Sieg im Kellerduell

Hinten raus

Unbedingter Siegeswille: Anna Seidel und der TSV Winkelhaid. | Foto: Christian Geist2019/11/Winkelhaid-Handball-Haunstetten-Seidel-online.jpg

WINKELHAID – Den Handball-Damen des TSV Winkelhaid gelingt der Befreiungsschlag. Gegen die Reserve des TSV Haunstetten gewinnen sie souverän mit 29:24. Über die vollen 60 Minuten haben die Winkelhaiderinnen nicht einmal zurückgelegen. Der Sieg gegen einen direkten Tabellennachbarn bedeutet wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Vor der Partie war jeder Spielerin bewusst, wie wichtig diese Partie gegen den Vorletzten der Tabelle ist. „Mit einem Sieg können wir den Anschluss an das Mittelfeld wahren, mit einer Niederlage würden wir sehr tief im Tabellenkeller versinken“, sagte Trainer Sebastian Wilfling zur Bedeutung der Partie.

Dementsprechend gingen die Damen konzentriert in die Partie und gingen aus einer starken Abwehr heraus schnell in Führung. Diese Führung hätte noch höher ausfallen können, wenn man eine bessere Chancenverwertung gehabt und bereits zu Beginn der Partie die zweite Welle der Gäste aus Schwaben unterbinden hätte können. So stand es nach 15 Minuten noch relativ knapp: 8:6. Wilflings Vorgabe, den Ball möglichst schnell laufen zu lassen, setzten die Damen gut um und bereiteten der Haunstettener Defensive ein ums andere Mal Probleme.

Mit acht Treffern wieder beste Werferin: Verena Götz. Foto: Christian Geist2019/11/Winkelhaid-Handball-Haunstetten-Goetz-online.jpg

Deren Abwehrumstellung von einer offensiven Deckung auf die defensive 6:0-Variante zeigte keinerlei Wirkung. Mit Toren von Susanne Spychala, Anna Seidel und der starken Verena Götz erhöhten die Winkelhaiderinnen die Führung auf 12:7. Mit dem Halbzeitpfiff gelang Anna-Lena Paech nach einem schönen Zuspiel von Verena Götz das Tor zum 14:11.

Gäste dezimieren sich zum Ende hin

In der Halbzeitansprache zeigte sich Wilfling angetan von der Abwehr: Die Gegnerinnen wurden frühzeitig gestört und bekamen wenig Spielraum. Im Angriff lobte er die – im Gegensatz zu den vergangenen Spielen – deutlich geringere Anzahl an technischen Fehlern. Lediglich an der Chancenverwertung müsste noch gearbeitet werden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb der Vorsprung bestehen, konnte aber nicht mehr ausgebaut werden. Erst zwei Tore von Christina Räbel erhöhten die Führung auf fünf Tore (18:3; 19:14). Unkonzentriertheiten in Angriff und auch in der Abwehr ermöglichten der Gästemannschaft jedoch, im Spiel zu bleiben (20:17; 23:20).

Die TSV-Damen zeigen eine zupackende Abwehrarbeit. Foto: Christian Geist2019/11/Winkelhaid-Handball-Haunstetten-Abwehr-online.jpg

Näher kamen die Gäste schon deshalb nicht heran, weil sie hinten raus in der Abwehr oft zu spät kamen und sich dafür mehrere Zeitstrafen einhandelten – allein vier Stück in der Schluss-Viertelstunde. Am Ende kann von einem souveränen und verdienten 29:24-Sieg gesprochen werden. Der TSV Winkelhaid hat nun 4:10 Punkte auf dem Konto und springt in der Bayernligatabelle von Platz 14 auf 10.

Die Trainingswoche soll nun intensiv genutzt werden, um in Freising weitere Punkte zu holen. Die HSG Freising-Neufahrn ist nach dem letztjährigen sehr guten vierten Platz in der Bayernliga sehr schlecht in die Saison gestartet und liegt mit 2:12 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer, Seger (beide im Tor). Räbel (4/2); Seidel (4); Götz, V. (8); Paech (2); Götz, K. (2); Weiler (4); Spychala (4); Bachmeier; Wanzek (1).

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