TSV Fischbach rutscht immer weiter ab

Mit einer Pleite zum Krisengipfel

Philipp Reif (vorne) markierte mit seinem Treffer die 2:1-Führung für die Fischbacher, aber am Ende reichte es nicht mal zu einen Punkt für die Karpfen. | Foto: Zink2017/10/tsvfischbachascboxdorf.jpg
Raiba Fallback

FISCHBACH – Der Fischbacher Heimfluch geht weiter. Auch ihre sechste Hausaufgabe in dieser noch verhältnismäßig jungen Saison konnten die Karpfen am Sonntag nicht gewinnen. Die Partie am Dienstag beim SC Germania gerät damit zum Krisengipfel.

Kreisliga 2 Nürnberg/Frankenhöhe: TSV Fischbach – ASC Boxdorf 2:3 (2:2) – „Irgendwie sind wir in dieser Saison noch nicht so richtig angekommen“, erklärt Trainer Jan Kuderna, warum sich seine Elf heuer so schwer tut und weiter tief im Tabellenkeller feststeckt. Eigentlich sollte das Duell gegen den Tabellennachbarn ASC Boxdorf die Wende einläuten, aber diese Hoffnung erhielt bereits in der 1. Minute einen Dämpfer. Ein Fehlpass im Mittelfeld, Sven Riese kam an den Ball, der Knoblauchsland-Kicker zog aus 30 Metern ab und die Kugel senkte sich hinter TSV-Keeper Flo Schmidt ins Tor. Der Matchplan war für die Tonne, mal wieder mussten die Kuderna-Jungs einem Rückstand hinterher laufen. Das machten sie jedoch so engagiert, dass sechs Minuten später die Fischbacher Bank zur Party-Zone mutierte: Janik Schellenberger per Querpass auf Olly Lahr und der TSV-Torjäger ließ sich diese Chance nicht entgehen – 1:1 (7.). Die Hausherren hatten die Partie nun im Griff und kamen dann auch durch Philipp Reif in der 20. Minute zur verdienten Führung. Mit einem Haken an der Strafraumgrenze hatte er zuvor seinen Gegenspieler genarrt und dann die Kugel mit einem gefühlvollen Schlenzer ins lange Eck befördert. Dass die Karpfen trotzdem mit einem 2:2 in die Kabine gehen mussten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben, da sie in der 42. Minute einen Konter nicht unterbinden konnten, ebensowenig wie dann die Flanke von der Grundlinie in den Rückraum, wo Boxdorfs Stefan Seischab lauerte und zum Ausgleich einschoss.

Nach Wiederanpfiff deutete zunächst wenig auf weitere Treffer hin, da sich nun ein typisches Kellerduell mit überschaubarer spielerischer Qualität entwickelte. Wenn überhaupt waren es die Hausherren, die sich Möglichkeiten erkämpften. Aber wie es eben so ist, wenn man unten drinsteckt, der Ball wollte einfach nicht rein. So wie in der 70. Minute, als Lahr nach Vorlage von Eric Bauer die Kugel an den Innenpfosten setzte, von wo er dann wieder aus dem Tor sprang. Drin war das Spielgerät dann allerdings als der Boxdorfer Andre Pfeffer nach einer Ecke am höchsten stieg und den Gastgebern per Kopf den Todestoß versetzte. Lahr hätte seinen Farben kurz darauf zwar wenigstens noch einen Punkt retten könne, aber auch diesmal stand ihm der Pfosten im Weg.

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