionsschnell per Fußabwehr (78.).
Die Schlussphase war dann geprägt von vielen Nickligkeiten und Hektik. Schiedsrichter Dresel hatte alle Hände voll zu tun und große Mühe, den Überblick zu bewahren. Die nicht nachlassenden Angriffsbemühungen der Gäste wurden schließlich kurz vor Schluss dann doch noch belohnt, als Krause im Strafraum Yildirim zu Fall brachte und der Gefoulte selbst den fälligen Strafstoß sicher verwandelte (90.). Die aufkommende Hoffnung wurde aber von der SpVgg schnell im Keim erstickt, denn quasi im Gegenzug war Grüner nach Vorlage von Elterlein zur Stelle und netzte zur Entscheidung ein (90.+1). Für den letzten Höhepunkt einer umkämpften Partie sorgte dann nochmals Grüner, als sein sehenswerter Schuss ans Lattenkreuz klatschte (90.+3). ndö
Tore: 1:0 (29./FE) Matthias Gruner, 2:0 (71.) Nico Elterlein, 2:1 (90./FE) Ozan Yldirim, 3:1 (90.+1) Thomas Grüner. Rote Karte: 56. Marcel Lenhart (SG) wegen Notbremse. Schiedsrichter: Matthias Dresel (SV Wolfsberg). Zuschauer: 170.

SV Schwaig – Türkspor Nürnberg 0:3 (0:3) — Der SV Schwaig fing zwar stark an, zwei individuelle Fehler brachten die Gäste aber schnell auf die Siegesstraße. Beide Male ging dem Ganzen ein Missverständnis zwischen Schwaigs Keeper Döllfelder und seiner Defensive voraus. Nach nur fünf Minuten markierte so Mehmet Sögütlü die Führung, Mitte der Halbzeit legte dann Berkan Caglar für Türkspor nach. Weil nach dem 0:2-Rückstand Fabian Waldmann und Christoph Weber gute Gelegenheiten ausließen, konnte Berkan Caglar noch vor der Halbzeit aus kurzer Distanz auf 3:0 für den Gast stellen.
Die zweite Halbzeit verlief dann ausgeglichen, Türkspor tat nicht mehr als das Nötigste, Schwaig mühte sich zwar, konnte sich aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Unterm Strich stand schließlich ein verdienter Sieg der Gäste. nby
Tore: 0:1 (8.) Mehmet Sögütlü, 0:2 (26.) Berkan Caglar, 0:3 (39.) Berkan Caglar. Schiedsrichter: Fabian Zimmermann (SK Heuchling). Zuschauer: 160.

ASV Pegnitz – SK Lauf 0:2 (0:2) — Beide Mannschaften gingen mit gutem Tempo dieses brisante Derby an. Es stand viel auf dem Spiel, denn der Verlierer würde sich auf einen längeren Aufenthalt in den hinteren Tabellenregionen einrichten müssen. Den ersten Warnschuss gaben die Gäste durch Cittadini (8.) ab. Auf der Gegenseite traf Podgur (10.) nach guter Vorarbeit von Wittmann über die rechte Seite nur das Außennetz. Das 0:1 der Gäste resultierte aus einem Freistoß von Cittadini, der aus 18 Metern ins Torwarteck traf. ASV-Torwart Kohl sah hier nicht glücklich aus. Die Gäste wurden jetzt immer spielbestimmender, auch wenn Müller (22.) an Torwart Enzensberger scheiterte. Nach gutem Beginn war jetzt von Pegnitz nicht mehr viel zu sehen. Glück hatten die Hausherren, als Rene Schuster (27.) eine Hereingabe von rechts an die eigene Latte lenkte. Eine Minute später war es dann passiert. Hofmann zog von der Strafraumkante ab und erzielte das 2:0 für den SK Lauf.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Trainer Daschner zweimal. Für Nikolai Reichel und Julian Steger kamen Ralf Stiefler und Patrick Jordan aufs Feld. Pegnitz hatte jetzt eindeutig mehr vom Spiel, doch Torchancen blieben weiterhin Mangelware. Erst ein glücklicher Elfmeter – an Grembler (69.) verursacht – ließ die Platzherren wiedererwachen. Doch Yannick Podgur zielte zu ungenau und Enzensberger parierte. In der Schlussphase waren die Bemühungen der Hausherren unübersehbar, ab er es fehlte eindeutig die Qualität. Die Gäste ihrerseits waren dem 0:3 näher als die biederen Pegnitzer dem Anschlusstreffer. Merkl (73.) und Gabsteiger (78.) vergaben ihre Möglichkeiten. Auch die Gelb-Rote Karte gegen Danninger (84.) fiel nicht mehr ins Gewicht. Pegnitz war zwar bemüht, aber letztendlich zu harmlos.nby
Tore: 0:1 (16.) Enrico Cittadini, 0:2 (29.) Simon Kreisel. Gelb-Rote Karte: 85. Maximilian Danninger (SKL) wegen wiederholtem Foulspiel. Schiedsrichter: Matthias Klerner (DJK Franken Lichtenfels). Zuschauer: 80.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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