Lauf in der Bundesliga

LAUF (wol/pb) – Die Softball-Damen vom TV 1877 Lauf haben es geschafft: In der Saison 2010 spielen die Wölfe erstmals in der Softball Bundesliga Süd.

Nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr wollten die Laufer Damen heuer mehr. Im Winter bei der Deutschen Hallenmeisterschaft erspielten sie sich den Vizemeistertitel und nach hartem Training zeigte sich das Team auch zu Saisonbeginn trotz eines sehr geschwächten Kaders stark und konnte selbst gegen den Angstgegner aus Grünwald zwei Siege zum Auftakt verbuchen.

Ab Ende Mai stand fast der komplette Kader wieder zur Verfügung und die beiden amerikanischen College-Spielerinnen Jenny Giles und Kaitlin Calogera unterstützten das Team zusätzlich. Calogera übernahm das Teamcoaching und Giles das Pitchertraining. Die Laufer Spielerinnen entwickelten sich zur stärksten Offensive der Liga mit den meisten Punkten, Homeruns und Stolen Bases. Viele Spiele konnten vorzeitig aufgrund einer hohen Führung gewonnen werden.

Auch in der Defensive zeigten die Wölfe-Damen, dass sie sich weiterentwickelt haben: Sie waren das Team mit den wenigsten Fehlern in der Verteidigung. Das Pitching lief sehr solide und die gegnerische Offensive konnte meist gut unter Kontrolle gehalten werden. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive liegen die Wölfe deutlich über dem Ligadurchschnitt.

Am Ende der Saison hatten sich die Wölfe nur dreimal knapp geschlagen geben müssen. Mit einer Bilanz von 25:3 konnten sie sich den Meistertitel sichern, der zum Aufstieg in die Bundesliga berechtigt. Zunächst war offen, ob ein Relegationsturnier stattfinden würde, doch nun steht fest, dass es keins geben wird. Somit sind die Laufer Softballerinnen zusammen mit dem Team aus Heidelberg in die Bundesliga aufgestiegen. Dort wird man nächstes Jahr auf die Damen aus Mannheim, Haar, Herrenberg, Augsburg, Darmstadt und Karlsruhe treffen.

«Die Freude über den Sprung in die Bundesliga ist riesengroß», sagt Abteilungsleiter Stefan Wolf, auf den nun allerdings eine Menge Arbeit wartet, schließlich gilt es Sponsoren zu finden, um das Abenteuer Bundesliga mit den deutlich strengeren Auflagen finanzieren zu können.

Im Gegensatz zu den Baseball-Herren in der Regionalliga können die Bundesliga-Damen weiter das Spielfeld am Haberloh nutzen. Allerdings treiben die Fahrten zu den weiter entfernt liegenden Spielorten die Reisespesen in die Höhe. Um diese Ausgaben für den Verein abzufedern, gehen die Wölfe derzeit auf Sponsorensuche. Auch ein Etat für einen neuen Trainer und einige starke Spielerinnen aus den USA, an denen sich wie in dieser Saison die Mannschaft orientieren kann, soll so zusammenkommen.

Die Marschrichtung für die erste Spielzeit in der Bundesliga steht jedenfalls fest, weiß Stefan Wolk: «Für uns kann es nur darum gehen, Erfahrungen zu sammeln und uns in der Liga zu etablieren.»

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