Bezirksliga Nord 19. Spieltag

Kellerduell bot statt rassigem Derby nur müden Kick

Bezeichnend für das ständige Klein-Klein-Geschiebe auf engem Raum: die Ottensooser Oliver Umbeer (links, Nummer 3) und Florian Schuhmann (Mitte) gegen den Hersbrucker Max Kim. | Foto: Jürgen Ruppert2019/12/FC-Heb-Ott-quer1.jpg

ERLANGEN-PEGNITZGRUND. Ohne Tor ging das Pegnitzgrund-Derby der Bezirksliga Nord zwischen FC Hersbruck und FC Ottensoos zu Ende. Die beiden abstiegsbedrohten Teams trennten sich nach einer ganz schwachen Partie Unentschieden. Immerhin haben beide damit gepunktet, was der SpVgg Hüttenbach gegen Adelsdorf und dem SK Lauf gegen Türkspor/Cagrispor nicht gelang: Sie verloren ihre Spiele jeweils.

FC Hersbruck – FC Ottensoos 0:0 — Personelle Ausfälle auf beiden Seiten und schwierige Platzverhältnisse alleine können nicht die magere Fußballkost erklären, die die Zuschauer beim Pegnitzgrund-Derby weitgehend geboten bekamen. Der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Michael Pfann schwächte das kreative Moment auf Seiten der Platzherren zusätzlich. Den Gastgebern fiel in der ersten Halbzeit gegen die tief stehenden Gäste außer Klein-Klein-Geschiebe so gut wie nichts ein, um den Abwehrriegel zu knacken. Im Gegenteil waren die Gäste mit ihren sporadischen Konterangriffen sogar etwas gefährlicher. Bei einem Eckball rettete ein Hersbrucker Verteidiger gegen Max Schorns Kopfball auf der Linie. Die beste Gelegenheit zum Torerfolg hatte jedoch die Heimelf. Jens Ertel passte nach einer der wenigen dynamische Angriffsaktionen über die linke Außenbahn mustergültig in den Strafraum. Ralf Maas stand mutterseelenallein, schoss den verspringenden Ball aber in die Wolken. Auf der anderen Seite machte es FCO-Stürmer Peter Maric bei einem Seitfallzieher nach einem raffinierten Lupfer in den Sechzehner genauso schlecht.
Auch im zweiten Spielabschnitt blieb Hersbruck hinter den eigenen Erwartungen zurück. Es war zwar ein leicht verbesserter Spielaufbau erkennbar, aber Gefahr für das Tor des Aufsteigers beschwor man nur selten herauf. Aber auch die Ottensooser erwiesen sich mit ihren Angriffsbemühungen als nicht durchschlagskräftig genug. Deren beste Chance vereitelte Keeper Maurizio Schneider gegen den freistehenden Dominik Umbeer. Unterm Strich war das torlose Remis wahrscheinlich auch das angemessene Abbild der gezeigten Leistungen und verdeutlichte, warum beide Mannschaften im Abstiegskampf stecken.
Tore: Fehlanzeige; Schiedsrichter: Kevin Hegwein (TSV Langenfeld); Zuschauer: 220.

SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf – SC Adelsdorf 1:2 (0:1) – Eine denkbar unglückliche Niederlage hat die SpVgg Hüttenbach gegen Adelsdorf eingefahren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit lagen die Gäste verdient mit 1:0 in Führung; Johannes Markus hatte nach zehn Minuten für die Gäste getroffen.
In der zweiten Halbzeit ein anderes Bild: Hüttenbach kam deutlich besser aus der Kabine und glich nach einer guten Stunde verdient durch Thomas Kreuz aus. In der Nachspielzeit dann der Schock, als Schiedsrichter Nemetz auf den Punkt zeigte. Ersatzkeeper Mario Scharrer war zwar in der richtigen Ecke, konnte den stark geschossenen Elfer von Tim Lausen aber nicht entschärfen. Somit wurde aus dem leistungsrechten Remis in letzter Minute noch eine unverdiente Niederlage.
Tore: 0:1 (10.) Markus, 1:1 (63.) Kreuz, 1:2 (90./Elfmeter) Tim Lausen. SR: Sebastian Nemetz (SC Germania Nürnberg). Zuschauer: 130.

Türkspor/Cagrispor Nürnberg – SK Lauf 3:1 (1:0) – Beim Spitzenreiter war für die Gäste aus Lauf letztlich nichts zu holen. Nürnbergs Torjäger Ismail Yüce knackte zehn Minuten vor der Pause erstmals den Laufer Abwehrriegel. Gute fünf Minuten nach Wiederanpfiff legte er dann das zweite Tor für den Spitzenreiter nach. Doch die Laufer schlugen zurück: Nur vier Minuten später sorgte Ferdinand Ziegler mit dem Anschlusstreffer dafür, dass im Laufer Lager wieder die Hoffnung keimte, beim Liga-Primus vielleicht etwas mitzunehmen. Doch gut zwanzig Minuten vor Ende der regulären Spielzeit dann die kalte Dusche: Yusuf Duman erzielte das vorentscheidende 3:1 (67.), was dann auch der Endstand war. Damit vergrößerte der Spitzenreiter seinen knappen Vorsprung auf Verfolger SVG Steinachgrund von einem auf drei Punkte. Der Konkurrent, der noch eine Partie weniger bestritten hat, kam gegen Schlusslicht SV Tennenlohe unerwartet nicht über ein Remis hinaus.
Tore: 1:0 (36.) Yüce, 2:0 (51.) Yüce, 2:1 (55.) Ziegler, 3:1 (67.) Duman. Schiedsrichter: Simon Dimmerling (TSV Wilhermsdorf). Zuschauer: 70.

N-Land N-Land Redaktion
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