Altdorf bleibt in der Erfolgsspur

Höhen und Tiefen

Sorgte mit präzisen Angriffsschlägen im Tie-Break für die Entscheidung: Altdorfs wertvollste Spielerin Katharina Schön. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Altdorf-TV-Katharina-Schoen-Unterhaching-scaled.jpg

Altdorf – In einem Herzschlagfinale holen die Volleyballerinnen des TV Altdorf gegen Unterhaching den neunten Sieg in Folge.

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende behielten die Damen I des TV Altdorf das bessere Ende für sich. Gegen den TSV Unterhaching starteten die Löwinnen mit einem 3:2-Arbeitssieg (25:23, 25:22, 15:25, 21:25, 15:12) ins neue Jahr und feierten damit bereits den neunten Sieg in Folge. „Ein bisschen Glück hatten wir schon, aber nach der trainingsarmen Zeit muss man froh sein, dass man einigermaßen ins Spiel findet“, kommentierte TVA-Trainer Milan Dörnhöfer die durchwachsene Leistung seiner Mannschaft. Den über 100 Zuschauern, die in der laufenden Saison erstmals in die Dreifachturnhalle kamen, wurde einiges geboten. Das lag nicht zuletzt an den mutig aufspielenden Gästen aus Oberbayern, die sich als unangenehmer Gegner herausstellten und sich zwei Gewinnsätze redlich verdienten.

Auszeit als Muntermacher

Der TV Altdorf, der auf seine grippekranke Mittelblockerin Lara Krasser verzichten musste, kam nur schleppend aus den Startlöchern und lag innerhalb kurzer Zeit mit 4:7 hinten. Es dauerte bis zur 17:13-Führung, ehe Altdorf das Heft in die Hand nahm und den ersten Durchgang knapp für sich entscheiden konnte. Ähnlich eng verlief auch der zweite Satz: Wieder lief der TVA einem Rückstand hinterher, immer wieder stellten die Unterhachinger Außenangriffe die Gastgerinnen vor große Probleme. Beim Stand von 12:17 nahm Trainer Dörnhöfer die zweite Auszeit, rüttelte seine Mannschaft wach und leitete damit die Wende ein. Mit einer konzentrierten Spielweise kämpfte sich Altdorf zurück in die Partie und schaffte es fortan, die Fehler zu minimieren. Alina Hösch und Katharina Schön nutzten ihre Chancen und schlugen ihr Team mit starken Angriffsschlägen zum zweiten Satzgewinn. Gebrochen war die Moral der Gäste damit allerdings nicht – im Gegenteil: Mit schnellen Ballstafetten und wuchtigen Angriffen über die ehemalige Zweitligaspielerin Jelena Zulj sicherte sich der Aufsteiger den dritten Satz.

Der vierte Durchgang begann nach Plan, Altdorf ging schnell mit 7:2 in Führung und sah zu diesem Zeitpunkt wie der sichere Sieger aus. Doch erneut schlichen sich viele Leichtsinnsfehler in das Spiel ein, sodass Unterhaching in die Partie zurückfinden konnte. Mit dem Ausgleich zum 16:16 kippte das Spiel vollends in Richtung der Gäste, die sich dank einer starken kämpferinschen Leistung den vierten Satz sicherten.

Eine echte Spitzenmannschaft

Viele Fehler, die wir gemacht haben, werden wir Stück für Stück vermeiden“, weiß Dörnhöfer, wo er in den kommenden Tagen ansetzen muss. Die Entscheidung fiel folglich im Tie-Break. Plötzlich trat Altdorf, der unangefochtener Spitzenreiter der dritten Liga, wieder wie ein echtes Spitzenteam auf. Annemarie Böhm, Nadja Nawrat und Katharina Schön platzierten ihre Angriffsschläge perfekt und sorgten somit für den umkämpften, aber nicht unverdienten 15:12-Satzgewinn. „Das war ein hartes Stück Arbeit nach einer Zeit mit wenig Training. Aber wir haben gekämpft und gewonnen, das ist wichtig“, bilanzierte Schön, die von ihrem Trainer zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde.

Dörnhöfer ist vom Leistungsvermögen seiner Mannschaft trotz des durchwachsenen Starts überzeugt: „Wenn wir in einigen Elementen unser Niveau aus der Vorweihnachtszeit wieder erreichen, sind wir nur schwer zu schlagen.“ Zwei Wochen hat er dafür nun Zeit, dann ist der TSV Ansbach zu Gast in Altdorf.

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