ATP-Tennisturnier Eckental:

Kein Deutscher überstand „Quali-Mühle“

Dominik Meffert, der sich schon oft ATP-Punkte in Eckental sicherte, musste heuer bereits in der Qualifikation die Segel streichen. Foto: B. Wagner2014/10/91084_ATPMeffertQualibea_New_1414486864.jpg

ECKENTAL (bw) – Wie begehrt Hauptfeldplätze beim ATP-Tennisturnier im House of Sports sind, bewies das Qualifikations-Wochenende eindrucksvoll. 32 Spieler reisten ins fränkische Tennis-Mekka, allen voran die ausländischen Aktiven eilten im Ortsteil Brand beim „Bauer Watertechnology Cup“ von Erfolg zu Erfolg. Die zwölf gestarteten Deutschen mussten – bis auf die Ausnahme Sebastian Sachs – spätestens nach dem zweiten Auftritt ihre Koffer packen. Darunter auch Dominik Meffert, der in den der jüngsten Vergangenheit zu den Stammgästen im ATP-Hauptfeld gehörte.

Der Kölner mit einem Karriere-Hoch (ATP Nr. 161) gewann zwar sein Auftaktmatch gegen Moritz Dettinger (6:3, 6:4), fand dann aber in Mirza Basic aus Bosnien-Herzegowina seinen Meister, sprich: Bezwinger. Dem hoch aufgeschossenen Meffert war die gut viermonatige Pause anzumerken, ihm fehlt naturgemäß die Wettkampfpraxis und so wurde er auf der Weltrangliste „durchgereicht“.

In Eckental sollte ein Neustart erfolgen, was misslang, zumal die internationale Konkurrenz auch in den Qualifikationsturnieren immer stärker wird. In Nationalitäten ausgedrückt: Vier Kroaten, ein Niederländer, ein Bosnier, ein Russe und eben Sebastian Sachs kamen in die dritte Runde, die vor dem offiziellen Start des Hauptfeldes ausgetragen wurde. Aber auch für den 22-jährigen Sachs wuchsen die Bäume nicht in den Himmel, die glatte 2:6, 2:6-Niederlage – gestern zur Mittagszeit in 66 Minuten – gegen den an Nr. 6 gesetzten Denis Matsukevich verhinderte seinen Einzug ins 32er-Hauptfeld.

Apropos Hauptfeld: Da sollten sich die fränkischen Tennisfans, die Live-Tennis bevorzugen, heute Abend und auch morgen nichts vornehmen. Zunächst gibt es heute den ersten Auftritt von Nadal-Bezwinger Dustin Brown, dem Publikumsliebling, der heuer als einziger Top 100-Spieler in Eckental aufschlägt. Sein Herausforderer aus Weißrussland ist mit Uladzimir Ignatik kein Unbekannter, schließlich wurde er im Vorjahr an Nr. 2 gesetzt. Der Knaller der ersten Runde zwischen Andreas Beck und Daniel Brands wird am Mittwochabend als krönender Abschluss der ersten Runde gespielt.

Qualifikationsendspiele: Mirza Basic (Bosnien-Herzegowina) – Dino Marcan (Kroatien) 6:2, 6:2; Filip Veger (Kroatien) – David Pel (Niederlande) 6:2, 7:5; Denis Matsukevich (Russland) – Sebastian Sachs 6:2, 6:2.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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