Wing Chun im Ferienprogramm

Kunst der Selbstverteidigung

Schnelles Ausweichen und Reagieren ist ebenso Teil des Kampfsports. | Foto: J. Ruppert2018/08/Himml1.jpeg

ALTENSITTENBACH – An drei Punkten mussten die Mädchen und Jungen blitzschnell durch Ducken oder Überspringen einer weichen Schaumstoffröhre ausweichen. Im Rahmen des Hersbrucker Ferienprogramms hat Familie Himml etlichen Mädchen und Jungen Grundbegriffe der Kampfkunst „Wing Chun“, einem in China entstandenen Kung-Fu-Stil, vermittelt.

Wie in jedem Jahr war der Kurs in der Altensittenbacher Turnhalle ausgebucht. Den Anfang bildete ein Fangspiel. Die Mädchen und Jungen lernten dabei die Handpolster kennen, auf die sie im späteren Verlauf der Sportstunde einschlagen sollten. Außerdem wurden schon mit dem Aufwärmen grundlegende Tugenden der Kampfkunst vermittelt: Ausweichen, schnell reagieren, kontrolliertes Angreifen, dreidimensional (räumlich) denken. Trotzdem konnte jedes Kind sein eigenes Tempo bestimmen und „Zuspätkommende“ durften sofort ins Geschehen einsteigen.

„Alles was wir heute üben, dient der Verteidigung“, sagte Peter Himml nach den Dehnungsübungen, die seine Tochter Patricia leitete. Zusammen mit Anita und Paul Himml zeigte der Trainer Schlagtechniken wie die Hammerfaust. Die Kampfkunstschüler machten allerlei Variationen: Schlagserien, Abwehrhaltungen, Anlauf und mehr. Einfache Techniken wie der Polizeigriff lockerten die flotteren Übungsteile auf.

„So könnt ihr euch gegen Angriffe schützen und zur Wehr setzen, aber niemals jemanden selbst attackieren“, gab Peter Himml seinen Schützlingen mit auf den Weg. Abschließender Höhepunkt war der Kampf mit den biegsamen und ungefährlichen Kunststoffröhren.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert