SC gewinnt 5:2 gegen Großschwarzenlohe

Mindestens für einen Tag Tabellenführer

Das 1:0 für die Feuchter durch Stephan König (links). | Foto: Meier2019/04/scfeucht_scgrossschwarzenlohe.jpg

FEUCHT – Das letzte Saisonspiel im heimischen Waldstadion hat der 1. SC Feucht am Freitagabend gegen den SC Großschwarzenlohe mit 5:2 (1:0) gewonnen und sich damit zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Landesliga Nordost gesichert.

Im Derby führten die Gastgeber, die mit der allerletzten Besetzung antreten mussten, bereits mit 3:0. Der Aufsteiger kam im Derby noch auf 2:3 heran, aber der SC setzte sich in der Schlussphase souverän wie verdient durch und bleibt damit im Titelrennen. Dreifacher Torschütze bei den Hausherren war Stephan König, zudem trafen Nico Wessner und Felix Spielbühler per Strafstoß.

Weil mit Beginn dieser Woche das Spielfeld im Waldstadion saniert wird, gibt es in der laufenden Saison dort kein Heimspiel mehr. Die nächsten fünf Partie in Herzogenaurach, Selbitz, Lichtenfels, Friesen und Röslau statt. Das letzte Heimspiel am letzten Spieltag bestreiten die Feuchter gegen Kornburg auf dem Platz in Altenfurt.

Die Hausherren traten starl ersatzgeschwächt an. Sogar Coach Florian Schlicker wurde zum Spielertrainer, wechselte sich in der 80. Minute ein und sorgte nach dem 2:3 der Gäste noch einmal für defensive Stabilität. 20 Minuten vor dem Anpfiff dann noch eine Situation, als Stürmer König beim Aufwärmen humelnd den Platz verließ und in die Kabine ging. Doch zum Glück war die Fußverletzung des jetzt mit 17 Treffern erfolgreichsten Angreifers nicht so bedeutend, der 30-Jährige konnte auflaufen und erzielte drei Treffer, wurde beim Elfmeter zum 4:2 gefoult.

In der ersten Halbzeit verlief das Derby gegen den Aufsteiger weitestgehend ausgeglichen. Auch Großschwarzenlohe hatte Chancen, konnte die Partie offen gestalten. Feucht war zwar optisch bestimmend, konnte sich aber nur selten gefährlich in Szene setzen. Bei einer Flanke von der Grundlinie von rechts von Michael Eckert stürmte dann König von hinten heran und konnte zur 1:0-Pausenführung einschießen (23.).

Nach der Pause hatten die Feuchter dann zunächst alles im Griff. Der erneut sehr starke Fabian Klose bereitete das 2:0 mit einem Pass gegen die Laufrichtung des Gegenspielers überragend vor und Nico Wessner brauchte nur noch einzuschieben (56.). Beim 3:0 war es wieder Klose, der toll vorbereitet hatte und mit einem Querpass König freispielte, der unbedrängt traf (67.). Bis dahin hatte der SC weitere Möglichkeiten, hätte deutlicher führen können.

Doch ab diesem Zeitpunkt ließen es die Gastgeber gemächlicher angehen. Nach einer eigenen Ecke lief der Gegenzug, dabei lief Justin Opcin fast über das gesamte Feld und schoss zum 1:3 aus Gästesicht ein (71.). Es sollte noch schlimmer kommen, denn nach einem weiten Ball gab es ein Gestocher, das Spielercoach Florian Bauer mit dem 2:3 abschloss (80.). Das waren zehn ganz schwache Minuten, in denen sich die Hausherren beinahe um den Lohn gebracht hätten.

Schlicker wechselte sich nun ein, um mehr Ruhe in die Defenive zu bekommen, was letztlich gelang. Es war sein erstes Spiel im Feuchter Trikot. Die Entscheidung fiel wenig später, als König im Strafraum gefoult wurde und Felix Spielbühler den fälligen Strafstoß sicher zum 4:2 verwandelte (84.). In der Nachspielzeit war es Spielbühler, der uneigennützig quer zu König ablegte, der zum 5:2-Endstand einschob.

Damit hatten die Feuchter ein Zeichen im Meisterschaftsrennen an die Konkurrenz gesendet und für eine Nacht die Tabellenführung übernommen. Am Osterwochenende stehen zwei Auswärtsspiele an und zwar am Karsamstag beim Aufsteiger 1. FC Herzogenaurach (15 Uhr) und zwei Tage später am Ostermontag beim Vorletzten SpVgg Selbitz um 14 Uhr.

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Julian Schäf (74. Manuel Langhans) (80. Florian Schlicker), Bastian Leikam, Tobias Lehr-Kramer, Fabian Klose, Michael Eckert, Fatih Boynügrioglu (60. Szymon Pasko), Felix Spielbühler, Nicolae Oltean, Nico Wessner, Stephan König – Spielertrainer: Florian Schlicker.
SC Großschwarzenlohe: Dominik Brunnhübner – Kevin Brunkhorst, Florian Bauer, Maximilian Kunz (71. Markus Freller), Benjamin Taft, Jannik Schneider, Soner Uluca, Markus Nerreter (68. Christian Reisig), Justin Opcin, Jannik Hettwer (46. Dominik Egerer), Heiko Redl – Trainer: Reiner Großberger und Florian Bauer.
Schiedsrichter: Jochen Burkard (Schleerieth)
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Stephan König (23.), 2:0 Nico Wessner (56.), 3:0 Stephan König (67.), 3:1 Justin Opcin (71.), 3:2 Florian Bauer (80.), 4:2 Felix Spielbühler (84. Foulelfmeter), 5:2 Stephan König (90. + 3).

Stimmen zum Spiel:

Florian Bauer (Spielertrainer SC Großschwarzenlohe): „Heute war mehr für uns drin. Wir haben in vielen Szenen nicht mutig genug gespielt und zu viele Fehler gemacht, die Feucht ausgenutzt hat. Wir können es definitiv besser. Glückwunsch an Feucht. Wir kämpfen weiter, können den direkten Klassenerhalt immer noch schaffen.“
Florian Schlicker (Spielertrainer 1. SC Feucht): „Die Partie war eigentlich schon entschieden. Wir hatten vor dem 3:0 noch weitere Chancen, haben sie nicht gemacht. Dann haben wir das Gas rausgenommen und dem Gegner zwei Tore ermöglicht, womit wir die Partie unnötig spannend gemacht haben.

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier