Nürnberger Robin Kern Quali-Sieger

Lokalmatador im ATP-Hauptfeld

Drei Tage, drei Siege: Der Nürnberger Robin Kern steht nach dem gestrigen Finalsieg gegen Marc Sieber im Hauptfeld. | Foto: Wagner2017/10/Tennis-ATP-Robin-Kern-quer.jpg

ECKENTAL – Noch ehe ein Ball in der offiziellen Einzel- und Doppelkonkurrenz beim Bauer Watertechnology Cup geschlagen wurde, sind bereits 25 Spiele in der Qualifikationsrunde auf den beiden Courts im House of Sports – von Samstagfrüh 9 Uhr bis zum gestrigen frühen Nachmittag – absolviert worden und am Ende dieser „Mühle“ jubelten die Franzosen dreimal und der Nürnberger Lokalmatador Robin Kern.

Alle vier Endspiele um den Einzug in das 32er-Hauptfeld dieses 43000-Euro-Challenger-Turniers verliefen relativ ähnlich: Allesamt Zwei-Satzsiege mit einer Spielzeit von 55 bis 70 Minuten. „Ich bin sehr froh, dass ich im Hauptfeld stehe. Auf diesem schnellen Teppichboden entscheiden meist ein paar Bälle. Da sind die Matches immer eng“, bilanzierte Robin Kern, der den Wunsch äußerte, dass er nicht schon in der ersten Runde auf Maximilian Marterer, der Nr. 2 des Turniers, treffen möge.

Und siehe da: Glücksgöttin Fortuna war dem 24-jährigen, der aufgrund seiner Größe und Aufschlagsstärke Vorteile gen Marc Sieber besaß (6:4, 6:2), zunächst hold. Kern trifft auf den ungesetzten Italiener Simone Bolelli. Sollte er diese Hürde überspringen, „droht“ ihm in der nächsten Runde doch Marterer. Robin Kern, in diesem Jahr mit Grün-Weiß Mannheim deutscher Vize-Meister geworden, besiegte vor Sieber mit Ralph Regus und Tim Pütz ebenfalls zwei deutsche Spieler, jeweils in zwei Sätzen.

An Franzosen gescheitert

Den anderen beiden Deutschen blieb das Hauptfeld verwehrt. Beide scheiterten an Franzosen: Der mit einer Wild Card bedachte Sebastian Prechtel lieferte sich mit Even Furness einen packenden ersten Satz (5:7), hatte dann aber im folgenden Durchgang keine Siegchance mehr (1:6) gegen den Franzosen, der Sonntag für die Überraschung des Tages sorgte. 6:7, 6:3, 6:4 gegen Marcos Baghdatis, der am vergangenen Mittwoch plötzlich auftauchte und um „Aufnahme“ bat. Turnierdirektor Marcus Slany gab ihm eine Wild Card für die Quali und ein Freilos für Runde 1. Die aktuelle Nr. 93 (beste Platzierung ATP Nr. 8) musste jedoch Schwerstarbeit gegen den jungen Franzosen leisten, der das bessere Ende für sich hatte.

Evan Furness eliminierte in der Qualifikation nicht nur Marcos Baghdatis, sondern gestern auch Sebastian Prechtel. | Foto: Wagner2017/10/Tennis-ATP-Evan-Furness.jpg

Benjamin Hassan vom TC Neuwied (Rheinland-Pfalz) stand im ersten Spiel des Montags auf dem Center Court gegen Kenny de Schepper auf verlorenem Posten (1:6, 2:6). Da wollte natürlich auch der dritte Franzose nicht nachstehen: Mathias Bourgue gewann gegen den Schweizer Yann Marti 6:, 6:4.

Hassan hatte nur eine kurze Verschnaufpause, denn bereits gut zwei Stunden nach seinem Einzel-Aus stand er schon wieder im Fokus, diesmal mit Tim Hofmann an seiner Seite. Doch gegen die zwei Einzel-Sieganwärter Dustin Brown und Maximilian Marterer war nichts zu erben: 2:6, 4:6 in knapp einer Stunde!

Am heutigen Feiertag herrscht Hochbetrieb im House of Sports: Zehn Einzel und zwei Doppel. Nicht vor 16.30 Uhr beginnen die Spiele von Brown und Marterer.

Ergebnisse:
Qualifikations-Endspiele: Kern –Sieber 6:4, 6:2; de Schepper (Frankreich) – Hassan 6:1, 6:2; Bourgue (Frankreich) – Marti (Schweiz) 6:2, 6:4; Furness (Frankreich) – Prechtel 7:5, 6:1.
Einzel: 1. Runde: Basic (Bosnien-Herzegowina) – Maamoun (Ägypten) 6:4, 7:5.
Doppel: 1. Runde: Brown/Marterer – Hassan/Hofmann 6:2, 6:4.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung