MTP-Läuferin bei Rodgau-Ultramarathon

Katrin Fecher unter „Top Ten“

Derzeit in sehr guter Form: Katrin Fecher vom MTP. | Foto: D. Decombe2020/02/10-km-Katrin-Fecher-MTP-Hersbruck-.BB7T-scaled.jpg

RODGAU – Auch sie hat derzeit extrem „gute Beine“: Beim 21. Ultramarathon in Rodgau lief Katrin Fecher vom MTP Hersbruck in die „Top Ten“ der Frauen und schaffte in ihrer Altersklasse sogar den Sprung aufs Treppchen.

Erschöpft, aber überglücklich rannte Katrin Fecher vom Marathon Team Pegnitztal beim 21. Rodgau Ultramarathon über die Ziellinie. „Endlich geschafft!“: Mehr brachte die 27-Jährige im Zielbereich nicht mehr heraus. Dabei hatte sie allen Grund zur Freude, hatte sie doch gleich bei ihrem ersten Ultramarathon über 50 Kilometer den dritten Platz in ihrer Altersklasse geholt.

Ohne Erwartungen, außer mit dem, am Ziel anzukommen, ging es mit über 800 weiteren Sportlern an den Start. Die ersten 25 Kilometer meisterte Fecher in genau 2:00 Stunden, was sogar schneller war, als bei ihrer Bestzeit beim Mainova Marathon in Frankfurt im Herbst 2019. Kurz darauf holte sie die Top-Damengruppe, die die Favoritin und spätere Gewinnerin Merle Brunnée aus Mannheim verfolgte, ein und lief konstant in schnellem Kilometertempo von 4:45 Minuten weiter.

Wadenkrämpfe ab Kilometer 35

Wie bei so vielen Sportlern machten sich auch bei Fecher ab Kilometer 35 die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar: Wadenkrämpfe und Knieprobleme zwangen die Hersbruckerin zu einem etwas langsameren Tempo und forderten sogar mehrere Gehpausen ein. Hier war dann die Unterstützung von Coach Roland Pickelmann, selbst Eishockeyspieler beim EHC Generations Hersbruck, gefragt.

Auf den letzten drei verbleibenden Runden feuerten Pickelmann und Fechers Familie das 27-jährige „Gelberla“ noch einmal richtig an und ließen sie die immer stärker werdenden Krämpfe in der rechten Wade vergessen. Nach insgesamt 4:06:37 Stunden überquerte sie als achte Frau insgesamt – und drittschnellste der weiblichen Hauptklasse – die Ziellinie.

Mentale Stärke gefragt

Der immer Ende Januar stattfindende Rodgau-Ultramarathon ist in der Läuferszene schon fast ein Muss und einer der teilnehmerstärksten Ultraläufe in Deutschland. Die meist kalten Temperaturen und die mentale Herausforderung, über zehn Runden à fünf Kilometer auf der gleichen Strecke durchzuhalten, fordert den Sportlerinnen und Sportlern einiges an Durchhaltevermögen ab. Insgesamt nahmen heuer 825 Athleten diese Strapazen auf sich, 563 von ihnen erreichten das Ziel.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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