Badmintonjugend des TSV Lauf ist Bezirksmeister

Laufer waren die Jüngsten – und die Besten

Haben allen Grund stolz zu sein: die Badminton-Youngster nach dem Bezirksmeistertitel. Foto: TSV2015/01/94714_Jugendmannschaft-TSVLaufBadminton-1_New_1420820464.jpg

LAUF — Mit einem großartigen Erfolg endete das Jahr für die Badminton-Jugendmannschaft des TSV Lauf: In einem dramatischen Endspiel um die mittelfränkische Mannschaftsmeisterschaft entthronten die Laufer Youngster den TSV Ansbach, den Meister der Jahre 2011 bis 2013.

Entschieden wurde die mittelfränkische Meisterschaft in einem Final-Four-Turnier unter den zwei jeweils besten Mannschaften der Jugend-Bezirksoberligen Nord und Süd. Im Halbfinale trafen die Laufer, als Erste der Nordgruppe, auf den ASV Niederndorf, den Zweiten der Gruppe Süd. Besonders die Niederndorfer Damen waren sehr hoch einzuschätzen. Doch die Lauferinnen Johanna Paul und Anna Puchinger ließen den Gegnerinnen keine Chance:

Zusammen gewannen sie das Doppel, dann siegte Johanna Paul souverän in zwei Sätzen im Einzel. Auch im Mixed blieben die Laufer ungeschlagen, Anna Puchinger holte mit Felix Oestereich den dritten Punkt mit Damenbeteiligung.

Bei den Herren lief alles nach Plan: Beide Doppel und zwei Einzel gingen an Lauf. Nur das zweite Herreneinzel durch Moritz Bußler wurde verloren, allerdings war das auch so einkalkuliert. Schließlich ging er mit einer Schulterverletzung in dieses Turnier und sollte sich schonen, um im Endspiel dann alles geben zu können. Das war ein taktischer Schachzug, der sich auszahlte.

Lauf war der Underdog

Nach diesem glatten 7:1-Sieg wartete nun im Finale der „Abonnement“- Meister der vergangenen drei Jahre, der TSV Ansbach, auf die junge Laufer Mannschaft. Trainer Holger Niemann und Jugendwart Ralf Oestereich überlegten lange, ob sie mit einer taktischen Aufstellungsvariante überraschen sollten, entschieden sich dann aber doch für die bisherige Formation.

Das war eine glückliche und richtige Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Obwohl Ansbach mit seiner deutlich älteren Mannschaft klarer Favorit war. Das Laufer Ziel war, den Ansbachern lange Paroli zu bieten, um dann – vielleicht auch nur mit einem Unentschieden und mit einem besserem Satzverhältnis – das Spiel zu gewinnen. Die beiden Herrendoppel legten hierfür schon den Grundstein: Daniel Lee und Felix Oestereich verloren zwar das erste Doppel, holten aber gegen den deutschen Ranglistenspieler Lukas Rupp und seinen Partner Michael Nerdenyan unerwartet einen Satzgewinn. Noch besser lief es im zweiten Doppel: Die beiden 15-jährigen Moritz Bußler und Leon Gaag schlugen überraschend die drei Jahre älteren Ansbacher Gegner in drei Sätzen.

Damit stand es unentschieden 1:1 und jetzt kamen die starken Laufer Damen: Johanna Paul und Anna Puchinger gewannen im Doppel hoch in zwei Sätzen und Johanna legte dann auch noch im Einzel souverän nach: Es hieß 3:1 für Lauf. Jetzt zogen jedoch wieder die Ansbacher nach: Daniel Lee wehrte sich zwar tapfer, hatte aber gegen die Ansbacher Nummer eins, Lukas Rupp, keine reelle Chance. Ebenso erging es Leon Gaag im dritten Herreneinzel. Damit stand es wieder unentschieden 3:3 bei gleichem Satzstand.

Wichtiger Satzgewinn

Das zweite Einzel konnte und sollte die Vorentscheidung bringen: Der angeschlagene Moritz Bußler schaffte im ersten Satz die nächste unerwartete Wendung. Er gewann knapp mit 21:18, schien danach aber am Ende seiner Kräfte zu sein. So ging der zweite Satz glatt mit 8:21 an den drei Jahre älteren Ansbacher, Nico Goth.

Im dritten Satz brachte Moritz Bußler seinen Gegner mit überragendem Kampfgeist und tollen Abwehrreaktionen schier zur Verzweiflung. Die Halle tobte, denn alle wussten, dass bereits jetzt die Entscheidung über die Meisterschaft fallen konnte. Doch Bußler vergab vier Matchbälle und musste sich schließlich in der Verlängerung des dritten Satzes mit 25:27 noch geschlagen geben. Sein Satzgewinn war aber letztlich Gold wert.

Denn im abschließenden Mixed ließen Anna Puchinger und Felix Oestereich nichts mehr anbrennen und siegten souverän 21:10 und 21:11.

Damit endete das Spiel zwar unentschieden 4:4, doch das bessere Satzverhältnis von 10:9 bedeutete unter dem Strich den Meistertitel für die Jugend des TSV Lauf. Die jüngste Mannschaft des Turniers hatte sich behauptet und ließ sich feiern.

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