TSV Winkelhaid Handball

Kantersieg nach Stotterstart

Auch gegen Schweinfurt wurden die Winkelhaider Handballerinas um Susanne Spychala (hier beim Heimspiel gegen Volkach) ihrer Favoritenrolle gerecht, allerdings leistete das Schlusslicht mehr Gegenwehr als erwartet. | Foto: Horn2019/02/IMG_3660.jpg

WINKELHAID – Langsam aber sicher können die Winkelhaider Handballerinas schon mal den Prosecco kaltstellen. Am Sonntag gewannen die Landesliga-Spitzenreiterinnen in Schweinfurt nach Startschwierigkeiten noch souverän mit 35:17 und konnten so den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfL Günzburg verteidigen.

Da der VfL Günzburg am Samstag gegen die HSG Volkach nur Untentschieden spielte, war bereits vor der Partie klar, dass mit einem Sieg der Vorsprung auf sechs Punkte steigen würde. Dementsprechend motiviert wollten die Damen des TSV zur Sache gehen. Die Reise in die unterfränkische Stadt Schweinfurt mussten sie jedoch ohne Lena Bauer (Studium) und Aline Meyer (Erkrankung) antreten. Außerdem stand Katja Götz aufgrund einer Erkältung nur für Kurzeinsätze zur Verfügung.

Die Anfangsminuten gestalteten sich ausgeglichen. Dies lag daran, dass die Winkelhaiderinnen Probleme mit der 5:1-Abwehr des Gegners hatten und gleichzeitig beste Gelegenheiten nicht zum Torerfolg nutzten und entweder Latte/Pfosten oder aber die Torhüterin trafen. Außerdem hatten die Schweinfurter Damen mit Julia Albert eine äußerst starke Linkshänderin in ihren Reihen, die Winkelhaids Abwehr in den ersten Minuten nicht in den Griff bekam. Dies zwang Trainer Sebastian Wilfling beim Stand von 4:4 nach acht Minuten zu einem frühen Team-Time-Out.

Winkelhaids zweite Welle

Nach dieser Auszeit gingen die Winkelhaider Damen erstmals zwei Tore in Front; der Vorsprung hätte aber höher ausfallen müssen, da allein in dieser Phase zwei Siebenmeter verworfen wurden. Trotzdem gelang es, durch eine schnelle zweite Welle und richtige Entscheidungen im Angriff, den Vorsprung auf vier Tore auszubauen (4:6; 7:11; 9:13).

Schweinfurts Angriffsbemühungen waren durch die kurze Deckung besser ausrechenbar und deshalb leichter zu unterbinden. Bis zum Halbzeitpfiff schraubten die Gäste ihr Torekonto um fünf weitere Treffer nach oben, es hätten aber eigentlich deutlich mehr sein müssen. Sebastian Wilfling hatte deshalb auch außer der Chancenverwertung nichts zu bemängeln und forderte die Mannschaft dazu auf, weiterhin schnell nach vorne zu spielen und konzentriert abzuschließen.

Dies beherzigte sein Team und konnte innerhalb von sieben Minuten aus dem 10:15-Halbzeitstand ein 11:21 erspielen. Aufgrund des komfortablen Vorsprungs gewährte Trainer Wilfling Spielerinnen, die sonst 60 Minuten auf der Platte stehen, ein Verschnaufpausen. Dies führte aber keineswegs zu einem Spielbruch, weiterhin rollte die zweite Welle des TSV unaufhörlich auf das Schweinfurter Tor zu. So konnten sich alle voll einsatzfähigen Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen und ihren Teil dazu beitragen, einen auch in dieser Höhe verdienten Kantersieg einzufahren: Nach 60 Minuten Spielzeit blinkte auf der Anzeigentafel ein fabelhafter 35:17-Erfolg.

Die nächsten beiden Wochen wollen die Damen des TSV nun nutzen, um für die restlichen acht Saisonspiele gut gerüstet zu sein.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Samac, Schewetschek (beide Tor); Räbel (3); Radtke (3); Götz, V. (6/1); Götz, K; Friedrich (5); Weiler (4); Spychala (7); Büttner (1); Bachmeier (3); Wanzek (3).

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